Mountainbikes im Test

Testbericht: Fusion Freak Enduro

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Spaß-Freaks aufgepasst: Das Konzept von Fusions Freak hat vor allem drei Dinge im Sinn: Fun, Fun, Fun! Im Testfeld präsentierte sich die Neuentwicklung der hessischen Edelschmiede ganz vorne in der Spaßwertung und war dabei das mit Abstand quirligste und verspielteste Bike. Dazu ist das Freak geradezu prädestiniert für technisch sehr anspruchsvolles Gelände sowie verwinkelte und verblockte Trails oder auch kleinere Ausflüge in den Bikepark. Kein Wunder: Die Geometrie mit dem relativ kurzen Oberrohr und Radstand sorgt für eine kompakte Sitzposition, die viel Kontrolle garantiert. Fast schon legendär bei Fusion: der phänomenale Hinterbau, der supersensibel von kleinen Vibrationen bis hin zu großen Schlägen fast alles schluckt, was an Hindernissen im Weg liegt. Der Zweikammerdämpfer von German A. liefert auf dem Trail zwar zuverlässige Arbeit, verhärtet aber im letzten Drittel stark und nutzt deshalb den satten Federweg des Freak nicht optimal. Trotzdem gefiel das sehr harmonische Fahrwerk den Testern ausgesprochen gut, weil die Rock Shox Pike an der Front sich als optimale Wahl für ein Enduro erweist. Das große Spaßpotenzial des Freak trübt sich allerdings beim Klettern ein: Bergauf schleppt sich’s sehr träge voran. Weil das Sitzrohr in sehr flachem Winkel verläuft, kommt die Sattelstütze weit nach hinten, wenn sie zum Klettern weit ausgezogen wird. Deshalb ist die Wahl der richtigen Rahmengröße beim Freak noch wichtiger als bei anderen Bikes, zumal Fusion nur drei Größen anbietet. Punktabzug gibt’s auch für die mangelnde Reifenfreiheit hinten. Deshalb muss Fusion am Hinterrad (2,25 Zoll) schmalere Reifen als am Vorderrad (2,35 Zoll) aufziehen. Schade, dass an dem Spaß-Bike allererster Güte somit der hintere
Reifen zum limitierenden Faktor mutiert.

TECHNISCHE DATEN
Kategorie: Fully
Preis: 3499,00 EUR
Gewicht: 14,00 kg
Gewicht/Rahmen: 3310 g kg
Gewicht/Laufräder (komplett): 4290 g kg
Gewicht/Federgabel: 2500 g kg
Rahmenmaterial: 7020 Alu
Federgabel/-weg: Rock Shox Pike, 145 mm
Federbein: German A. Air Force, 137 mm
GEOMETRIE
Sitzwinkel: 71 - 73,5 °
Lenkwinkel: 68,5 - 71 °
Oberrohr: 585 mm
Sitzrohr: 470 mm
Radstand: 1080 - 1095 mm
Tretlager: 350 - 370 mm
Getestete Größe: M
KOMPONENTEN
Schalthebel/-werk: Shimano XT 03/ Rapidfire
Umwerfer: Shimano XT
Kassette: Shimano XT
Bremsen-/hebel: Magura Louise FR
Kurbeln: Shimano XT
Innenlager : Shimano XT
Naben: Ringle, XT
Felgen: Sun Run Single Track
Reifen: Fat Albert Light 2,35
Sattel: Fizik Gobi

Fazit

Enduro heißt beim Freak vor allem eines: Spaß bergab in möglichst schwierigem Gelände. Dort spielt das Bike seine Fähigkeiten am stärksten aus. Herausragend: das exzellente Fahrwerk, das hervorragend harmoniert, jedoch wegen des progressiven Dämpfers den Federweg am Hinterbau nicht ganz ausnutzt. Ein schönes Bike – von Freaks für Freaks.

Gesamtnote: gut

12.02.2005
Autor: Jens Vögele
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe /05