MTB-Dämpfer einstellen - Setup-Tipps für das Mountainbike-Federbein

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Foto: Det Göckeritz MountainBIKE Setup Dämpfer Zugstufe rausdrehen

Schritt 1: Zugstufe rausdrehen

Um die Federhärte unbeeinflusst einzustellen, müssen Sie alle Dämpfungseinstellungen „rausdrehen“. Beginnen Sie mit der Zugstufe, drehen Sie den meist roten Knopf bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn.

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Schritt 2: Druckstufe öffnen

Auch die Druckstufe muss auf die niedrigstmögliche Stufe. Viele Federbeine besitzen – wie hier – einen zwei- oder dreistufigen, blauen Hebel. Die offene Stufe heißt auch bei vielen Herstellern so: „Open (Mode)“

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Schritt 3: Luft ablassen

Im nächsten Schritt ermitteln Sie den maximalen Hub (nicht „Federweg“)des Dämpferkolbens. Ventilkappe abdrehen, mit einem spitzen Gegenstand vorsichtig auf das Ventil drücken, bis die Luft komplett entwichen ist.

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Schritt 4: Ring hochschieben

Fast alle Federbeine besitzen am Kolben/Standrohr einen Gummi-O-Ring. Drücken Sie diesen nach oben (bei „stehendem“ Federbein) in Richtung Dämpfergehäuse bis an die Dichtungen.

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Schritt 5: Hub messen

Drücken Sie mit Kraft von oben auf den Hinterbau bis zum spürbaren Anschlag.

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Schritt 5: Hub messen

Bei wieder komplett ausgefedertem Hinterbau messen Sie nun die Distanz zwischen O-Ring und Dichtung: der maximale Hub (hier 55 mm).

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Schritt 6: Federbein aufpumpen

Ziel ist es, im Federbein den richtigen Luftdruck für Ihr Fahrergewicht einzustellen. Viele Hersteller geben für das jeweilige Bike Empfehlungen in Psi oder Bar an. Wenn nicht, hilft nur Herantasten.

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Schritt 7: Bike belasten

Steigen Sie aufs Bike, belasten Sie es in „Fahrposition“ (CC/Tour/AM: im Sitzen, Enduro: im Stehen). Lehnen Sie sich an eine Mauer, oder lassen Sie sich helfen. O-Ring hochschieben. Bremsen nicht ziehen, nicht „wippen“!

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Schritt 8: Negativfederweg ermitteln

Steigen Sie nun vorsichtig vom Bike ab. Messen Sie die entstandene Distanz von Dichtung zu O-Ring: Dies ist der sogenannte Negativfederweg („Sag“) – der entscheidende Wert zur Abstimmung.

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Schritt 9: „Sag“ optimieren

Der Negativfederweg sollte bei CC/Marathon-Bikes maximal 20 Prozent des Maximalhubs (Schritt 5) betragen, bei Touren-/AM-Bikes 25 Prozent, bei Enduros 30 Prozent. Nachpumpen/Luft ablassen, bis es passt!

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Schritt 10: Durchschlagschutz prüfen

„Stellen“ Sie sich aufs Bike und komprimieren Sie den Hinterbau ruckartig mit aller Kraft. Alternative: langsam rollen, Vorderradbremse ziehen, Hinterrad steigen und „reinfallen“ lassen.

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Schritt 11: Restfederweg ablesen

Der O-Ring sollte nach dieser hohen Belastung noch immer auf dem Kolben sein. Ist er nach unten runtergerutscht, schlägt der Hinterbau zu schnell durch und Sie müssen den Luftdruck erhöhen.

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Schritt 12: Zugstufe prüfen

Stellen Sie sich neben das Bike. Drücken Sie mit maximaler Kraft auf den Sattel.

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Schritt 12: Zugstufe prüfen

Blitzartig loslassen. Das Heck schnellt nun nach oben. Es sollte dies so schnell wie möglich machen, aber ohne dass der Reifen abhebt.

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Schritt 13: Zugstufe einstellen

Über das meist rote Drehrad können Sie die Ausfederungsgeschwindigkeit (Zugstufe, „Rebound“) einstellen. Tasten Sie sich Klick für Klick heran, bis der Speed passt. In der Praxis darf das Heck nicht „springen“.

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Schritt 14: Druckstufe einstellen

Auch der Einfederungswiderstand lässt sich oft einstellen. Je höher die Druckstufe, desto weniger wippt das Heck – zu Lasten der Sensibilität. Viele Dämpfer bieten drei Fahrmodi: offen, gedämpft, (fast) gesperrt.

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