Clip-Adapter, Folien- und Direktverglasung: optische Radbrillen im Überblick

System 3: Direktschliff

Bike-Brillen mit Direktschliff sieht man nicht an, dass sie mit Korrekturgläsern versehen sind. Dieses System ist die Luxus-Variante unter den optischen Verglasungen.

Bei dieser Methode werden die getönten Scheiben der Brille durch geschliffene Scheiben ersetzt. Diese können je nach Hersteller mit zusätzlichen Eigenschaften ausgerüstet werden:

  • Photochromatik: Je nach Lichtverhältnissen ändern die Gläser ihre Tönung selbstständig
  • Polarisierend: Reflexionen von Wasserflächen werden absorbiert – der Kontrast wird erhöht

Die Direktverglasung ist bei vielen Vollrandbrillen problemlos möglich. Bei Halbrandbrillen wird das geschliffene Glas mit einem Adapter befestigt. Dieser bietet dem Glas besseren Halt und lässt sich bei Bedarf entfernen, damit ungeschliffene Scheiben in das Gestell eingesetzt werden können.

Vor- und Nachteile des Systems:

Vorteile: leicht und großes Sichtfeld

  • Da bei einem Direktschliff kein zusätzliches Gewicht in Form eines Adapters anfällt, zählen Brillen mit dieser Korrekturlösung zu den Leichtgewichten unter den optischen Radbrillen.
  • Das Sichtfeld der Scheiben kann voll ausgenutzt werden. Da das komplette Brillenglas mit einem Schliff versehen wird, gibt es keine unscharfen Ränder.

Nachteile: Professionalität hat ihren Preis

  • Der Direktschliff mit seinen vielen Ausstattungsmöglichkeiten hat seinen Preis. Zwischen 100 und 400 Euro kostet diese Form der optischen Verglasung.
  • Beim Kauf einer Vollrand-Brille mit Direktschliff muss sich der Kunde meist für eine Scheibe entscheiden. Der Wechsel zwischen verschiedenen Scheiben ist nicht bei allen Modellen möglich.
20.09.2011
Autor: Benjamin Linsner
© MOUNTAINBIKE