Pumptrack fahren – die richtige Technik und das perfekte Equipment

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Foto: Arturo Rivas Pumptrack fahren

Pumptrack-Fahrtechnik – so rollen Sie über die Hügel

Die künstliche Hügelwelt boomt! Kein Wunder, denn Pumptracks sind eine Spielwiese für jede Alters- und Könnerstufe. MountainBIKE zeigt Schritt für Schritt, wie Sie gekonnt über die Hügel rollen ...

Pumptrack-Fahrtechnik – so rollen Sie über die Hügel: 1. Anfahrt

Rollen Sie stehend mit leicht gebeugten Armen und Beinen auf den Hügel zu, die Kurbel steht waagerecht. Pedalieren ist nur zu Beginn erlaubt, um Schwung aufzunehmen, ab dann herrscht Tretverbot. Der Blick liegt etwa zwei Meter vor dem Rad. Die Geschwindigkeit hängt vom Können ab, sollte jedoch nicht zu gering ausfallen, um genügend Schwung mitzubringen. Auch Anfänger sollten etwas schneller als in Schrittgeschwindigkeit anrollen.

Pumptrack-Fahrtechnik – so rollen Sie über die Hügel: 2. Arme beugen

Rollt das Vorderrad den Hügel hoch, müssen Sie den Höhenunterschied zuerst durch Abwinkeln der Arme ausgleichen. Der Lenker wandert dabei nach oben, während der Oberkörper annähernd auf gleicher Höhe bleibt. Achten Sie dabei auf ausreichend Körperspannung. Bei etwas aggressiveren Fahrmanövern können Sie durch Zug am Lenker diesen beim Hochwandern unterstützen.

Pumptrack-Fahrtechnik – so rollen Sie über die Hügel: 3. Beine beugen

Rollt das Hinterrad in die Steigung, müssen jetzt auch die Beine durch Abwinkeln den Höhenunterschied ausgleichen. Auf dem höchsten Punkt erreichen die Gelenke die maximale Beugung. Der Winkel hängt von der Höhe des Hügels ab, liegt aber etwa bei 90 Grad. Die Beine etwas stärker beugen als die Arme, da sie im nächsten Schritt hauptsächlich als Schwungmacher dienen. Die Bewegung sollte flüssig ablaufen. Vereinfacht gesagt: Der Oberkörper bleibt ruhig, Arme und Beine schlucken den Hügel.

Pumptrack-Fahrtechnik – so rollen Sie über die Hügel: 4. Pushen

Rollt das Rad über den höchsten Punkt, also wieder abwärts, läuft der Ausgleichprozess genau umgekehrt. Sie müssen zunächst Arme, danach Beine strecken. Aber: Sie gleichen den Höhenunterschied nicht einfach nur aus, sondern bringen durch sehr schnelles Strecken der Gliedmaßen („pushen“) richtig Druck auf das Rad und schieben es unter sich weg. Im Wellental sind Arme und Beine nahezu gestreckt – hier ist richtigesTiming gefragt. Der Vorgang sorgt für Beschleunigung und baut dadurch genügend Schwung für den nächsten Hügel oder die nächste Kurve auf.

Pumptrack-Fahrtechnik – auf dem Hinterrad über zwei Hügel "wheelen"

Fortgeschrittene können Hügel auch „wheelen“, was jedoch einiges an Übung benötigt. MountainBIKE zeigt Schritt für Schritt, wie's funktioniert ...

Pumptrack-Fahrtechnik – auf dem Hinterrad über zwei Hügel "wheelen": 1. Anfahrt

Anrollen wie hier beschrieben. Statt den Hügel durch Armbeugung auszugleichen, verlagern Sie das Gewicht hinter den Sattel und strecken die Arme.

Pumptrack-Fahrtechnik – auf dem Hinterrad über zwei Hügel "wheelen": 2. Vorderrad abheben

Das Vorderrad hebt ab, nur die Beine gleichen durch Abwinkeln und impulsives Strecken die Wellen aus.

Pumptrack-Fahrtechnik – auf dem Hinterrad über zwei Hügel "wheelen": 3. Vorderrad wieder aufsetzen

Das Vorderrad setzt erst in der Abfahrtsschräge des zweiten Hügels auf.

Pumptrack-Fahrtechnik – auf dem Hinterrad über zwei Hügel "wheelen": 4. Pushen

Das abschließende „Pushen“ nicht vergessen.

Pumptrack-Fahrtechnik – so rollen Sie durch den Anlieger

Um effizient durch Anliegerkurven zu rollen, benötigen Sie ausreichend Grundgeschwindigkeit. Legen Sie sich in die Kurve und bilden Sie mit dem Bike eine Linie, der Anlieger sorgt für den nötigen Grip. Arme und Beine dabei leicht abwinkeln. Wichtig: Der Blick sollte nicht vor dem Vorderrad, sondern bereits am Kurvenausgang liegen.

Pumptrack-Fahrtechnik – Fehler bei der Fahrt durch den Anlieger

Drücken Sie das Rad nicht – wie bei Kurven ohne Anlieger üblich – in die Kurveninnenseite.

Pumptrack-Equipment: Bike

Ein Pumptrack-Rad unterscheidet sich deutlich von einem gewöhnlichen Mountainbike – sowohl beim Rahmen als auch bei den Komponenten. Die speziellen Bikes sind ab etwa 600 Euro erhältlich. Für erste Versuche reicht auch ein normales Mountainbike, idealerweise ein Hardtail. Montieren Sie aber möglichst profilarme Reifen, um die Strecke nicht zu zerstören.

Pumptrack-Equipment: Knieschoner

Tragen Sie zudem Knieschoner.

Pumptrack-Equipment: Flatpedals

Verwenden Sie Flatpedals statt Klickpedale.
Mehr zu dieser Fotostrecke: MTB-Fahrtechnik: Alle wichtigen Tipps bei MOUNTAINBIKE