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E-Mountainbike Light
Neuheit: Trek Fuel EX E Moritz Schwertner

Trek Fuel EX E - Erster Test

Light E-MTB mit TQ-Antrieb vorgestellt Neuheit: Trek Fuel EX E

Light-E-Mountainbikes sind voll Trend. Jetzt zeigt Trek nach dem E-Caliber ein neues Fuel EX e mit TQ-Antrieb. Wir haben erste Infos und konnten das Bike bereits testen.

Kurz und knapp: Trek Fuel EXe (2023)

  • TQ-Antrieb mit bis zu 50 Nm-Unterstützung, Akkugröße 360 wh (entnehmbar) kg, Range-Extender: 160 Wh optional
  • E-All-Mountain mit 150/140mm Federweg und 29-Zoll-Laufrädern
  • Neues Display im Oberrohr integriert
  • Neue Trek-App für individuelles Motor-Tuning uvm.
  • Ausstattung teils mit E-Fahrwerk/Schaltung, Monocoque-Lenker
  • Gewicht: Ab 17,5 kg, Preise: ab 6499 Euro

Light E-Mountainbikes wie das Specialized Turbo Levo SL oder das Orbea Rise erfreuen sich am Markt einer hohen Beliebtheit. Der besondere Clou: Gegenüber Full-Power-E-MTBs, die mittlerweile mit ordentlich Motorenpower a la 85 Nm kommen, sind Light-E-MTBs mit etwas weniger Schub unterwegs. Bedeutet: Ihre Motoren haben etwas weniger Leistung, ergo können die Akkus kleiner gestaltet werden, weil weniger Energie gebraucht wird. Als Resultat sind Light-E-MTBs deutlich leichter als ihre großen Pendants, unterbieten die 20 kg-Marke so meist klar. Das Fahrverhalten der Light-E-MTBs ist auch deshalb sehr nah an dem eines Mountainbikes: es fährt sich leichtfüßig und flink in Kurven.

Modern zeichnet Trek auch die Geometrie des neuen Fuel EX e: Die Front steht um 65° Lenkwinkel recht flach, die Sitzwinkel um 77° für ideale Tritteffizienz steil. Der Reach misst in Rahmengröße Large 485 mm. Nachdem Trek mit dem E-Caliber für Aufsehen sorgte, greifen die US-Amerikaner nun auch die beliebte Klasse der E-Allmountains mit Light-Unterstützung an: Das neue Fuel EX e kommt mit 150 mm Hub vorne, hinten sind es 140 mm. Dabei steht es vorne wie hinten auf 29-Zoll-Laufrädern.

Das Trek Fuel EX E im Instagram Reel

Neuer TQ-Antrieb HRP 50

Trek

Der neue TQ-Antrieb unterstützt den Fahrer mit bis zu 50 Nm Drehmoment. Dabei bedient er sich einem entnehmbaren Akku-Pack mit 360 Wh, je nach Unterstützungsmodi sollen so bis zu 5 Stunden Fahrzeit mit Strom locker drin sein. Wer mag, kann per 160-Wh-Range-Extender etwas nachhelfen: Der Zusatzakku wird einfach in den Flaschenhalter eingeklipst und erhöht die Akku-Kapazität um satte 40 Prozent. Generell soll das System sehr leicht ausfallen: Der Motor bringt 1,85 kg auf die Waage, der Akku 1,83 kg. Das gesamte Antriebspaket soll 3,9 kg. Besonders Stolz ist man bei TQ und Trek auf die Geräuschentfaltung des Aggregats: Flüsterleise soll es Arbeiten, zudem soll die Dauerhaltbarkeit des gesamten Antriebs neue Benchmarks im Segment setzen.

Neu ist auch das Display, welches im Oberrohr intergriert ist. Es bietet verschiedene Anzeigemöglichkeiten und lässt sich zudem per App konfigurieren. Besonders hervorzuheben ist auch die Lenker-Remote des Antriebs: Sie fällt sehr filigran aus.

Modellvarianten Trek Fuel EX e

Los geht es beim Fuel EX e bei 6499 Euro. Dann kommt das Light-E-MTB mit souveräner Shimano-Deore-Gruppe und Rock-Shox-35-Fahrwerk. Spannend: Ab dem Modell (Mit XTR oder Sram AXS-Schaltung) 9.9 kommt das Fuel EX e mit elektronischen Reifendruckkontrollsensoren, sowie einer Druckkontrolle für das Fahrwerk. Per App lässt sich so das ideale Setup des Edel-Mountainbikes verfeinern. Noch mehr Ausstattung gibt es in der Luxusklasse: Das Topmodell mit dem Namen Fuel EXe 9.9 AXS kommt mit wertigem Vollcarbonrahmen, Nobelausstattung a la Sram XX1 AXS, Reverb AXS und Lyrik-Ultimate Fahrwerk für 14.999 Euro zum Kunden.

Erster Test: So fährt sich das Trek Fuel EX e

Moritz Schwertner

Wir hatten bereits die Chance das neue Light-E-MTB Trek Fuel EX e zu testen. Zur Verfügung stand das Top-Modell 9.9 für stolze 15.000 Euro in Größe L. Das neue Trek bietet einen 485 mm Reach bei 64,7° Lenkwinkel und einen Sitzwinkel von 76,7°. Über den Flip-Chip kann die Geometrie um 0,5 Grad steiler gestellt werden. Der Hinterbau misst 440 mm, verhältnismäßig kurz ist das Steuerrohr mit nur 110 mm. Dementsprechend sportlich nimmt man auf dem neuen Fuel EX e Platz. Direkt am Display schaltet man den TQ-Motor an – los gehts. In der höchsten Unterstützungsstufe 3 zieht der neue HPR-50-Motor flott voran. Vor allem bei hohen Trittfrequenzen schiebt der kleine Motor erstaunlich stark. Tritt man langsamer, ist der Schub dann aber spürbar schwächer. Das Display zeigt bei Bedarf den Input des Fahrers in Watt und die Zugabe des Motors in Watt auf einen Blick. Somit bekommt man schnell ein gutes Gespür dafür bei welcher Trittfrequenz man die meiste Power erreicht. Außerdem zeigt das Display auf Wunsch die Reichweite in Kilometern an. Diese erhöht sich um ein Vielfaches, sobald man den Motor in die Unterstützungsstufe 2 schaltet. Jetzt schiebt der Motor spürbar schwächer, sodass wir an steilen Anstiegen kurzeitig in die Stufe 3 schalteten. Eine ausgiebige Reichweitenfahrt konnten wir noch nicht absolvieren. Die neue Trek-App stand zum Testzeitpunkt noch nicht zur Verfügung. Die Verbindung mit dem Sram-AXS-Komponenten des Edel-E-Bikes verlief problemlos.

Trek und TQ bewerben den neuen Motor als äußerst leise. Das Versprechen können die beiden Hersteller halten. Man hört lediglich ein leises Surren. Kein Vergleich mit bislang erhältlichen Systemen auf dem Markt.

Bleibt die Frage, wie das Trail-Handling ausfällt? Das Fuel EX e mit seinen 140 mm Hub am Heck und 150 mm vorne fährt sich äußerst direkt. Das Fahrwerk ist sportlich, bietet aber im Groben ausreichend Reserven. Das Handling fällt agil und zudem laufruhig aus. Besonders das geringere Gewicht im Vergleich zu einem Full-Power-E-Bike ist spürbar, dadurch fährt sich das neue Light-E-MTB von Trek fast wie ein normales Mountainbike. Auf unsere Waage brachte das Trek Fuel EX e 18,9 kg. Einen ausführlichen Test findet ihr in Mountainbike Ausgabe 10/22, ab Anfang September am Kiosk.

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