MB 02/2022: Orbea Rise Manfred Stromberg
MB 02/2022: Orbea Rise
MB 02/2022: Orbea Rise
MB 02/2022: Orbea Rise
MB 02/2022: Orbea Rise 8 Bilder

Orbea Rise H10 mit Shimano EP8 RS im Einzeltest

Ist das Alu-Rise so genial wie die Carbon-Version? Orbea Rise H10 im Einzeltest

Orbea stellt mit dem H10 das Rise als presiwertere Alu-Version vor. Was das Bike alles kann, haben wir getestet.

Das hat uns gefallen:

 gelungenes, leichtes E-MTB-Konzept

 neuer, reichweitenstärkerer 540-Wh-Akku

 ausgewogen-straffes 150/140-mm-Fahrwerk

 agiles und zugleich sicheres Handling

2020 stellte Orbea mit dem Light-EMTB Rise M ein wegweisendes Konzept vor. Carbon-Rahmen, kleiner 350-Wh-Akku (um 252 Wh erweiterbar) und ein perfektes Trail-Handling zeichnen das Rise bis heute aus. Jetzt präsentieren die Spanier das Rise als "H" in einer preiswerteren Alu-Version. Den Shimano-EP8-Motor tunen die Spanier wie beim Carbon-Modell so, dass er mit maximal 60 Nm Drehmoment und einer bei hohen Trittfrequenzen optimierten Kraftentfaltung sparsam agiert. Ausgeliefert wird er gar nur mit 47 Nm, via App kann das Drehmoment erhöht werden. Und: Orbea schaffte es dank neuer Akku-Technologie, die Kapazität der fix im Unterrohr verbauten Batterie auf 540 Wh zu erhöhen – für ein Light-E-Bike ein stolzer Wert! Optional kann zudem ein "Range Extender" (499 Euro) im Flaschenhalter platziert werden, dann bietet das Rise 792 Wh. Aber ist es noch ein Light-E-Bike? Nein und ja. Zwar überspringt das H10 auf unserer Waage mit 20,3 Kilo die magische 20-Kilo-Marke, aber das in der stattlichen Größe XL. Zum Vergleich: Mit 18,7 Kilo (in XL) ist das über 8000 Euro teure Carboni M10 nicht so viel leichter, das H10 mit 6948 Euro aber deutlich günstiger und eben reichweitenstärker. Den Einstieg in die neuen Alu-Rise-Modelle bildet übrigens das H20 für 4999 Euro.

MB 02/2022: Orbea Rise
Manfred Stromberg

Und die Praxis? Trotz des Mehrgewichts im Vergleich zum Carbon-Rise fährt sich das H10 nahezu identisch. Bergauf sorgt der super harmonische und nicht so brachial anschiebende Motor dafür, dass selbst steilste Berge locker weggeschnupft werden. Auch talwärts tritt das Alu-Rise in die Fußstapfen des Carbonis. Das 140-mm-Heck agiert straff, bietet aber viel Gegenhalt in Kurven, die 150-mm-Fox-36 (optional via Baukasten) führt perfekt. Selbiges gilt für das agil-ausgewogene Handling des 29"-All-Mountains, das im Sanften wie im Groben keine Wünsche offen lässt.

Preis 6948 €/Fachhandel
Gewicht 20,3 kg
Rahmengröße S, M, L, XL
Rahmenmaterial Alu
Motor Shimano EP8 RS
Akku Orbea RS 540 Wh
Display Shimano EW-EN100
Federweg Gabel 150 mm, Rahmen 140 mm
Schaltung 1 x 12 Gänge, 32 : 10–51 Zähne, Shimano-XT-Schaltung, -Deore-Kette
Bremsen Shimano XT (M8120) 180/180 mm
Federgabel Fox 36 Float Factory Grip2
Federbein Fox Float DPS Factory
Laufräder Race Face Turbine-R30 TLR
Reifen (v/h) Maxxis Dissector/Rekon 3C Maxx Terra Exo TLR 29 x 2,4"
Vario-Stütze OC MC20 (170 mm)
Geo Orbea Rise H10
MOUNTAINBIKE

Fazit von Werkstattleiter Jens Kraft: "Orbea ist nach dem Carbon-Rise der nächste große Wurf gelungen. Das Mehrgewicht des Alu-Rahmens samt dickerem Akku wirkt sich nicht negativ auf das Handling aus."

Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen mountainbike-magazin eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:
Zur Startseite
E-MTB Test EInzeltest Nox Helium Enduro 7.1 Expert Deutsch-Österreichisches Light-E-Bike Nox Helium Enduro 7.1 Expert im EInzeltest

180-mm-Fahrwerk, Mix-Laufräder und trotz Motor unter 21 Kilo: Wie viel...

Mehr zum Thema Test
MB Test All Mountains
Fully-Tests
EInzeltest Nox Helium Enduro 7.1 Expert
Test
Test Rotwild R.G. 375 Pro
Test
Einzeltest Canyon Spectral: ON CFR
Test
Mehr anzeigen