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E-Mountainbike Light
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Neues Ghost Path Riot

Ghost Path Riot Erster Test: Light E-MTB mit Fazua-Power

Die Oberpfälzer starten mit einem neuen Light-E-MTB durch. Wir durften das neue Path Riot bereits testen!

Kurz & knapp: Ghost Path Riot 2022

  • E-All-Mountain mit 150 oder wahlweise 160mm-Gabel, 140mm Heckfederweg, 29 Zoll
  • Fazua Ride 60 Motor, max. 60 Nm, 430 wh Akku, Range-Extender optional
  • Carbonrahmen mit Eighpins-Variostütze
  • ab 7000 Euro, erhältlich ab März 2023

Weniger Power und doch mehr Spaß auf den Trails? Light E-MTBs sind voll im Trend. Die Bikes bieten im Vergleich zu E-MTBs einen etwas schwächeren Antrieb mit Unterstützungsleistung um 50 Nm, verbrauchen so aber auch weniger Strom und kommen mit einem kleineren Akku aus. Das spart Gewicht, Werte unter 20 kg sind locker machbar, sodass die Agiliät auf Niveau von unmotorisierten Mountainbikes liegen soll und somit speziell Trailakrobaten begeistert.

Mehr Infos und aktuelle Trends zum Thema Light E-MTB:

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Viel Spaß mit Fazua Power

Ghost präsentiert mit seinem Path Riot nun sein Erstlingswerk in der trendigen Kategorie. Die Oberpfälzer sind dabei einen spannenden (Entwicklungs)-Weg gegangen: Vom ersten Entwurf an wurden zwei Bikes, eines mit Motor (Path Riot) und eines ohne (Riot), in Waldsassen parallel konzipiert. Wenig verwunderlich, dass die beiden Newcomer nicht nur in Optik und Geometrie nah beieinanderliegen, teils sogar identisch sind. Auch Fahrverhalten und Performance unterscheiden sich nur in Nuancen, verspricht Ghost. Der Einstieg in die Welt des E-MTBs soll für eingefleischte "Pushbiker" so noch intuitiver gestaltet sein. Logo, im Path Riot steht neben dem Fahrer der Motor im Mittelpunkt. Hier setzt Ghost auf das jüngst vorgestellte System von Fazua, genauer gesagt das Ride 60. Der Motor bietet dabei in drei Stufen (Breeze, River, Rocket) eine maximale Unterstützung von 60 Nm. Cool: Betätigt man den Bedienhebel während der Fahrt in höchster Stufe, schiebt der Motor für 12 Sekunden lang mit 450 Watt. So sollen auch steile Kletterpassagen kein problem sein. Über die Fazua-App bekommt man die wichtigsten Infos, das bewusst minimal gehaltene Display auf dem Oberrohr teilt lediglich Akkustand und Unterstützungsstufe mit. Fest verbaut ist der 430-Wh-Akku.

Alle Details zum neuen Light-E-Mountainbike: Das Ghost Path Riot in der Fotostrecke

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Insgesamt soll das Fazua-Packet nur 4,2 kg Mehrgewicht bringen. Ein optionaler Range Extender im Trinkflaschen-Design mit 210 Wh soll ab 2023 verfügbar sein. 3,5 Stunden sollen vergehen, bis der leere 430Wh-Energiespeicher wieder voll geladen ist.

Topmodell Path Riot LTD im Test

Ghost

Ab März 2023 soll das Path Riot zu Preisen ab 7000 Euro erhältlich sein. Alle Modelle kommen mit Carbon-Rahmen samt Eightpins-Variostütze und 29-Zoll-Laufrädern. Federwege bis zu 160 mm an der Gabel sind drin, hinten stehen 140 mm zur Verfügung. Unser Testmodell LTD kommt mit 150-mm-Gabelhub und ist als Topmodell für 10 000 Euro mit den feinsten Parts garniert: Shimano XTR-Schaltgruppe, bissige Formula-Cura-4-Bremse, DT-Swiss-Carbon-Laufräder samt Reifeninserts und Syntace-Cockpit.

Mit Rückenwind auf die Trails

Christian Kohlhausen / @Kohligrafie

Ab ins Gelände! Aufrecht und zentral nimmt man auf dem Ghost Platz, auch wenn das Oberrohr eher lang gezeichnet ist. Auf technischen Trails brilliert das Path Riot dank moderat-flacher Front samt langem Reach (470 mm in M). Die goldene Mitte aus Spurstabilität und Agilität ist Ghost gelungen. Einzig am Hinterbau spürten wir in Kehren und in Off-Camber-Situationen etwas zu viel Nachgiebigkeit. Dennoch: Highspeed-Passagen meistert es mit der nötigen Souveränität. Das knapp bemessene Fahrwerk am Ghost haushaltet prima mit seinem Heckfederweg, passt so perfekt zur 150er Gabel und bietet stets viel Reserven. Im Gegenanstieg arbeitet der Fazua-Motor dann diskret, aber durchaus hörbar. Wie nahezu alle Light-E-MTB-Motoren fordert auch das Aggregat aus Ottobrunn eine hohe Kadenz vom Fahrer, in Steilstücken hilft die neue Boost-Funktion, die einen mit ordentlich Nachdruck voranschiebt. Stichwort Reichweite: Rund 950 Hm sind auf höchster Unterstützungsstufe drin. Prima: Auch ohne Motorunterstützung fährt sich das Ghost noch klasse, auch wenn ein minimaler Trittwiderstand merkbar ist. Über 25 km/h koppelt der Antrieb sanft aus, fühlt sich so fast wie ein Bio-Mountainbike an.

Fazit:

Mit dem Path Riot stellt Ghost ein innovatives Light-E-MTB auf die Stollen, die Ausstattung ist bar jeder Kritik gewählt. Gen Tal wie bergauf zeigt es sich leichtfüßig. Der kraftvolle Fazua-Motor werkelt diskret. Top: Reichweite und Gewicht!

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