Cannondale Moterra 1 Bjoern Haenssler

E-Mountainbike Neuheiten 2020 im Test – Cannondale Moterra 1

Cannondale Moterra 1 (Modelljahr 2020) im Test

Cannondale erneuert für 2020 das Moterra von Grund auf. Das ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Bosch dieses Jahr die vierte Generation des Performance-Line-CX-Motors präsentierte.

Cannondale erneuert für 2020 das Moterra von Grund auf. Das ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Bosch dieses Jahr die vierte Generation des Performance-Line-CX-Motors präsentierte. Ein kleinerer Motor, ein größeres Kettenblatt und der große 625-Wh-Akku machten es notwendig, das Rahmendesign des Moterra von Grund auf neu zu denken. Neu ist auch, dass das Moterra jetzt auch in 29„ statt nur in 27,5“ erhältlich ist. Dadurch bleiben die Kettenstreben mit 450 mm jedoch relativ lang – vor allem im Vergleich zum Vorgänger, dessen Heck trotz altem Bosch und in 27,5„ nur 444 mm maß. Auch beim Thema Gewicht konnte Cannondale trotz Carbon-Einsatz nicht viel einsparen. Im Gegenteil: Wog das alte Alu-Bike Moterra LT 23,5 kg, ist das aktuelle mit 24,2 schwerer. Hierzu trägt speziell der 600 g schwerere Akku bei. Beim Blick auf die Ausstattung des Top-Modells für 8000 Euro bleiben kaum Wünsche offen. Sogar eine integrierte Lampe mit Auf- und Abblendlicht ist an Bord.

Cannondale Moterra 1
Bjoern Haenssler
Optimal für E-MTB-Pendler: Die Power-Lampe bietet Ab- und Aufblendlicht.
Cannondale Moterra 1
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Die neue 220-mm- Magura-Scheibe verzögert das Moterra zuverlässig und schnell.

Trotz der erwähnten konzeptionellen Kritik an den langen Kettenstreben fährt sich das neue Moterra extrem ausgewogen. Es klettert exzellent, bietet mit modern-langem Oberrohr und Reach dem Fahrer aber auch viel Raum, um es auf dem Trail sicher und direkt zu manövrieren. Auch im harten Downhill liegt es wunderbar sicher und laufruhig, dazu passt das ausgewogene und zugleich potente Fox-Fahrwerk mit perfekt abgestimmten 160 mm Federweg. Auch der neue Bosch fährt sich äußerst harmonisch und ist im Vergleich zum Vorgänger zudem stärker. Dennoch wirkt sogar der “Turbo„-Modus angenehmer, weniger brachial im Antritt als bisher. Leider summt der Motor jedoch in einer etwas höheren Frequenz, die man subjektiv stärker wahrnimmt.

Cannondale Moterra 1
Bjoern Haenssler
Das Kiox-Display von Bosch mit Farbdisplay bietet alle wichtigen Informationen (und noch mehr) auf kleinem Raum.

Charakter: seh/eher laufruhig

Cannondale Moterra 1 (Modelljahr 2020) im Test

Preis/Vertriebsweg 7999 Euro/Fachhandel
Komplettgewicht 24,2 kg
Größe/Material S, M, L, XL/Carbon
Motor Bosch Performance Line CX
Akku Bosch Powertube 625 Wh, 36 V
Schaltung 1 x 12 Gänge, Sram-X01/GX/NX-Eagle-Mix
Bremsanlage Magura MT 7 220/203 mm
Federung vorne Fox 36 Float Factory, 160 mm
Federung hinten Fox DPX2 Factory, 160 mm
Laufräder Formula und Sram 746/Stan’s Notubes ZTR Flow MK3
Reifen Maxxis Minion DHF/DHR II Exo TR 29 x 2,6"
Sonstige Ausstattung Vario-Sattelstütze Cannondale Downlow (150 mm Hub)

Fazit

„Cannondale stellt mit dem neuen Moterra ein top-modernes E-Enduro auf die Räder. Die Kombination aus gelungenem Handling, neuem Bosch-Motor und großer Reichweite macht es sehr vielseitig.“

DENNIS REIN, Testfahrer

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