E-Mountainbike im Test

Testbericht: Trek Powerfly 8 LT Plus (Modelljahr 2017)

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Trek Powerfly 8 LT Plus
Trek scheint das Trek Powerfly 8 LT Plus bewusst für den Uphill konzipiert zu haben. Bosch-Motor, tiefe Front und langes Heck sorgen für einen immensen Kletterwillen. Bergab kann es dadurch aber nicht ganz mit der Testkonkurrenz Schritt halten.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Ausstattung mit Defiziten
  • Kopflastige, tiefe Front

Testurteil

Testurteil gut
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Trek rüstet seine E-MTB-Flotte ausschließlich mit Boschs bewährtem Performance-CX-Motor aus. Das Trek Powerfly 8 LT Plus ist im Line-up von Trek das E-Mountainbike mit dem meisten Federweg. 150 mm liefern die Rock-Shox-Federelemente an Heck und Front – damit ist das Trek Powerfly 8 LT Plus in diesem Test das E-MTB mit dem kleinsten Federweg.

Egal, 10 mm hin oder her, auf die Qualität kommt es an.

Trek setzt, wie an den Non-E-Modellen, auf einen speziellen Dämpfer namens Re:aktiv, der erst dann die Dämpfung vollständig öffnet, wenn es zu großen Schlägen kommt. Das sorgt zwar auch dafür, dass sich das E-MTB im Stand eher straff anfühlt, doch auf dem Trail zeigt sich das Trek Powerfly 8 LT Plus supersensibel und bietet zudem hohe Reserven. Auch die bewährte Rock-Shox-Yari-Gabel federt solide und verwöhnt mit Spurtreue und Lenkpräzision.

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Trek Powerfly 8 LT Plus Re:aktiv-Dämpfer

Der Re:aktiv-Dämpfer am Trek Powerfly 8 LT Plus arbeitet sensibel und nimmt groben Schlägen bei viel Schluckfreude den Schrecken.

Auf kurvigen Trails erweist sich das Trek Powerfly 8 LT Plus mit seinem langen Heck (474 mm) eher träge. Zudem sorgt die tiefe Front für ein etwas zu kopflastiges Fahrgefühl, was vor allem bei Abfahrten im steilen Gelände erhöhte Aufmerksamkeit vom E-Piloten verlangt. Die dicken Plus-Reifen kommen mit „kalifornischem“ Profil, sprich flachen, kurzen Stollen, die nur wenig Matsch-Grip bieten. Auch die günstigen Shimano-Deore-Bremsen lassen Biss vermissen.

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Trek Powerfly 8 LT Plus Reifen

Die Reifen am Trek Powerfly 8 LT Plus sind leider etwas „untermotorisiert“ – die flachen Stollen greifen im Matsch nur schlecht.

Dennoch muss sich das Trek Powerfly 8 LT Plus nicht vor den anderen E-MTBs verstecken. Vor allem bergauf sorgt der kraftvolle Bosch-Motor in Kombination mit der langen, frontlastigen Geometrie für höchste Kletterfreuden. Beim Display setzt Trek auf das zentral positionierte, top ablesbare Intuvia von Bosch. Die Reichweite liegt auf Klassenniveau.

Technische Daten des Test: Trek Powerfly 8 LT Plus

Preis: 5099 Euro
Gesamtgewicht: 23,2 kg
Federgabel (Gewicht): 2580 g
Gewicht Laufräder: 5429 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 15,5", 17,6", 18,5", 19,5", 21,5"
Getestete Rahmenhöhe: 19,5"
Rahmenmaterial: Aluminium
Motor: Bosch Performance Line CX
Akku: 500 Wh Li-Ion (36 V/13,8 Ah)
Federgabel: Rock Shox Yari RL
Federweg getestet: 150 mm
Federbein: Rock Shox Deluxe RT3 Re:aktiv
Federweg getestet: 150 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 11: 15 Zähne vorne, 11–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano XT
Bremse: Shimano Deore
Bremsen-Disc vorne: 203 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Kind Shock eThirty Integra (Vario, 120 mm)
Vorbau: Bontrager 60 mm
Lenker: Bontrager 750 mm
Naben: Bontrager
Felgen: Sun Ringlé Düroc, 40 mm
Laufradgröße: 27,5+
Reifen: Bontrager Chupacabra 27,5+ x 2,8"
Gewichtsverteilung: 47,1 % am Vorderrad/52,9 % am Hinterrad
Höhe des Schwerpunktes: 515 mm
Testurteil: Gut (194 Punkte)

Geometrie

Reichweite und Motorleistung

Einsatzbereich und Sitzposition

Fazit

Trek scheint das Trek Powerfly 8 LT Plus bewusst für den Uphill konzipiert zu haben. Bosch-Motor, tiefe Front und langes Heck sorgen für einen immensen Kletterwillen. Bergab kann es dadurch aber nicht ganz mit der Testkonkurrenz Schritt halten.

16.08.2017
Autor: Chris Pauls
© E-MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017