E-Mountainbike im Test

Testbericht: Stevens E-Sledge+ ES (Modelljahr 2017)

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Stevens E-Sledge+ ES
Stevens nutzt beim E-MTB Stevens E-Sledge+ ES gekonnt die Vorteile des Shimano-Motors. Das E-Bike brilliert dank seiner Geometrie mit tiefem Schwerpunkt mit sehr agilem Fahrverhalten. Auch die bis ins Detail durchdachte Ausstattung des E-Mountainbikes überzeugt.
Zu den getesteten Produkten

Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • ... kann zu Aufsetzern führen

Testurteil

Testurteil sehr gut
Loading  

Die Hamburger Marke Stevens setzt im E-Fully-Segment seit diesem Jahr voll auf den neuen Shimano-Motor. In Sachen Geometrie kitzelt Stevens bei den E-MTBs damit das Maximum bzw. Minimum aus den Kettenstreben heraus. Diese messen am Stevens E-Sledge+ ES gerade einmal 434 mm – das ist der kürzeste Wert in diesem Test.

Und genauso fährt sich das flotte E-Enduro auch. Agil geht das E-MTB Stevens E-Sledge+ ES um Kehren, dazu verleiht das tiefe Tretlager dem Bike einen angenehm tiefen Schwerpunkt.

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Stevens E-Sledge+ ES Shimano-XT-Di2-Schalthebel

So sieht der Shimano-XT-Di2-Schalthebel aus. Clever: Der Hebel für die Motor-Modi-Wahl ist baugleich und sitzt links.

Kleines Manko des tiefen Tretlagers: Bei Absätzen oder auf verblockten Trails setzt das Stevens E-Sledge+ ES schneller auf. Wer aber mit dem agilen Charakter umzugehen weiß, der manövriert das leichte Stevens E-Sledge+ ES sicher an dicken Brocken vorbei oder lupft es leicht über Kanten hinweg. Das Fahrwerk mit seinen 150 mm Hub am Heck und 160 mm Federweg vorne arbeitet derweil äußerst harmonisch, egal ob beim schnellen Uphill oder rasantem Downhill.

Passend dazu die Motor-Charakteristik: Er beschleunigt im Trail-Modus dynamisch und schiebt im Boost-Mode kernig.

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Stevens E-Sledge+ ES Kettenblatt

Hinter dem großen Kettenblatt verschwindet der Shimano-Motor. Eine Kettenführung schützt vor Chainsuck.

Auch wenn das Stevens E-Sledge+ ES eher gestreckt wirkt, ist es immer noch komfortabel. E-Mountainbiker, die auf eine moderne Geometrie Wert legen, werden das Stevens E-Sledge+ ES lieben. Die hochwertigen Nobby-Nic-Plus-Reifen bieten zwar guten Grip, dennoch würden dem potenten E-Mountainbike auch etwas schmälere Downhill-Reifen gut zu Gesicht stehen.

Die Ausstattung ist insgesamt hochwertig: Fox-Fahrwerk, Shimano-XT-Bremsen, elektronische Shimano-XT-Schaltung sowie solide Oxygen-Parts und die günstige Vario-Stütze Cruxi von Kind Shock.

Technische Daten des Test: Stevens E-Sledge+ ES

Preis: 5599 Euro
Gesamtgewicht: 21,8 kg
Federgabel (Gewicht): 2625 g
Gewicht Laufräder: 5366 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 16", 18", 20", 22"
Getestete Rahmenhöhe: 20"
Rahmenmaterial: Aluminium
Motor: Shimano Steps E8000
Akku: 500 Wh Li-Ion (36 V/14 Ah)
Federgabel: Fox Performance 36 Float
Federweg getestet: 160 mm
Federbein: Fox Float DPS Perf.
Federweg getestet: 150 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 11: 38 Zähne vorne, 11–42 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT Di2
Schalthebel: Shimano XT Di2
Bremse: Shimano XT
Bremsen-Disc vorne: 203 mm
Bremsen-Disc hinten: 203 mm
Sattelstütze: Kind Shox Cruxi (Vario, 125 mm)
Vorbau: Oxygen 75 mm
Lenker: Oxygen 760 mm
Naben: Shimano XT
Felgen: Sun Ringlé Düroc, 40 mm
Laufradgröße: 27,5+
Reifen: Schwalbe Nobby Nic SS Evo 27,5+ x 2,8 "
Gewichtsverteilung: 46,2 % am Vorderrad/53,8 % am Hinterrad
Höhe des Schwerpunktes: 515 mm
Testurteil: Sehr gut (214 Punkte)

Geometrie

Reichweite und Motorleistung

Einsatzbereich und Sitzposition

Fazit

Stevens nutzt beim Stevens E-Sledge+ ES gekonnt die Vorteile des Shimano-Motors. Das Bike brilliert dank seiner Geometrie mit tiefem Schwerpunkt durch sein sehr agiles Fahrverhalten. Auch die bis ins Detail durchdachte Ausstattung überzeugt.

16.08.2017
Autor: Chris Pauls
© E-MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017