E-Mountainbike im Test

Testbericht: Merida E-One-Sixty 900 E (Modelljahr 2017)

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Merida E-One-Sixty 900 E
Merida baut mit dem Merida E-One-Sixty 900 E ein E-MTB fürs ganz Grobe. Fette Maxxis-Reifen, potentes Fahrwerk und brutale Bremsen machen es zum sichersten E-Enduro im Test. Dazu kommt der neue, leichte und dynamische Shimano-Motor. So sichert sich das Merida E-One-Sixty 900 E hauchdünn den Testsieg!
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Testurteil

Testsieger Testurteil überragend
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Merida setzte bei der Entwicklung seiner neuen E-MTBs auf den Shimano-Steps-E8000-Motor. Aus guten Gründen, denn der neue E-Motor ist nicht nur leicht, sondern erlaubt auch moderne Geometrien, ohne dabei alles auf den Kopf stellen zu müssen wie am Cannondale Moterra LT 1 mit voluminöserem Bosch-Motor.

Das Merida E-One-Sixty 900 E ist das leichteste E-Mountainbike im Test, kostet 5500 Euro und ist zudem eines der am besten ausgestatteten. Fox-36-Factory-Gabel, Fox-Float-X2-Dämpfer mit Piggy Bag, elektronische Shimano-XT-Di2-Schaltung, Shimano-Saint-Bremsen, fette Maxxis-Schlappen und breite DTSwiss-Laufräder usw. Was will man als E-Enduro-Fahrer mehr?

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Merida E-One-Sixty 900 E Fox-Dämpfer

Merida setzt auf einen Fox-Dämpfer mit Piggy Bag, der dem Hinterbau maximale Performance verleiht.

Im Grunde nur eins: 100 Prozent Fahrspaß. Und genau hier spaltete das Merida E-One-Sixty 900 E, das, wie der Name verrät, 160 mm Federweg bietet, die Meinungen der Tester. Denn Fahrspaß ist nicht immer gleich Fahrsicherheit.

Bei Letzterer ist das Merida E-One-Sixty 900 E ohne Frage die Nummer eins in diesem Test. Mit sehr hoher, agiler Front lässt sich das Merida E-One-Sixty 900 E über noch so grobes Gelände treffsicher manövrieren. Stoisch rollen die dicken Reifen über alles hinweg.

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Merida E-One-Sixty 900 E Vorbau

Kurz, kürzer, am kürzesten – der Stummelvorbau am Merida E-One-Sixty 900 E sorgt für ein agiles und direktes Handling.

Das Fahrwerk des E-MTBs frisst indes heißhungrig Brocken und Bröckchen auf. Auch bergauf ist das Merida E-One-Sixty 900 E sicher und zielstrebig. Doch im direkten Vergleich beim E-Enduro-Test bietet das Cannondale Moterra LT 1 (auch wegen der schmalen Reifen) mehr Esprit auf dem Trail.

Shimano- oder Bosch-Motor? Aktuell eine Philosophie-Frage. In einigen Punkten hat Shimano gerade leicht die Nase vorn. Der Motor ist leichter, in mittlerer Stufe dynamischer, und ab 25 km/h ist kein Widerstand spürbar.

Technische Daten des Test: Merida E-One-Sixty 900 E

Preis: 5499 Euro
Gesamtgewicht: 21,7 kg
Federgabel (Gewicht): 2619 g
Gewicht Laufräder: 4880 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L
Getestete Rahmenhöhe: L
Rahmenmaterial: Aluminium
Motor: Shimano Steps E8000
Akku: 500 Wh Li-Ion (36 V/14 Ah)
Federgabel: Fox Factory 36 Float
Federweg getestet: 160 mm
Federbein: Fox Float X2
Federweg getestet: 155 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 11: 34 Zähne vorne, 11–46 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT Di2
Schalthebel: Shimano XT Di2
Bremse: Shimano Saint
Bremsen-Disc vorne: 203 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Rock Shox Reverb Stealth (Vario, 150 mm)
Vorbau: Merida Expert 45 mm
Lenker: Merida Expert 760 mm
Naben: DT Swiss XM1501 Spline One, 40 mm
Laufradgröße: 27,5+
Reifen: Maxxis DHR 2 27,5+ x 2,8"
Gewichtsverteilung: 47,5 % am Vorderrad/52,5 % am Hinterrad
Höhe des Schwerpunktes: 521 mm
Testurteil: Überragend (226 Punkte)

Geometrie

Reichweite und Motorleistung

Einsatzbereich und Sitzposition

Fazit

Merida baut mit dem Merida E-One-Sixty 900 E ein E-MTB fürs ganz Grobe. Fette Maxxis-Reifen, potentes Fahrwerk und brutale Bremsen machen es zum sichersten E-Enduro im Test. Dazu kommt der neue, leichte und dynamische Shimano-Motor. So sichert sich das Merida E-One-Sixty 900 E hauchdünn den Testsieg!

16.08.2017
Autor: Chris Pauls
© E-MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017