E-Mountainbike im Test

Testbericht: Flyer Uproc 7 4.10 (Modelljahr 2017)

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Flyer Uproc 7 4.10
Flyer hat sich mit dem Flyer Uproc 7 4.10 ein besonderes E-MTB ausgedacht. Alles an diesem E-Enduro wirkt sehr hochwertig und durchdacht. Der Panasonic-Motor mit integriertem Zweigang-Getriebe ist extrem stark. Viel High-Tech in einem E-Mountainbike für 4700 Euro – Kauftipp für das Flyer Uproc 7 4.10!
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Sehr schwer, keine Vario-Stütze

Testurteil

Kauftipp Testurteil sehr gut
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Gemeinsam mit Panasonic entwickelte Flyer einen neuartigen Mittelmotor, der ein integriertes Zweigang-Getriebe bietet. Wir haben den Motor jetzt am Flyer Uproc 7 4.10 getestet. Geschaltet wird das Zweigang-Getriebe entweder über das – wie ein Schalthebel geformtes – Bedienteil oder per Automatik. Eine (ausschaltbare) kurze Vibration im Bedienteil ist inbegriffen. Dann nimmt hörbar ein Stellmotor den Gangwechsel am E-Mountainbike Flyer Uproc 7 4.10 vor.

Da sich die Übersetzung des Panasonic-Antriebs ungefähr so stark unterscheidet wie bei einer Rennrad-zweifach-Kurbel, schaltet das Getriebe nicht ständig hin und her. Die Automatik wählt für das E-MTB bergauf vorwiegend den ersten Gang, der, trotz nur einer 10-fach-Kassette (11–36), einen leichten Berggang bietet. In der Ebene oder bergab schaltet das Getriebe, zum Teil etwas zeitverzögert, in den zweiten Gang. Jetzt tritt man spürbar schwer.

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Flyer Uproc 7 4.10 Display

Das große Flyer-Display ist übersichtlich mit üppigen Ziffern. Über Untermenüs überwacht es zig Funktionen.

Der E-Motor selbst bietet die Unterstützungs-Modi Eco, Automatik, Standard und High. Empfehlenswert ist es auch hier, den Automatik-Gang zu wählen. Im High-Modus war uns der Schub des E-Antriebs auf dem E-Mountainbike oft zu stark, zumal er etwas nachschiebt.

Insgesamt präsentiert sich das Flyer Uproc 7 4.10 als sehr gutes E-Enduro mit moderner Geometrie und dadurch sicherem Handling, ohne dass die Wendigkeit leidet.

Foto: Axel Brunst E-MOUNTAINBIKE Flyer Uproc 7 4.10 Bedienelement

Das Bedienelement steuert das Zweiganggetriebe, die Unterstützungsmodi und die Untermenüs.

Bergab bietet das Rock-Shox-Fahrwerk mit 160 mm Hub viel Schluckfreude. Durchdachte Parts, wie die Magura-Bremse, sind mit von der Partie. Limitierend: die Schwalbe-Performance-Reifen, die fehlende Vario-Sattelstütze und das sehr hohe Gewicht.

Bergauf macht das Flyer Uproc 7 4.10 seinem Namen alle Ehre und zeigt sich als geübter Kletterer. Trotz kleinem Akku ist die Reichweite sehr gut, nur bergan fällt sie gering aus.

Technische Daten des Test: Flyer Uproc 7 4.10

Preis: 4699 Euro
Gesamtgewicht: 25,1 kg
Federgabel (Gewicht): 3330 g
Gewicht Laufräder: 4759 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L
Getestete Rahmenhöhe: L
Rahmenmaterial: Aluminium
Motor: Panasonic 2-Gang Multi Speed
Akku: 432 Wh Li-Ion (36 V/12 Ah)
Federgabel: Rock Shox Yari RC
Federweg getestet: 160 mm
Federbein: Rock Shox Monarch RT
Federweg getestet: 160 mm
Gänge und Übersetzung: 2 x 10: 29 Zähne vorne, 11–36 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano XT
Schalthebel: Shimano SLX
Bremse: Magura MT5
Bremsen-Disc vorne: 200 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Flyer (keine Vario)
Vorbau: Flyer 50 mm
Lenker: Flyer 780 mm
Naben: Sun Ringlé Düroc, 40 mm
Laufradgröße: 27,5 ''
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Perf. 27,5 x 2,8"
Gewichtsverteilung: 47,3 % am Vorderrad/52,7 % am Hinterrad
Höhe des Schwerpunktes: 529 mm
Testurteil: Sehr gut (204 Punkte)

Geometrie

Reichweite und Motorleistung

Einsatzbereich und Sitzposition

Fazit

Flyer hat sich mit dem Flyer Uproc 7 4.10 ein besonderes E-MTB ausgedacht. Alles wirkt sehr hochwertig und durchdacht. Der Panasonic-Motor mit integriertem Zweigang-Getriebe ist extrem stark. Viel High-Tech für 4700 Euro – Kauftipp!

16.08.2017
Autor: Chris Pauls
© E-MOUNTAINBIKE
Ausgabe /2017