E-Mountainbike im Test

Testbericht: Flyer Uproc 1 4.10 (Modelljahr 2017)

Foto: Daniel Geiger E-MountainBIKE Hardtails im Test

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Flyer schickt das günstigste Rad ins Rennen. Die moderne Geometrie und der Rahmen gefallen, und die Ausstattung ist fair. Weniger gelungen ist das Cockpit, das den Fahrkomfort spürbar verschlechtert.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • ... gestreckte Sitzposition
  • Geringe Reichweite

Testurteil

Testurteil gut
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Nicht alles, was aus der Schweiz kommt, muss zwingend teuer sein – das E-Hardtail Flyer Uproc 1 ist das günstigste E-Mountainbike in diesem Test. In dieser Preisklasse um 2500 Euro verzichten die meisten Hersteller aus Kostengründen auf den starken Bosch-CX-Motor, Flyer jedoch spart am Akku und verbaut im E-Hardtail Uproc 1 einen mit 400 Wattstunden, der 500er kann jedoch gegen 200 Euro Aufpreis geordert werden. Insgesamt ist das Flyer dem Preis entsprechend ausgestattet: SR-Suntour-Raidon-Federgabel, 10-fach-Schaltung Shimano SLX, Schwalbe-Reifen Nobby Nic Performance (nicht die teure Evo-TLE-Version) und Shimano-Deore-Scheibenbremsen in der Größe 180 mm vorne und hinten hauen nicht vom Hocker. Als Leckerli spendieren die Schweizer dem Uproc 1 komfortable Ergon-Griffe.

Blickt man aufs Cockpit des E-Mountainbikes, fällt einem sofort der sehr lange Vorbau auf. Dazu kommt eine nach hinten gekröpfte Sattelstütze, ein langes Oberrohr. Biker, die ein komfortables Touren-E-Bike suchen, wird diese gestreckte Sitzposition wenig begeistern. E-MTBs profitieren besonders von breiten Lenkern (ab 720 mm), da sie es ermöglichen, das Rad mit weniger Krafteinsatz zu manövrieren – im Flyer Uproc 1 ist er nur 680 mm schmal. Schade, denn die Geometrie des hochwertig verarbeiteten Flyer-Rahmens fällt modern aus, und das kurze Heck macht das Bike zum flinken Trailbike. Die 27,5"-Laufräder mit 2,35 Zoll breiten Reifen sind aber an einem E-Hardtail eher unkomfortabel, 27,5+ und 29 Zoll brächten mehr Komfort. Das vergleichsweise leichte Flyer Uproc 1 ist deshalb eher etwas für Biker, die es sportlich statt komfortabel lieben.

Technische Daten des Test: Flyer Uproc 1 4.10

Preis: 2499 Euro
Gesamtgewicht: * 20,3 kg
Rahmengewicht: 2499 g
Federgabel (Gewicht): 4491 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: S, M, L, XL
Größe des getesteten Produkts: M
Rahmenmaterial: Aluminium
Motor: Bosch Performance Line CX
Akku: 400 Wh Li-Ion (36 V/13,4 Ah)
Federgabel: SR Suntour Raidon
Federweg getestet: 100 mm
Gänge und Übersetzung: 1 x 10: 16 Zähne vorne, 11–36 Zähne hinten
Schaltwerk: Shimano SLX
Schalthebel: Shimano SLX
Bremse: Shimano Deore
Bremsen-Disc vorne: 180 mm
Bremsen-Disc hinten: 180 mm
Sattelstütze: Flyer
Vorbau: Flyer 100 mm
Lenker: Flyer 680 mm
Naben: DT Swiss E 1900 Spline
Felgen: DT Swiss M 1900 Spline
Reifen: Schwalbe Nobby Nic Evo TLE 27,5" x 2,35"
Gewichtsverteilung: 49 % am Vorderrad/51 % am Hinterrad
Höhe des Schwerpunktes: 516 mm
Testurteil: Gut

* Gewicht komplett/Rahmen inkl. Dämpfer/Gabel/Laufräder

Geometrie

Messwerte

Charakter

Fazit

Flyer schickt das günstigste Rad ins Rennen. Die moderne Geometrie und der Rahmen gefallen, und die Ausstattung ist fair. Weniger gelungen ist das Cockpit, das den Fahrkomfort spürbar verschlechtert.

02.12.2017
Autor: Chris Pauls
© E-MOUNTAINBIKE