Mountainbikes im Test: 14 Tourenfullys um 3.000 Euro (Modelljahr 2016)

Das Testprozedere beim Tourenfully-Test

Neue Punktetabelle, neuer Profiler, aber eins ist geblieben: der beispiellose Aufwand, den MountainBIKE bei jedem Biketest betreibt – in Praxis und Labor. Hier erklären wir das Testprozedere.
Zu den getesteten Produkten

Auswahl: Vor jedem Test sucht die Redaktion in langen Diskussionen die Testbikes aus. Kriterien sind etwa der Preis oder der Einsatzbereich – Ziel ist ein homogenes, faires Testfeld.

Die Bikes werden bei den Herstellern angefordert, müssen zwei Monate bei MountainBIKE bleiben, ehe sie retourniert werden. 17 Hersteller wurden angefragt, Absagen gab’s von KTM (KTM Lycan 27 Elite), Haibike (Haibike Q.XC 7.20) und Ghost (Ghost SL AMR LC 6) – alle drei Bikes seien nicht verfügbar.

Praxistest: Jeder Biketest wird von einem Testleiter und drei weiteren erfahrenen Testfahrern/Redakteuren durchgeführt. Auf einem zur Kategorie passenden, selektiven Rundkurs wird jedes Rad von jedem Tester mindestens einmal gefahren.

Danach notieren die Fahrer ihre subjektiven Noten und Eindrücke in acht Bereichen – etwa in Sachen Vortriebseffizienz, Downhill-Eignung oder Fahrspaß. Nach Ende des Praxistests werden alle Testbikes besprochen und die jeweiligen Noten auf ungewöhnliche Abweichungen hin überprüft.

Den Tourenfully-Test führte MountainBIKE im Schwarzwald bei Pforzheim sowie auf der hauseigenen Teststrecke durch.

Labortest: Alle Bikes werden gewogen und danach in ihre Einzelteile zerlegt. Die Rahmen werden einzeln gewogen (wie die Federgabeln und die Laufrad-Reifen-Kombis) und danach vermessen. Das heißt: Alle Gewichte sowie die Daten in den Geometrie-Skizzen sind keine Herstellerangaben, sondern ausschließlich von MountainBIKE ermittelt.

Die Ausstattung wird notiert und ebenfalls mit den Herstellerangaben verglichen. Anschließend werden auf Prüfständen des renommierten EFBE-Instituts die Steifigkeiten der Bikes gemessen. Diese fließen natürlich wie die Gewichte und die Ausstattung in die Bewertung der Bikes ein.

07.01.2016
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 01/2016