Mountainbiken in Davos und Klosters – Infos, MTB-Tourentipps, GPS-Daten

Alle Infos zum MTB-Spot Davos/Klosters

MountainBIKE Davos Klosters im Frühsommer auf dem Trail
Foto: Martin Bissig
800 Kilometer Singletrails, 10 000 Höhenmeter Trailspaß an einem Tag – die Region Davos Klosters zählt alpenweit zu den Traumspots für Biker.

„Wow! Was für ein Ausblick!“ Michi kriegt sich kaum noch ein. Tief unten glitzert tiefblau der Davosersee. Die Häuser der höchstgelegenen Stadt der Alpen wirken von hier wie Miniaturen einer Modelleisenbahnlandschaft. Steinig schlängelt sich der Panorama-Trail vom Strelapass über die Parsennhütte zum Gotschnagrat. Wow!

Mit über 800 Kilometer Singletrails zählen Davos Klosters und das Prättigau zu Graubündens attraktivsten Bike-Destinationen.

Knifflige Abfahrten sind ebenso dabei wie flowige Genusspassagen. Und damit man möglichst viele dieser Traum-Trails auch wirklich genießen kann, lassen sich so manche Uphills mit Liften verkürzen. Sechs Sommerbergbahnen bieten willkommene Verschnaufpausen, bevor es zum nächsten Singletrail-Ritt geht. Und das Beste: Biker, die in einem Bikehotel in Davos oder Klosters übernachten, fahren samt Bike kostenlos nach oben.

Absolutes Highlight für Höhenmeter-Fresser ist die „Bahnentour“. Die Fakten: 10 000 Höhenmeter Abfahrt, acht Bahntransporte, 90 Prozent Singletrails. Was schon auf dem Papier überzeugt, wird in der Realität zum unvergesslichen Abfahrtserlebnis. Gekurbelt werden darf dabei aber auch noch. Denn immerhin 635 Höhenmeter sind bei der Bahnentour im Uphill-Modus zu bewältigen. Wer das Ganze vor Betriebsschluss der Bergbahnen an einem Tag schaffen will, darf nicht trödeln, muss den vorgegebenen Zeitplan genau einhalten und sollte topfit sein.

Besser genießen lassen sich die Abfahrten und Traumblicke, wenn man sich für das Enduro-Highlight zwei Tage Zeit nimmt.

Der Senn an der Hauderalp drückt Michi ein Glas frische Milch in die Hand. Genau die richtige Stärkung nach dem kniffligen Höhenweg von der Rinerhornbahn hierher. Auch wer wie Michi gerne aus eigener Kraft die Berg- und Almenlandschaft mit saftig grünen Alpweiden, wuchtigen Bergmassiven und einsamen Seitentälern erklimmt, wird die Region Davos Klosters am Ende mit großartigen Erinnerungen verlassen.

Weiter geht’s! Der nächste Abschnitt der Panoramatour schlängelt sich bergab nach Monstein. In dem urigen Walserdörfchen warten zwei Gartenwirtschaften, ehe es im Talgrund zurück nach Davos geht.

Trails im Prättigau und die Freeride-Piste von Gotschna

Singletrails und Panorama pur bieten auch die Biketrails im Prättigau mit Start in Klosters. Tom, der sich schon mehrmals beim Swiss-Bike-Masters mit seinen Kumpels gematcht hat, freut sich darauf, die 140 Kilometer mit schier endlosen Sahnetrails mal ohne Leistungsdruck und Blick auf die Uhr in Angriff zu nehmen. Für den Panorama-Ride hat er sich mit seinen Freunden drei Tage Zeit genommen.

Höhepunkt ist die Übernachtung auf der Carschinahütte. Die Abendsonne taucht die Kalkmassive rund um die Steinhütte auf 2236 Meter in ein unwirkliches Orangerot. Doch es geht noch besser. Am nächsten Morgen wartet vor der imposanten Kulisse ein Königstrail. Flowige Abschnitte wechseln mit anspruchsvollen Wegstücken, ehe eine herrliche Passage auf einem der längsten Singletrails der Alpen fast ins Biker-Nirwana hineinführt.

Noch mehr Adrenalin? Die Gotschna-Freeride-Piste ist die sicher spektakulärste Art, die Strecke vom Gotschnaboden nach Klosters zu bewältigen. Die knapp sechs Kilometer mit 590 Höhenmetern Abfahrt sind gespickt mit 50 Steilwandkurven und 30 Tables. Vorbild der Streckenbauer war die legendäre „A-Line“ im kanadischen Whistler. Wer dafür noch ein bisschen üben möchte, der findet im Bikepark Davos Färich das passende Gelände. Für noch mehr Wow-Momente in Davos Klosters!

23.10.2014
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 5/2015