24 MTB-Laufräder für Race, Tour/All-Mountain und Enduro im Test

Test: 10 MTB-Laufräder für Tour/All-Mountain

Von vortriebseffizienten Touren bis zu anspruchsvollen Trail-Einsätzen: MountainBIKE hat zehn Laufräder für Touren- und All-Mountain-Einsätze getestet.
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Fotostrecke: 24 MTB-Laufräder für Race, Tour/All-Mountain und Enduro im Test

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BOR 1266 XM Black Tusk Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE Laufräder DT Swiss XRC 1150 Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE Laufräder Easton EC90 XC Foto: Benjamin Hahn

Tour und All-Mountain sind zusammen die größte und wichtigste Bike-Kategorie. Einen dementsprechend breiten Einsatzbereich müssen deshalb auch die zuge­hörigen Laufräder bieten. Tourer und All-Mountain-Piloten wollen einerseits schnell vorankommen, benötigen andererseits aber auch ausreichend stabile Rundlinge für anspruchsvolle Trail-Abfahrten.

Eine scharfe Abgrenzung zu den leichten Cross-Country-Laufrädern, aber auch zu den robusten Enduro-Modellen lässt sich dabei nicht immer ziehen. Bontrager RXL sowie ­Acros A-Wheel machen auch im Renneinsatz eine gute Figur, während Sunringle Charger und Easton Haven auch gelegentliche Enduro-Einsätze verkraften. Die für Ihre Ansprüche optimale Modellauswahl bedarf also weiterer Selektionen.

Die Felgenbreite sollte etwa zur bevorzugten Reifenbreite passen. Vortriebsorientierte Tourer fahren häufig mit Reifen bis zu 2,25" Breite und sind mit leichteren, schmaleren Felgen mit einer Innenabmessung von 19 Millimetern meist gut bedient. Wer breitere Bereifung für anspruchsvolle Trails oder mehr Komfort bevorzugt, verwendet besser Felgen mit Maulweiten von 21 Millimetern und mehr. Breitere Felgen halten breite Pneus auch mit weniger Luftdruck sicher im Felgenbett.

Fotostrecke: In zehn Schritten zum perfekt zentrierten Laufrad

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Laufrad zentrieren - Reifen abziehen Foto: Benjamin Hahn
Laufrad zentrieren - Kabelbinder befestigen Foto: Benjamin Hahn
Laufrad zentrieren - Schlag lokalisieren Foto: Benjamin Hahn

Steckachsen mit 15 Millimetern Durchmesser gelten im Tourenbereich mittlerweile als Standard am Vorderrad. Sie bringen im Vergleich zum klassischen Schnellspanner mehr Stabilität sowie Präzision und lassen sich häufig ergonomischer bedienen. An Hinterrädern von mittel- bis hochpreisigen Bikes setzt sich zudem der Standard 12 x 142 Millimeter immer mehr durch.

Wer einen Laufradsatz nachrüstet, muss sich jedoch an den Ausfallenden von Gabel und Rahmen orientieren und findet dort häufig andere Standards vor, etwa Schnellspanner oder Hinterradnaben für 12 x 135-Millimeter-Achsen. Welche Nabenoptionen die jeweiligen Hersteller bieten, finden Sie in den Testbriefen. Im Touren- und All-Mountain-Bereich spielt das Gewicht nach wie vor eine zen­trale Rolle, der Gipfelsturm soll schließlich nicht zur Quälerei ausarten.

Wie schwer darf also ein Laufradsatz in diesen Kategorien sein? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab, etwa vom bevorzugten Einsatzgebiet. Tendiert die Laufrad-konstruktion Richtung Race oder eher Richtung Enduro? Beachten Sie dabei auch die vom Hersteller vorgegebenen oder empfohlenen Obergrenzen für das Fahrergewicht. In der Regel lässt auch ein niedrigerer Preis den Speckgürtel wachsen. Im Testfeld liegt die Gewichtsspanne der Laufradsätze zwischen schlanken 1523 und vollschlanken 1896 Gramm.

Mehr als 2000 Gramm sollte allerdings kein Touren- oder AM-Laufrad auf die Waage bringen, sonst bricht mit der Zeit selbst der stärkste Uphill-Wille. Wer auch die getesteten hochpreisigen Alu-Laufräder noch als übergewichtig betrachtet, kann zu Modellen mit Carbon-Felge greifen, allerdings zu empfindlich höheren Preisen.

Der Twentyniner-Boom drängt mittlerweile auch in Kategorien mit mehr als 100 Millimeter Federweg vor, und auch die neue Zwischengröße 27,5 Zoll (650B) steht bereits vor der Tür. Die vorgestellten Laufräder stehen deshalb in den meisten Fällen als 26- wie auch als 29-Zoll-Variante zur Verfügung. DT Swiss stellt in der Modellreihe Spline bereits eine 650B-Version zur Auswahl.



13.11.2012
Autor: Rainer Sebal
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 10/2012