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Test: 23 Scheibenbremsen im Vergleich
So testet MountainBIKE Scheibenbremsen
Scheibenbremsen testet MB mit feinster Messtechnik und standardisierten Fahrprüfungen. Nicht im Labor, sondern direkt auf dem Trail. Zu den getesteten Produkten
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Aussagekräftige und reproduzierbare Messwerte sind für jeden MB-Test so unabdingbar wie eine ausgiebige Praxiserprobung.
Beim Scheibenbremsentest ermittelt MB sämtliche Messwerte direkt beim Fahren – nicht auf dem Prüfstand. Unterstützt wurde das Testteam – wie bereits in den Jahren zuvor – von den Messtechnikexperten von 2D-Datarecording um Dirk Debus (www.2d-datarecording.com). Stabile Wetterbedingungen und anspruchsvolles Terrain fand die Testcrew im Südtiroler Vinschgau. Die Messfahrten absolvierte MB-Fahrtechnik-Experte Manfred Stromberg auf einem aufwendig präparierten Mess-Bike.
Um maximale Bremskräfte übertragen zu können, fand dieser Teil des Tests auf einer Asphaltstrecke mit konstantem Gefälle statt. Nach dem standardisierten Einbremsen der Beläge bringt Stromberg das Bike aus einer Geschwindigkeit von 40 km/h bis zum Stillstand – pro Messfahrt rund 25 Mal.
Das Messequipment erfasst dabei alle relevanten Parameter: Ein Präzisionsgeschwindigkeitsmesser dient zur Berechnung des Bremswegs. Ein Hochleistungs-GPS bestimmt die genaue Position des Fahrers zu jedem Zeitpunkt der Messung – wichtig für die spätere Zuordnung der jeweils befahrenen Streckenabschnitte.
Die Bremsverzögerung misst ein am Rahmen befestigter Beschleunigungssensor. Auch eventuell auftretendes Fading lässt sich damit aufdecken. Erstmals zum Einsatz kam ein Seilzugsensor, der den benötigten Hebelweg erfasst. Wandert der Druckpunkt, zeigt sich das in der Auswertung. Ein Temperaturmessfühler direkt am Belag zeichnet Temperaturverläufe auf und lässt neben der Maximaltemperatur erkennen, wie schnell die Beläge zwischen den Bremsungen abkühlen.
Der zweite Teil des Tests erfolgte auf dem Trail: 35.000 Hm Abfahrt in anspruchsvollem Gelände. Jeder Tester absolvierte die Abfahrt mit jeder Bremse und Scheibengröße mindestens einmal. Bremskraft, Dosierbarkeit, Standfestigkeit, Ergonomie – Kriterien, die jeder Tester unabhängig bewertet und in einem Testprotokoll festhält.
Messergebnisse werden per 2D-Software ausgewertet. Spezielle Algorithmen erlauben die Berechnung von Vergleichswerten, die mit den Ergebnissen der subjektiven Fahreindrücke abgeglichen werden und eine detaillierte Beurteilung jeder Bremse ermöglichen.
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