MTB-Bremse kaufen - 11 Scheibenbremsen für Mountainbiker im Test (2015)

So testet MountainBIKE die Scheibenbremsen

Objektive Laborwerte, anspruchsvolle Trails, erfahrene Testfahrer – aus diesen Zutaten entsteht der aussagekräftigste Bremsentest aller Zeiten.
Zu den getesteten Produkten

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Fotostrecke: 11 MTB-Scheibenbremsen im Test

11 Bilder
MountainBIKE Bremsen Formula CR3 Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE Bremsen Hayes Radar Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE Bremsen Shimano Deore (M615) Foto: Benjamin Hahn

 

MountainBIKE Bremsen - So testet MountainBIKE
Foto: Dominik Kiss Diplomingenieur (FH) Markus Eckelt (rechts) und Magister Alexander Dienst prüften am Technikum Wien im Institut für Sportgerätetechnik alle elf Bremsen auf Standfestigkeit sowie Bremsleistung bei Nässe und Trockenheit.

Nur aufwendige Praxis- und Labortests ermöglichen eine aussagekräftige Beurteilung von Scheibenbremsen. Den Praxistest führte die erfahrene Testcrew auf den anspruchsvollen Trails in Latsch, Südtirol, durch.

Wie sich die Bremsen jeweils mit 180-mm-Scheibengröße verhalten, das deckten lange Steilstücke, Speedpassagen und enge Serpentinen auf. Neben Bremspower und Standfestigkeit standen auch die Hebelergonomie sowie die Dosierbarkeit im Fokus.

 

MountainBIKE Bremsen - So testet MountainBIKE
Foto: Manfred Stromberg Schrauben, testen, messen: Praxis- und Labortests nehmen enorm viel Zeit in Anspruch.

Parallel zum Praxistest absolvierten die Stopper im Labor des Studiengangs Sports Equipment Technology am Technikum Wien eine Reihe verschiedener Messungen. Die objektiven Ergebnisse ermöglichen zuverlässige Aussagen über Bremskraft und Standfestigkeit jedes Modells mit 180-mm-Scheibe.

Zur Ermittlung der Bremsleistung dreht ein starker Motor die montierte Bremsscheibe mit konstanter Drehzahl, während ein Pneumatikzylinder den Bremshebel mit einer Kraft von bis zu 80 Newton betätigt. Eine hochpräzise Kraftmesszelle misst dabei das entstehende Bremsmoment.

Die Messungen erfolgen mit eingebremsten Belägen und immer mehrmals bei gleicher Starttemperatur. Damit lassen sich die Hebelkraft und Bremsleistung in Diagrammform darstellen, woraus sich etwa die maximale Bremskraft ablesen lässt. Das gleiche Prozedere erfolgte auch mit konstant benässter Bremsscheibe, um das Nassbremsverhalten zu eruieren.

 

MountainBIKE Bremsen - So testet MountainBIKE
Foto: Dominik Kiss Der Labortest liefert exakte Ergebnisse.

Zur Ermittlung der Standfestigkeit müssen die Bremsenmodelle Bremszyklen in Serie mit definierter Bremskraft absolvieren. Ein Mikroprozessor regelt dabei die Handkraft, sodass die Bremskraft an den Belägen immer gleich bleibt. Nur so lassen sich die Messwerte vergleichen. Übersteigt die notwendige Hebelkraft ein bestimmtes Maß aufgrund von Fading, stoppt die Messung.

Die Anzahl der absolvierten Bremszyklen lässt Rückschlüsse auf die Standfestigkeit zu. Zusätzlich misst ein Linearsensor die Hebelposition und deckt Hebelwanderung durch Fading auf. Zu guter Letzt nahm MountainBIKE noch alle Gewichte der Bremsen auf. Die Gewichtung der Kriterien finden Sie in den Testbriefen.


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26.03.2015
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 3/2015