MTB-Reifen im Test – 6 Kombis für Touren-Mountainbiker und 6 für Racer

So testet MountainBIKE die Reifen

Die Reifenkombis mussten aufwendige Labortests, tagelange Vergleichsfahrten bei Nässe und Trockenheit sowie akribische Messfahrten mit 2D-Datarecording über sich ergehen lassen.

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Zuerst fuhr MountainBIKE mit den zwölf Reifenkombinationen in die Labore von Continental und Schwalbe, um unter Aufsicht Rollwiderstandsmessung, Durchschlag- und Durchstichtest durchzuführen. Auf dem Rollwiderstandsprüfstand werden die Reifen von einer Rolle mit konstanter Geschwindigkeit angetrieben und die dafür benötigte Leistung gemessen.

Beim Durchschlagtest saust ein Fallbeil aus zunehmend höherer Position auf den Reifen – so lange, bis der Normschlauch platzt. Der Durchstich wird mit einem speziellen Dorn gemessen, der durch die Lauffläche sticht. Je mehr Energie der Dorn benötigt, umso besser ist der Durchstichschutz. Durchstich- und Durchschlag sind in den Testbriefen als Pannenschutz angegeben.

Im aufwendigen Praxistest ermittelt MountainBIKE das Fahrverhalten jeder einzelnen Reifenkombi. Auf einer selektiven Strecke vergleichen die Tester Kurven-, Brems- und Vortriebsgrip sowie die Fähigkeit der Selbstreinigung. Um den Gripwerten buchstäblich auf den Grund zu gehen, nutzt MountainBIKE Datarecording-Technik von 2D.

Unter konstanten Bedingungen stürzte sich Enduro-Experte Jens Kraft mit jeder Reifenkombi in eine definierte Kurve auf trockenem Untergrund. Je höher die Geschwindigkeit bei gleichzeitig sicherer Kurvenlage, desto besser der Kurvengrip des Reifens. Diese Ergebnisse fließen in den Bewertungspunkt „Grip trocken“ ein. „Grip nass“ ergibt sich lediglich aus der subjektiven Beurteilung der Tester.


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01.04.2014
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 03/2014