Neun 29"-Federgabeln für Touren-Mountainbikes im Test (2014)

Test: Neun MTB-Federgabeln mit Federwegen um 120 Millimeter


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Test Federgabeln
Foto: Benjamin Hahn

 

DT Swiss OPM ODL NCS 120
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MountainBIKE DT Swiss OPM ODL NCS 120 Hebel
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MountainBIKE Formula Thirty Three
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MountainBIKE Formula Thirty Three Remote-Hebel
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Sie wollen noch mehr Spaß mit Ihrem MTB? Dann sollten Sie umrüsten. Die neue, innovative Gabelgeneration mit 120 mm Federweg ist steifer, komfortabler und schluckfreudiger denn je. In diesem Test: MTB-Gabeln, die echt hart im Nehmen sind.
Zu den getesteten Produkten

Beginnen wir ausnahmsweise mit dem eigentlichen Fazit dieses Tests: So komfortabel, so präzise wie mit den brandneuen Cross-Country- und Touren-Federgabeln ist die MountainBIKE-Crew noch nie über den Trail gesaust!

Es tut sich also einiges auf dem zuletzt wenig aufregenden Federgbabel-Markt – und das liegt nicht nur an der neuen Upside-down-Gabel von Rock Shox (RS-1), welche die MTB-Welt buchstäblich auf den Kopf stellt. Auch Newcomer wie Formula oder preiswerte Alternativen aus Fernost (X-Fusion,SR Suntour) sorgen für frischen Wind. Allerhöchste Zeit also, die neuen Softies für Tourenbiker zu prüfen. Und Zeit für Sie, an ein Upgrade an der Front zu denken.

MountainBIKE wählte für diesen Test Gabeln für das 29"-Laufradmaß, da diese mit rund 60 Prozent Marktanteil im 100/120-mm-Segment führend sind. Aber: Bis auf die besagte RS-1 sowie die X-Fusion sind die Weichmacher auch in 26" und 27,5" erhältlich, zudem zumeist auch mit nur 100 mm oder sogar 80 mm Hub. Und die Erfahrung von MountainBIKE zeigt: Eine Federgabel, die mit 120 mm top performt, wird dies auch als 100-mm-Version tun.

Im Test: Neun Gabeln von günstig bis (sehr) teuer

Die Preisspanne in diesem Test ist immens. So setzt die RS-1 mit sündhaften 1658 Euro erneut Maßstäbe. Achtung Nachrüster: Die RS-1 benötigt einen breiteren Achsstandard, das ist mit weiteren Zusatzkosten verbunden. Rock Shox bietet mit der Reba RL für 522 Euro aber auch eine preisattraktive Alternative.

Altbewährtes kommt von Fox, die Amis schicken für 899 Euro eine 32 CTD in edler Factory-Ausstattung ins Rennen. DT Swiss ist mit der brandneuen OPM am Start, die ab August für 859 Euro zu haben sein wird. Altmeister Marzocchi tritt mit der 320 LTC Carbon für 999 Euro, Neuling Formula mit der Thirty Three (951 Euro) an. Die schwäbische Traditionsmarke Magura zündet ein technisches Feuerwerk mit elektronischer Lockout-Steuerung für 999 Euro.

Asiatischer Herkunft sind X-Fusion und SR Suntour, denen (meist zu Unrecht) ein Billig-Image anhaftet – beide Firmen betreiben eigene High-Tech-Werke, in denen auch die ein oder andere „Nobelmarke“ Teile ihrer Gabeln fertigen lässt. Das rückt die Trace von X-Fusion für 596 Euro und die SR Suntour Axon-Werx mit schickem Carbon-Casting für 799 Euro gleich in ein anderes Licht.

Der Test erfolgte auf einer selektiven Teststrecke, auf der jede Gabel nach peniblem Setup den gleichen Bedingungen ausgesetzt war. Ob Steilabfahrten, Uphills, Rüttelpisten, Drops oder Sprünge, die Tester brachten die Gabeln ans Limit.

Nach fast einer Woche Testen und Schrauben gingen die Gabeln ins MountainBIKE-Labor. Hier wurden die Kennlinien samt Maximalhub gemessen, die Gewichte genommen und aufwendige Messungen betrieben, um Seiten-, Brems- sowie Torsionssteifigkeit der Gabeln zu ermitteln. Am Ende errechnete MountainBIKE über einen komplexen Notenschlüssel das Endergebnis.


06.10.2014
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 09/2014