MTB-Matschreifen: Neun Modelle im Test (2014)

Neun Matschreifen für Mountainbikes im Test


Zur Fotostrecke (9 Bilder)

Test MTB-Matschreifen
Foto: Benjamin Hahn

 

Maxxis Wetscream 2,5“
Foto: Benjamin Hahn

 

MountainBIKE Onza Greina 2,4"
Foto: Benjamin Hahn

 

MountainBIKE Specialized Storm Control 2Bliss 2,0"
Foto: Benjamin Hahn

 

MountainBIKE WTB Warden 2,3"
Foto: Benjamin Hahn
MTB-Matschreifen graben sich mit ihren extralangen Stollen durch den Modder. MountainBIKE hat neun Modelle getestet.
Zu den getesteten Produkten

Wer auch auf tief verschlammten Trails die volle Kontrolle über sein Mountainbike behalten will, benötigt eine gute Körperbeherrschung – und Matschreifen! Diese Spezialreifen bohren und wühlen sich mit spitzen, langen Stollen durch tiefsten Morast und sorgen so für wirklich kaum zu glaubende Traktion und Seitenhalt.

In der Theorie gilt: Je schmäler der MTB-Reifen, desto besser. Dünne Reifen schwimmen nicht auf und finden so auch im extrem tiefen Boden immer wieder eine „Angriffsfläche“. Bei Mischbedingungen bieten die Schmalen aber spürbar weniger Komfort und Fahrperformance, so die Praxis.

Generell fahren sich viele Matschreifen wegen der langen Stollen „holprig“ und weisen meist einen hohen Rollwiderstand auf. Oft reicht es daher, nur am Vorderrad einen Matschexperten zu montieren. Denn: Ein durchdrehendes Hinterrad ist rasch wieder kontrolliert, ein wegrutschendes Vorderrad führt jedoch schnell zum Sturz.

MountainBIKE unterteilte die Reifen in zwei Testfelder

In der Kategorie Enduro (26") befinden sich vier grobe Matschreifen, die sogar für Downhiller in Frage kommen. Maximaler Grip dank langer und weicher Gumminoppen, hoher Pannenschutz und nominelle Breiten bis zu 2,5" sollen Biker ansprechen, denen geringes Gewicht weniger wichtig ist als ultimative Traktion. Preislich liegen diese High-Performance-Reifen zwischen 50 und 55 Euro.

Für Touren- und Cross-Country-Fans ist das Testfeld der 29er (teils in 26" und 27,5" erhältlich) gedacht. Die fünf Testreifen fallen mit Breiten von 1,8" bis 2,0" schmal aus – und sind auch deutlich leichter als die Enduro-Pneus. Klar steht auch hier der Nassgrip im Fokus, aber die leichten Reifen bieten teils sogar erträglichen Rollwiderstand, machen so auch bei Fahrten im Trockenen Spaß. Ständiges Ummontieren ist somit meist überflüssig.

Alle Reifen wurden von der MountainBIKE-Crew bei Matsch und Modder getestet und in den Laboren von Continental und Schwalbe auf Pannensicherheit und Rollwiderstand geprüft. Bei extremen Bedingungen empfehlen sich die Testsieger Specialized Storm DH (26") und Mud King von Continental (29"). Als etwas zahmere, breitbandigere Herbst/Winter-Allrounder überzeugen die Reifen von Onza (26"), Maxxis und Schwalbe (beide 29").


05.12.2014
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 11/2014