Sieben MTB-Federgabeln für Enduro-Mountainbikes im Test

Die Kennlinien im Detail

Um die Eigenarten von Federgabeln zu ermitteln, braucht es einen speziellen Prüfstand zum Auslesen der Federcharakteristik. Deshalb vermisst MountainBIKE sämtliche Testgabeln im hauseigenen Labor.
Zu den getesteten Produkten

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Fotostrecke: Sieben MTB-Federgabeln für den Enduro-Einsatz im Test

7 Bilder
Formula Thirtyfive 27,5 Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE Fox 36 Float 27,5 160 Fit RC2 Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE Manitou Mattoc Pro Foto: Benjamin Hahn

 

MountainBIKE Kennlinien einer Federgabel auf dem Prüfstand
Foto: MountainBIKE Beide Kennlinien stammen von der Rock Shox Pike. Die blaue ist mit reduziertem Luftvolumen gemessen. Die Gabel benötigt so zum Ende hin mehr Kraft, um den Hub zu nutzen.

Dabei drückt ein Pneumatikzylinder gegen die Gabel in Einfederrichtung. Die Kraft wird via Kraftmessdose aufgezeichnet, der genutzte Federweg notiert. Daraus ergibt sich ein Diagramm, wie Sie es rechts sehen.

Zur Erklärung: Im linken Rand des Diagramms (s. rechts) steht die Kraft in Newton, unten sehen Sie den Hub in Millimeter. Anhand des Linienverlaufs lässt sich nun ablesen, wie sich die Luftfedercharakteristik der Gabel verhält. Wichtig: Die Messung berücksichtigt keinen Highspeed-Dämpfungseinfluss. Dennoch: Beide Kennlinien, die sie sehen, sind von einer Rock Shox Pike.

 

MountainBIKE Enduro-Gabel unter Belastung
Foto: Manfred Stromberg Eine Federgabel muss im vollen Einsatz einiges wegstecken können.

Die obere wurde mit einem reduziertem Luftvolumen (2 Token) gemessen, die untere ohne den Einsatz der Bausteine (siehe auch Testbericht-Detail Rock Shox Pike RCT 3). Der Effekt ist deutlich erkennbar. Die Kurve verläuft bei gleichem Luftdruck mit zwei Token steiler, die Gabel bietet so eine sogenannte erhöhte Endprogression. Das lässt die Rock Shox Pike RCT 3 im harten Einsatz weniger tief einsacken – Überschlagsgefühle können minimiert werden.


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15.04.2015
Autor: Chris Pauls
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 4/2015