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Test: 23 Scheibenbremsen im Vergleich
Das Testfeld: So schnitten die Bremsen ab
Das Testfeld bildet die komplette Vielfalt des Marktes ab: von supergünstig bis teuer reicht das Spektrum, Race-orientierte Leichtgewichte sind ebenso vertreten wie Downhill-geeignete Wurfanker. Zu den getesteten Produkten
Testfahrer Thomas Schmitt gibt Gummi: hoher Reifenverschleiß durch einwöchiges Dauerbremsen.
Foto: Manfred Stromberg
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Erfreulich: Einen Komplettausfall gab es bei keiner der 23 getesteten Bremsen zu verzeichnen. Frei von Schwächen war dagegen fast keiner der Probanden.
Die mit Spannung erwartete und mit vielen Vorschusslorbeeren versehene „The One“ von Formula zeigte mächtig Biss und glänzte mit ergonomischen Hebeln. Allerdings sank die brachiale Anfangskraft bei länger andauernden Bremsungen leicht ab und forderte etwas Geschick bei der Dosierung. Dennoch: Eine absolute Top-Bremse!
Kräftig abgespeckt, präsentierte sich die aktuelle Avid Code 60 Gramm leichter als noch im Vorjahr. Schwächen? Keine. Überragende Standfestigkeit und gut dosierbare Bremskraft empfehlen den Stopper nicht nur für Freerider und Downhiller. So sehen Testsieger aus!
Die kleine Schwester Juicy Ultimate spielte ebenfalls auf hohem Niveau und begeisterte die Tester mit erstklassiger Dosierbarkeit. Die breiten Hebel verteilen den Druck am Finger optimal und erlauben auf langen Abfahrten entspanntes Bremsen. Geringes Gewicht und ausreichend hohe Bremspower eröffnen dem Stopper ein breites Einsatzspektrum.
Hayes‘ neue Stroker Trail erregte durch ihre außergewöhnliche Bauform bereits bei der ersten Präsentation Aufsehen. Der Radialkolben darf sich mit Fug und Recht auch Radikalkolben nennen – die Bremse lieferte enorme Verzögerungswerte! Allerdings war die Stroker nicht frei von Fading. Der relativ harte Druckpunkt geht etwas zu Lasten der Dosierbarkeit.
Große Erwartungen weckt die neue Shimano XT. Zu Recht. Das komplett überarbeitete Modell machte im Test eine gute Figur. Spitzenwerte in Einzeldisziplinen sucht man vergebens, echte Schwächen alledings auch. In der Summe ergibt das eine gutmütige, überaus harmonische Bremse. Der Einsteigerstopper Shimano Deore zeigt den Einfluss der Disc-Größe besonders eindrucksvoll: Der Bremsweg verringerte sich im Test von 30 Meter mit der 160-mm-Scheibe auf 19,5 Meter mit der 203-mm-Variante. Bei Scheibenbremsen bitte nie vergessen: Es kommt doch auf die Größe an!
Besonders stylish präsentiert sich die superleiche Hope Mono Mini Pro. Maximal mit 160-mm-Discs lieferbar, bietet der englische Stopper gute Werte bei Verzögerung und Standfestigkeit.
Die neue Louise BAT von Magura zeigte zu Beginn der Messungen ungewöhnlich schwache Bremswerte. Erst bei der Nachmessung mit neuen Bremsen – und neuen Belägen – erreichte die Bremskraft das gewohnt hohe Niveau. Die vorbildliche Dosierbarkeit der ersten Serie fiel im zweiten Anlauf etwas ab. Bei einer Hinterradbremse gab‘s Probleme mit dem Druckpunkt. Serienstreuung? Eine fehlerhafte Charge von Belägen? Vieles spricht dafür, auch wenn „bislang keine Reklamationen aufgetreten sind“, wie Martin Schäfer von Magura glaubhaft versichert. „Wenn ein Kunde mit der Bremswirkung seiner Beläge nicht zufrieden ist, gehen wir damit sehr kulant um“, versichert Thomas Fritschle, Produktmanager bei Magura. „Reibwertschwankungen im vorliegenden Maß sind bei Bremsbelägen normal.“ In optimaler Konfiguration jedenfalls schafft es die Louise, an alte Erfolge anzuknüpfen.
Für eine positive Überraschung im Test sorgt die unauffällige Auriga Comp von Tektro. In Sachen Standfestigkeit nimmt es der preiswerte Underdog mit den großen der Branche auf. Manko: das Gewicht.
Welcher Faktor beeinflusst den Bremsweg mehr? Der Aufbau des Bremssystems oder die verwendete Disc-Größe? Die Grafik macht es anschaulich: Zwischen bester und schlechtester Bremse liegen sensationelle 14 Meter. Während der Hayes-Fahrer steht, hat der Deore-Pilot mit der 160er-Scheibe noch volle 27,3 Sachen drauf.
Foto: MountainBIKE Magazin
Avid
Avid Code
Formula
Formula The One
Hayes
Hayes Stroker Trail
Magura
Magura Louise
Shimano
Shimano Deore
Shimano
Shimano XT
Tektro
Tektro Auriga Comp



