2012er MTB-Scheibenbremsen im Test

MountainBIKE-Test: Elf Scheibenbremsen


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Scheibenbremsen im Test
Foto: Benjamin Hahn

 

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Wie kräftig packen die MTB-Bremsen des Jahrgangs 2012 zu? MountainBIKE hat elf Modelle in jeweils drei Größen getestet.
Zu den getesteten Produkten

Scheibenbremsen sind die Sicherheitsgurte am Bike und müssen deshalb unbedingten Gehorsam leisten. Wer sich einen neuen Stopper ans Bike schraubt, sollte deshalb auf das richtige Modell für den jeweiligen Einsatzzweck achten. Auch bei der Wahl eines neuen Komplettbikes zählt die Bremse zu den wichtigsten Kaufkriterien.

Damit Sie wissen, mit welchem Modell Sie stets die Kontrolle behalten, hat MountainBIKE elf neue Stopper mit jeweils drei Scheibengrößen ausgiebig getestet – ein vielfältiges, hochspannendes Testfeld wie seit Jahren nicht mehr. Die Preisspanne liegt zwischen 77 und 377 Euro.

Das spannendste Testfeld seit Jahren

Magura drängt sich mit der komplett neuen Bremsenfamilie Mission Team ins Rampenlicht, schickt die mit viel Carbon angereicherte Top-Bremse MT8 sowie das budgetfreundliche Modell MT4.

Shimano kontert mit gleich drei komplett neuen Speed-Kontrolleuren. Die neue XT übernimmt die "Ice"-Technik der XTR Trail mit Sandwichscheiben und Kühlrippenbelägen. Auch die Shimano-SLX setzt auf Luftzirkulation am Belag. Die "Servowave"-Technik kommt auch bereits bei der neuen Deore zum Einsatz, dem güns­tigsten Stopper im Test.

Avid ergänzt das Feld mit den neuen Modellen Elixir 7 und Elixir 9, die Elixir C und CR ablösen. Mit etwa einem Jahr Verspätung geht die RO von Formula mit großen ovalen Bremskolben in den Vergleichskampf. Als zweiten Vertreter schicken die Italiener die auf Leichtbau getrimmte R1 Racing mit vergrößertem Ölvolumen.

Auch Hayes rührte bereits vergangenes Jahr die Werbetrommel für die neue Prime-Familie. Aber erst jetzt ist "Primetime": mit dem Modell Pro. Trickstuff wirbt mit "Made in Germany" und versucht mit der in Freiburg gefrästen Cleg2 die Konkurrenz auszubremsen.

Kräftige Modelle schonen die Hände - Schwächere Bremsen sind schlechter dosierbar

Ein buntes wie namhaftes Testfeld, das hohe Erwartungen schürt. Neben ausreichend Standfestigkeit zählt etwa auch die Bremskraft zu den K.o.-Kriterien einer Bremse. Kräftige Modelle wie etwa Formula-RO oder Shimano-XT benötigen geringe Handkräfte und verhindern dadurch verkrampfte Unterarme auf langen Abfahrten.

Zudem verschlechtern schwachbrüstigere Stopper wie etwa die Cleg2 die Dosierbarkeit. Im Gegenzug erschweren aber auch zu bissige Bremsen die Suche nach der optimalen Bremskraft für die jeweilige Situation. Ein weiteres wichtiges Kriterium: Hebelergonomie. Mit zu schmaler oder scharfkantiger Hebelform fühlt sich eine Bremse deutlich schwächer an. Die beste Wohlfühlnote erreichen Avid und Shimano, dicht gefolgt von Magura und Hayes.

Das Gewicht spielt für MountainBIKE bei sicherheitsrelevanten Teilen wie Bremsen eine eher untergeordnete Rolle, für Racer nimmt der Punkt einen deutlich höheren Stellenwert ein. Magura-MT8 und Formula-R1-Racing zeigen, wie extremer Leichtbau funktioniert.

Um die zahlreichen Kriterien für jede Bremse zu ermitteln, treibt MountainBIKE einen enor­men Aufwand aus Labor- und Praxistests.



Die Scheibenbremsen im Test

24.02.2012
Autor: Rainer Sebal
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 12/2011