13 Reifen für Race und Tour im Test

MTB-Reifen im Labor- und Praxis-Test

Aufstand an der Reifenfront: Dauertestsieger Schwalbe muss sich einer Konkurrenz stellen, die nicht nur aufgeholt hat, sondern zum Überholen ansetzt. 13 Race- und Tourenpneus im großen Labor- und Praxistest.
Zu den getesteten Produkten

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Update Juni 2013: Wir haben insgesamt 25 MTB-Reifen des Modelljahrs 2013 für Sie getestet - hier die Ergebnisse im Detail:
- 10 Tour- und 8 Race-Reifen inkl. teuer/günstig-Vergleich
- 7 Allmountain/Enduro/Freeride-Reifen
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Stand 2010:

Neun Race- und vier Tourenreifen mit einer Preisspanne von 20 bis 56 Euro bilden das Testfeld. In der Kategorie Race schickt Continental neben dem Race King den brandneuen X King an den Start. Schwalbe kontert mit Racing Ralph und Rocket Ron in der jeweils neuen, schnellen Gummimischung Pacestar. Michelin lockt Rennfahrer mit dem neuen, noch ofenfrischen Wildrac‘r.

Mit geänderter Gummimischung soll der leichte Taiwan-Pneu Maxxis Aspen jetzt deutlich schneller rollen. Ritchey schiebt den jungfräulichen Shield an die Startlinie, Bontrager wirbt mit dem neuen XR3 um die Gunst der Racer, und Onza rollt mit dem Ibex XC gegen die Stoppuhr.

Bei den Tourenreifen sorgt Continental mit einem komplett neu designten Mountain King für Spannung. Schwalbe schickt den Titelverteidiger Nobby Nic mit etwas weicheren Außenstollen in den Vergleichskampf. Michelin will beweisen, dass die Bezeichnung Wildgrip‘r Programm ist. Maxxis verspricht Tourenspaß mit dem Modell Ardent.

Reifen sind immer ein Kompromiss

Reifen bilden die einzige Kontaktstelle zwischen Bike und Untergrund und sind deshalb maßgeblich für Fahrperformance und Sicherheit verantwortlich. Sie sollen Antriebs- und Bremskräfte übertragen sowie Fliehkräften trotzen.

Kein Problem mit der richtigen Gummimischung und einem ausgeprägten Profil. Aber: Haftungshungrige Pneus erhöhen den Rollwiderstand und benötigen viel Kraft beim Pedalieren. Wer die Vortriebseffizienz steigern möchte, sollte zudem auf leichte Bereifung achten.

Allerdings erfordert guter Pannenschutz stärkere Karkassen, die das Gewicht nach oben treiben. Reifen verlangen immer einen Kompromiss. Es gibt keinen perfekten Pneu für jede Situation und Witterung, sondern nur den besten Kompromiss für den jeweiligen Einsatzbereich.

Da es sich bei Reifen um Verschleißteile handelt, muss sich jeder Biker früher oder später die Frage stellen: Welcher Pneu passt zu mir? Mit welcher Bereifung fahre ich am besten? Neue Reifen lösen häufig den berühmten Aha-Effekt aus – in positiver oder in negativer Hinsicht.

Der lahme Touren-Hobel mutiert schlagartig zur spritzigen TrailRakete, während die auf Vortrieb getrimmte Race-Feile plötzlich förmlich am Boden kleben bleibt. Bevor Sie sich einen neuen Stollenträger zulegen, sollten Sie deshalb zunächst einmal den Einsatzbereich definieren.


Reifen im Test:

Autor: Rainer Sebal
© MountainBIKE
Ausgabe 09/2010