Test: GPS-Geräte für Radfahrer – 7 MTB-Navis im Check

Test: 7 GPS-Geräte für Mountainbiker

GPS-Geräte Test
Foto: Manfred Stromberg
Ob Mittelgebirgsrunde oder Alpenüberquerung – ein gutes GPS-Gerät macht die Orientierung auf der MTB-Tour zum Vergnügen. Welchem Navi sich Mountainbiker auf fremdem Terrain anvertrauen können, klärt dieser Test.
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Es gibt nichts Schöneres als eine MTB-Tour in traumhafter Landschaft – solange man weiß, wo‘s langgeht! Auf dem richtigen Trail zu bleiben, das kann mitunter ganz schön schwierig sein, besonders in fremden Gefilden.

Zumal es eine Alternative gibt: Mountainbiken mit GPS-Gerät. Statt Karte und Roadbook führt Sie ein GPS-Empfänger bzw. ein Smartphone. Ein Blick auf das Display genügt, um zu wissen, wo man ist und wo‘s weitergeht.

Fehlt nur noch das richtige Gerät mit der entsprechenden Software! Deshalb hat MountainBIKE sieben aktuelle GPS-Empfänger getestet – vom 160-Euro-Schnäppchen bis zum 450-Euro-Topmodell.

Fotostrecke: Sieben GPS-Geräte für Mountainbiker im Test

7 Bilder
Arival Teasi One² Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE CompeGPS TwoNav Anima Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE Falk Lux 32 Bewertung Foto: Benjamin Hahn

Die spezialisierten GPS-Empfänger mussten ein anspruchsvolles Navigationsprogramm absolvieren, auf rassigen Singletrails in der Fränkischen Schweiz ebenso wie auf Bike-Abenteuern in den Alpen.

Vor allem die schattigen Schluchten des Wettersteins boten ideale Bedingungen, um den Empfang zu beurteilen. Umso erfreulicher, dass alle Kandidaten sicher die genaue Position ermittelten.

Darauf kommt es bei einem guten GPS-Gerät an

Wichtig für eine problemlose Navigation sind aber auch einfaches Handling und ein übersichtliches, gut ablesbares Display. In beiden Disziplinen konnten sich das Garmin GPSmap 64s, sowie das Garmin Oregon 600 vom Rest des Testfeldes absetzen. Beide überzeugen mit intuitiver Bedienung und brillanten, auch bei Sonne prima ablesbaren Farbdisplays.

Bei den Mitbewerbern musste die Testcrew dagegen die Beleuchtung zur Verbesserung der Ablesbarkeit aktivieren, was den ohnehin hohen Stromverbrauch steigert. Lange Tagestouren sind also nur mit gedimmtem Monitor möglich, wenn nur ein Batteriesatz bzw. eine Akkuladung zur Verfügung steht. Das Garmin GPSmap 64s schafft mit einer Ladung hingegen sogar Wochenendtrips. Besonders Alpencrosser werden diese Energieeffizienz zu schätzen wissen.

Und wie sieht‘s bei den Navigationsfunktionen aus? Sehr gut! Alle Prüflinge führten das Testteam mit Hilfe von Routen und Tracks sicher ans Ziel. Das Arival Teasi One², das Garmin GPSmap 64s und Oregon 600, als auch das Mio Cyclo 500 können das auch mit automatischer Wegfindung (Routing), das Falk Lux 32 sogar mit Sprachführung. Jedoch zaubern die Navis meist nicht die perfekte Biketour aufs Display.

Wer die Herausforderung auf Singletrails sucht, muss den Routenverlauf durch das Einfügen von Zwischenzielen korrigieren. Was besonders leicht gelingt, wenn sich mit den Karten wie beim Garmin GPSmap 64s und dem Garmin Oregon 600 Touren nicht nur auf dem Navi, sondern auch am Computer routen lassen.

Das Beispiel zeigt, dass es bei der Anschaffung eines Geräts auch auf das jeweilige Kartenangebot ankommt. Satmap und CompeGPS (überwiegend) bevorzugen detailreiche Rasterkarten, die aussehen wie Papierkarten. Das übrige Testfeld setzt dagegen auf routingfähige Vektorkarten, wobei Garmin sein ohnehin großes Sortiment durch ausgewählte Rasterkarten wie die des Alpenvereins erweitert. Mehr noch: Die Navis CompeGPS TwoNav Anima, Garmin GPSmap 64s, Garmin Oregon 600, Falk Lux 32 und Arival Teasi One² lassen sich sogar mit Karten von Drittanbietern füttern.

Sparfüchse finden schließlich im Internet Gratiskarten für Garmin-Geräte. Zwar sind die Karten, die auf den OpenStreetMaps basieren, nicht so anschaulich, detailreich und – je nach Region – komplett wie käufliche, für den Einstieg aber durchaus eine Alternative. Beim CompeGPS TwoNav Anima und dem Falk Lux 32, befindet sich deshalb OpenStreetMaps von Haus aus auf den Geräten. Das Arival Teasi One² und das Mio Cyclo 500 setzen sogar weitgehend darauf.

Neben dem Kartenangebot zählt die Ausstattung als weiteres Kaufkriterium. Viele Modelle besitzen einen Kompass – wichtig zum Navigieren bei sehr langsamer Fahrt und im Stand – und einen Höhenmesser. Beim Arival Teasi One², dem CompeGPS TwoNav Anima, dem Falk Lux 32 und beim Mio Cyclo 500 ist auch der Bike-Mount im Preis enthalten.


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19.02.2015
Autor: Uli Benker
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 12/2014