Test: 10 MTB-Knieschützer und 7 Protektor-Rucksäcke für Mountainbiker

So testet MountainBIKE die Knieprotektoren und Protektor-Rucksäcke

Nach dem MountainBIKE-Schlagtest, der nach der neuesten europäischen Norm durchgeführt wurde, mussten sich alle Knieprotektor- und Rucksack-Modelle einem selektiven Praxistest stellen.
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MountainBIKE Praxistest Protektoren und Rucksäcke Prüfstand Sas-Tec
Foto: Benjamin Hahn Bei den Messungen am Prüfstand des renommierten Protektorenschaum-Herstellers Sas-Tec dient ein halbkugelförmiger Amboss als Gelenk-Dummy. Der Protektor wird über den Amboss gestreift. Ein Computer erfasst die Dauer und Intensität der nicht absorbierten Krafteinwirkung auf den Amboss mittels Messsensoren.

Schlagtest: Im Prüflabor der Firma Sas-Tec, Hersteller von Protektorelementen (verarbeitet in den Knieschonern ION K-Pact, den Sweet Protection Bearsuit Knee Pads und Ufo Spartan), unterzog MountainBIKE alle Knieprotektoren und Protektor-Rucksäcke einer Vergleichsmessung in Anlehnung an die aktuell gültigen Normen.

Das für den Test der Knieprotektoren benötigte Schlagelement ist ein 5 Kilo schwerer Metallkörper, der mit einer Energie von etwa 50 Joule aus einem Meter Höhe an einer Führungsschiene auf den Protektor herabfällt. Dabei ruht der Protektor auf einem halbkugelförmigen Amboss, der mit Messsensoren zur Erfassung der Restenergie versehen ist.

Für den MountainBIKE-Test wurden drei Schläge auf verschiedene Stellen des Protektors vorgenommen.

Fotostrecke: 10 Knieprotektoren für Mountainbiker im Test

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Cube Knieschoner Action Team Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE Endura Singletrack Knie Protektor Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE Fuse Light Defence Knee Pads Foto: Benjamin Hahn

Schutzlevel 1 wurde erfüllt, wenn die durchschnittliche Restenergie der drei Schläge 35 kN nicht überschritt und kein Einzelschlag mehr als 50 kN betrug. Schutzlevel 2 wurde bei einem Durchschnittswert von weniger als 20 kN erfüllt sowie wenn kein Einzelschlag über 30 kN erzielte.

Die Messkurven in den Testbriefen beziehen sich auf den Protektor inklusive Obermaterial und vorhandener Komfortpolster. Da die Befüllung des Rucksacks die Dämpfungsleistung stark beeinflussen kann, wurden die Rucksack-Protektoren dem Rucksack entnommen und separat geprüft. Das Schlagelement: ein 160 mm langer Fallkörper mit einem Kantenradius von 12,5 mm und einer Masse von 5 Kilo.

Den Schutzlevel-1-Vorgaben entsprach der Protektor, wenn die durchschnittliche Restenergie dreier Schläge 18 kN nicht überschritt und kein Einzelschlag mehr als 24 kN betrug. Schutzlevel 2 wurde bei einem Durchschnittswert von unter 9 kN erfüllt sowie wenn kein Einzelschlag mehr als 12 kN erreichte.

Fotostrecke: 7 Protektor-Rucksäcke für Mountainbiker im Test

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Amplifi Stratos MK2 23L Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE Amplifi Stratos MK2 23L Protektor Foto: Benjamin Hahn
MountainBIKE Camelbak K.U.D.U. 12 Foto: Benjamin Hahn

 

MountainBIKE Praxistest Protektoren und Rucksäcke
Foto: Daniel Geiger Vollgas mit Schutzengel: Für den Praxistest der Knieschoner und Rucksäcke wurden zig Trail-Kilometer zurückgelegt.

Praxistest: Passform, Sitz, Belüftung und eventuelle Druck- und Reibstellen der Knieprotektoren sowie Anpassung, Tragekomfort und Handhabung der Protektor-Rucksäcke ermittelten die MountainBIKE-Tester in zahllosen Ausfahrten mit mehrstündigen Tretpassagen und ruppigen Downhills. Die Zuladung der Rucksäcke entsprach einer vollständigen Tourenausrüstung samt Trinkblase und betrug konstant 6,5 Kilo.


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13.02.2015
Autor: Christian Zimek
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 11/2014