18 MTB-Helme im Labor- und Praxis-Test

Nur guter Sitz bringt guten Schutz

Ein Helm mit top Dämpfungswerten schützt nur, wenn er zu Ihrer Kopfform passt. Achten Sie daher beim Kauf eines neuen Helms auf eine gute Einstellbarkeit der Trageeinrichtung und sicheren Sitz!

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Fotostrecke: 18 MTB-Helme im MountainBIKE-Test

18 Bilder
Bell Variant Foto: Benjamin Hahn
Bell Sweep Foto: Benjamin Hahn
Catlike Kompact ‘0 Foto: Benjamin Hahn

Nehmen Sie sich die nötige Zeit im Shop Ihres Vertrauens, und stellen Sie den Helm auf Ihren Kopf ein. Die getesteten Helme besitzen unterschiedliche Verstellsysteme: Viele Hersteller setzen auf Drehmechanismen zur Weitenregulierung. Diese sorgen für eine gleichmäßige Fixierung des kopfumschließenden, sogenannten „Headrings“ ohne Druckstellen.

Auch verstellbare Gurtverteiler unter dem Ohr sowie handliche Steckschließen zur Fixierung des Helms am Kinn sind ein gut funktionierender Standard und erlauben die flexible Anpassung an alle erdenklichen Kopfformen.

Der Headring des Catlike Whisper und die Kinnverschlüsse der Uvex-Helme werden per Schiebe- oder Ratschensystem reguliert. Specialized setzt beim S3 MT auf ein fixes Gurtdreieck unter dem Ohr. Wenn die so vorgegebene Position zur Kopfform des Trägers passt, stellt dies kein Manko dar.

Im Roll-Off-Test schnitt der Specialized S3 MT jedoch von allen Modellen am schlechtesten ab und rutschte beinahe vom Prüfkopf. Kritik erntete das Trägersystem des Scott Vanish: Durch fest vernähte Gurtdreiecke und das Fehlen einer Höhenverstellung für den Headring entwickelte sich die Anpassung zur Geduldsprobe. Zudem verweigerten drei von vier getesteten Drehverschlüssen bei der Anpassung den Dienst. Laut Scott soll bald eine 15 Gramm „schwerere“ Version des Leichtbauhelms mit verstellbarem Gurtverteiler verfügbar sein.

Bei den Helmen des Herstellers MET passen die Gurte nicht zum verbauten Gurtverteiler: Unter Zug können die Gurte verrutschen. Die Gurtverteiler am Rudy Project Windmax sind nicht arretierbar.

Anpasssysteme im Sicherheits-Check

Auch der Tragekomfort darf nicht zu kurz kommen, denn nur ein angenehm sitzender Helm wird auch getragen. Erfreulich: Alle getesteten Helme liegen auf einem hohen Niveau. Doch auch hier gilt: Probieren geht über Studieren!

Von einer Messung der Belüftungseigenschaften sah MB für diesen Test ab. Der Grund: In Ausgabe 04/11 präsentierte sich das Testfeld auf einem insgesamt hohen Niveau und ließ erkennen: Die Zeiten der „Hitzköpfe“ sind endgültig vorbei!

In der Kaufklasse erhält der Specialized Vice den Kauftipp für top Schutzwirkung und flexible Anpassung. In der gehobenen Preisklasse vereint der Catlike Whisper perfekten Schutz mit geringem Gewicht und sehr guter Anpassung. Er ist zudem in vielen Größen verfügbar. Top Tragekomfort bei geringem Gewicht bietet zudem der Uvex fp 1 cc.


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04.06.2012
Autor: Christian Zimek
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 05/2012