Radcomputer: 12 Tachos für Mountainbiker im Test (2015)

Mit oder ohne GPS? Die Vor- und Nachteile

Besser einen klassischen oder doch lieber einen GPS-gestützten Radcomputer kaufen? Was spricht für die jeweilige Produktgruppe, und welche Variante taugt für Ihren persönlichen Einsatzzweck am besten?
Zu den getesteten Produkten

Radcomputer mit GPS - die Vorteile:

1 Flexibler Einsatz: GPS-Geräte zeichnen auch ohne Magnete und Sensoren am Bike Geschwindigkeit und Strecke auf, deshalb sind sie schnell an ein zweites Rad montiert — ohne aufwendiges Umrüsten.

2 Genauigkeit: Dank GPS entfällt das Einstellen des Radumfangs und damit eine potenzielle Fehlerquelle. Je länger die Tour ist, desto genauer die per GPS ermittelte Distanz.

3 Ausgangshöhe: Mit GPS entfällt das besonders auf Reisen mühsame Ermitteln der exakten Ausgangshöhe. Wird die Starthöhe nicht manuell eingegeben, nimmt das Gerät die per GPS bestimmte Höhe.

4 Display: GPS-Computer haben meist ein größeres Display und bieten mehr Möglichkeiten der individuellen Anpassung. Allerdings benötigen die Geräte auch wesentlich mehr Strom, was die Laufzeit des integrierten Akkus drastisch verringert.

5 Touren: Mit den meisten GPS-Geräten lassen sich Tracks nachfahren — praktisch, wenn man unbekanntes Terrain erkunden möchte.

Loading  

Radcomputer ohne GPS - die Vorteile:

1 Batterielebensdauer: Normale Radcomputer arbeiten im Gegensatz zu GPS-Geräten mit Batterien, die je nach Nutzung bis zu ein Jahr lang halten und nicht wie die Akkus der GPS-Geräte nur 10 bis maximal 20 Stunden. Gut für Biker, die gerne ausgedehnte Tagestouren fahren und nicht nach jeder Tour den Radcomputer aufladen wollen oder können.

2 Größe/Gewicht: Normale Bike-Computer kommen mit einem kleineren Display aus, sind daher meist kleiner und leichter als GPS-Geräte.

3 Genauigkeit: Bei langsamen Geschwindigkeiten (etwa bei Fahrten bergauf) ist die von den Sensoren ermittelte Geschwindigkeit genauer als per GPS-Erfassung. Enge Talschluchten und entlegene Gebiete bereiten keine Probleme, da kein Signalempfang benötigt wird.

4 Schnelligkeit: Kein Warten, bis das GPS-Gerät ausreichend Satelliten gefunden hat: Mit normalen Radcomputern muss nur die Aufzeichnung gestartet werden, und schon kann die Tour losgehen.



28.05.2015
Autor: Christian Zimek
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 5/2015