Radcomputer: 12 Tachos für Mountainbiker im Test (2015)

Barometrisch bzw. mit GPS: Wie funktioniert die Höhenmessung am Radcomputer?

Wie funktioniert Höhenmessung am Radcomputer? Was sind Ursachen für Ungenauigkeiten und wie lässt sich gegensteuern?
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Radcomputer mit Höhenmessung machen sich ein einfaches Phänomen zunutze: Der Luftdruck sinkt mit zunehmender Höhe – ab Meereshöhe rund ein Hektopascal pro acht Meter.

In vielen Radcomputern sind daher Barometer integriert, die aus Luftdruckveränderungen die Höhendifferenzen errechnen. Um auf gültige Werte zu kommen, müssen sie jedoch zunächst auf eine Ausgangshöhe kalibriert werden.

Barometrische Höhenmessung funktioniert nur dann relativ genau, wenn die Wetterlage konstant bleibt. Ändert sich der Luftdruck durch eine Wetterfront oder simple Temperaturschwankungen, erkennt der Radcomputer nicht, woher diese Veränderungen rühren, und es entstehen Abweichungen.

Im Laufe einer Tagestour kommt es so zwangsläufig zu Ungenauigkeiten in der Messung. Diese lassen sich minimieren, wenn die Höhe während der Tour an bekannten Punkten (wie Berghütten) nachkalibriert wird.

GPS-Geräte haben den Vorteil, dass sie eine ungefähre Höhe (Genauigkeit zwischen 16 und 25 Meter) aus den Satellitensignalen errechnen können.

Die GPS-Positionsbestimmung erzeugt aber ebenfalls Ungenauigkeiten, besonders beim Fahren an Hängen, da die Fahrerposition hier oftmals auf einen höher liegenden Punkt des Hanges lokalisiert wird.

Weitere Korrekturmöglichkeit: Einige Hersteller bieten per Auswertungssoftware am Computer eine nachträgliche Korrektur der Höhenwerte.


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28.05.2015
Autor: Christian Zimek
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 5/2015