Welches Bike liegt im Gewichts-Ranking ganz vorne, welches bei den Testnoten? Jetzt mit neuen 2012er-Modellen. mehr ...
Vom Hardtail bis zum Enduro: Sieben Sorglos-Bikes im Alpentest
Gipfelstürmer
Gibt es das perfekte Alpencross-Bike? MB machte sich im Zillertal auf die Suche und kehrte mit erstaunlichen Ergebnissen heim! Zu den getesteten Produkten
Majestätisch, furchteinflößend und doch bezwingbar: die Alpen, der schönste Spielplatz der Welt! Denn egal ob stille Sehnsucht oder gelebter Traum, eine alpine Tagestour, gar ein Alpencross – das ist für jeden Biker schlicht der Gipfel. Doch welches Rad ist das richtige dafür? Gibt es das optimale Alpenbike, wie es die Werbebotschafter vorzwitschern? MB meint: nein. Denn so mannigfaltig die alpinen Landschaften, so vielfältig sind die Vorlieben und die Fahrstile der Biker. So bunt, wie das Geländeradfahren an sich!
Um dies zu prüfen, schnürte die Testredaktion der MountainBIKE für eine Woche den Tourenrucksack, zog aus, um im Zillertal das individuell passende Rad zu finden. Mit dabei sieben grundverschiedene Bergräder, die sich – vom Hardtail bis zum Enduro – erst mal jeder Vergleichbarkeit entziehen. Und das bewusst, denn dieser Test soll weder bemüht-schmackhaft Äpfel mit Birnen vergleichen noch die berüchtigte eierlegende Wollmilchsau über den Berg treiben. Er soll zeigen, dass es viele perfekte Alpenbikes gibt: für jeden Typ, für jeden Weg, für jeden Geldbeutel.
Sorglose Parts sind für Tourer Pflicht
Auch wenn sich der Test gezielt nicht auf „definierte“ Sorglosbikes beschränkt und etwa Getriebe- und Kettenschaltung zulässt, ein gerüttelt Maß an Zuverlässigkeit und Wartungsarmut ist Pflicht, damit die Tour nicht zur Tortur wird. Pannenresistente Reifen, bewährte Bremsen und Antriebskomponenten, stabile Parts und Details wie durchgehend verlegte Züge stehen für Lust statt Frust. Aber: Anti-Stress-Biken bedeutet auch, im oftmals garstigen alpinen Geläuf (nahezu) jeden Pfad entspannt hoch und runter zu fahren! Denn wenn sich jede knifflige Stelle nur tragend bewältigen lässt, weil Geometrie und Fahrwerk den Piloten in den Überlebenskampf zwingen, bleibt einer sprichwörtlich auf der Strecke: der Fahrspaß. Auch das erklärt die zunächst ungewöhnliche Zusammenstellung der Testbikes.
Für Anti-Stress-Fans: Rohloff-Bikes
Wie kein anderes Teil der Bike-Geschichte hat sich die Rohloff-Getriebeschaltung über hunderttausende Kilometer hinweg zum Synonym der Sorglosigkeit pedaliert. Nahezu wartungsfrei, gilt sie als Anschaffung fürs Leben. Logo, dass zwei Bikes mit „Dose“ im Zillertal antraten: das Hardtail Idworx Alpine Rohler und das Fully Cheetah 4Stoker. Dabei verdeutlichen beide, dass die Speedhub alleine kein Anti-Stress-Bike ergibt, erst das Gesamtkonzept macht sie perfekt: angefangen beim ultrastabilen Alurahmen, aufhörend bei mit viel Detailliebe gewählten Komponenten.
Für Preisbewusste: Tourenfullys
Dass ein durchdachtes Tourenfully keinen Krater in die Geldbörse reißen muss, zeigen das Cube AMS Pro und das Specialized FSR XC: zwei Bestseller, leicht, mit 100 bis 120 mm Federweg effektiv im Uphill und mit sicherem Handling. Zwei „Keep-it-simple“-Bikes, die beweisen, dass eine sauber eingestellte und gewartete Kettenschaltung heutzutage durchaus als sorglos gelten darf. Insbesondere Shimanos XT-Gruppe begeisterte auch nach zahlreichen Fangopackungen mit präzisen Gangwechseln, zudem ist die Versorgung mit Ersatzteilen selbst in entlegenen Alpenwinkeln meist gegeben.
Für Trailjunkies: AM- und Endurofullys
Überall hoch, überall runter kommen – diesen Leitsatz haben sich All-Mountain-Fullys auf ihre über 140 mm Federweg geschrieben. Speziell, wenn sie wie das Scott Genius oder das Liteville 301 mit Fahrwerksverstellungen an der Gabel oder gar am Federbein aufwarten. So fährt stets das gute Gefühl mit, für jede Situation das passende Bike dabeizuhaben. Auch das erspart Sorgen!
Noch mehr Fahrspaß bergab generiert das Trek Remedy – ein 160-mm- Enduro, perfekt für Freeride-Touren oder verblockte Gardasee-Trails, aber dank niedrigem Gesamtgewicht und Vario-Federgabel erstaunlich gut pedalierbar.
Aber ist es legitim, einen solchen Down-hill-Akrobaten an einem Hardtail zu messen? Nein, ist es nicht. Darum verzichtet MB in diesem „Vergleich“ ausnahmsweise auf das Küren des Testsiegers, und die Endnoten beziehen sich im Gegensatz zu einem echten Vergleichstest auf die jeweilige Kategorie und den Einsatzzweck.
FAZIT:
Ob Forstwegtour oder Freeride-Cross – für jeden Anspruch gibt es das perfekte Alpenbike, aber keines ist perfekt für alle Ansprüche. Dennoch glänzen im Test nicht nur reine Spezialisten, sondern vielseitige Gipfelstürmer. Eben Bikes mit Charakter – so wie die Alpen!
Mehr 2009er-Bikes im Test:
Hardtails: 13 Bestseller ab 1.400 Euro im Test 100-mm-Klassse: 14 Fullys bis 1.800 Euro im Test 16 Touren-Fullys bis 2.000 Euro im Test 16 All-Mountain-Fullys im Test Sechs Versender-Hardtails im Test Neun Touren-Fullys im Test Test: Die zehn schnellsten Racefullys der Welt All-Mountain-Fullys: Acht Modelle im Familienduell Acht Race-Hardtails im Test
Cheetah
Cheetah 4 Stoker
Idworx
Idworx Alpine Rohler
Cube
Cube AMS Pro XT
Liteville
Liteville 301
Scott
Scott Genius 40
Specialized
Specialized FSR XC Pro
Trek
Trek Remedy 9
In diesem Artikel



