Bekleidung, Beleuchtung, Reifenwahl, MTB-Fahrtechnik auf Eis und Schnee - alle Tipps bei MountainBIKE. mehr ...
Vollgefederte Touren-MTB bis 2.000 Euro im Test
Was leisten die 120-mm-Fullys?
Maximaler Trail-Spaß ganz ohne Technikstress – 120-mm-Fullys machen's möglich! MountainBIKE hat elf Modelle getestet. Zu den getesteten Produkten
Mehr zum Thema Bestseller-MTB im Test-Duell: Cube AMS vs. Ghost AMR 18 Tourenfullys im Test - inklusive 6 Lady-Modelle Unterwegs mit Stromberg, Schley und dem E1 von Rotwild Lapierre 2012: das neue X-Flow – Spicy und Zesty aufgefrischt
Keine andere MTB-Kategorie erfreut sich solcher Beliebtheit wie die junge Gattung der 120-mm-Tourer. Und zwar deshalb, weil sie den goldenen Mittelweg aus Effizienz und Fahrkomfort beschreitet, mithin in (fast) jedem Terrain eine gute Figur abgibt. Ohne den Biker dabei in Sachen Fahrwerksabstimmung und Variabilität zu überfordern: eines für alles, mit überschaubarer Technik.
Welchem Hersteller gelingt diese Gratwanderung am besten? Um der Frage auf den Grund zu gehen, hat MB elf 120-mm-Tourenfullys in der Preisklasse bis 2000 Euro zum Vergleichstest geladen, darunter sieben Vertreter von Fachhandelsmarken und vier Versender-Bikes.
Für den heißen Ritt wählten die MB-Tester die bewährte MB-Hausteststrecke: gespickt mit fiesen Uphills, losem Untergrund, Schotterstraßen, wildem Trailgewusel und dem abschließenden Highspeed-Downhill ein sehr selektiver Kurs. Ideal, um den Allrounder-Anspruch der elf Probanden so richtig zu überprüfen.
Worauf es beim Tourenbike ankommt
Doch was macht überhaupt ein gutes Tourenbike aus? Der Rahmen muss passen, wie bei jedem Rad. Genau wie das Fahrverhalten, das im Wesentlichen von der Geometrie und der Sitzposition beeinflusst wird. Gerade hier ist die Bandbreite im Tourersegment enorm: Vom flachen Lenkwinkel (68,5°), der jedem All-Mountain gut zu Gesicht stünde, bis hin zu Cross- Country-tauglichen, steilen 70,5° reicht das Spektrum im Testfeld.
Steht ein flacher Lenkkopf für hohe Laufruhe und Sicherheit bergab, verspricht eine steil stehende Lenkung Wendigkeit, die jedoch bei hohem Tempo schnell in Nervosität umschlagen kann. Auch die Sitzposition beeinflusst das Fahrverhalten nachhaltig: Aus einem langen Oberrohr in Kombination mit einem üppig bemessenen Vorbau resultiert eine gestreckte Haltung auf dem Rad, die einen agil wendigen Fahrstil weniger unterstützt als eine kompakte, weniger gestreckte Sitzposition.
Doch nicht nur der Rahmen muss passen, die Anforderungen an ein Allround-Bike sind deutlich vielfältiger: Robuste Parts, nicht zu hohes Gewicht, ordentliche Sicherheitsreserven und guter Vortrieb sind wesentliche Bestandteile eines stimmigen Konzepts. Dazu zählen nicht zuletzt griffige, pannensichere Reifen, zu denen sich die im Testfeld häufig verbauten, anfälligen Rennreifen à la Rocket Ron oder Racing Ralph nicht zählen dürfen.
Komfort sollte nicht nur das Fahrwerk bieten, auch die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine (Cockpit, Griffe, Sattel) müssen zum Fahrer passen – gerade bei ausgedehnten Mehrtagestouren. Fein raus ist, wer bei seinem Händler ausführlich Probe sitzen oder fahren kann.
Standfeste Scheibenbremsen sorgen an allen Bikes im Test für Sicherheit – idealerweise in Verbindung mit mindestens 180 mm großen Bremsscheiben. Mit 160er-Scheiben am Hinterrad besteht bei schwereren Fahrern und Dauerbremsern akute Überhitzungsgefahr! Doch auch kleine Details wie eine clevere Zugverlegung können über Wohl und Wehe beim Alpencross entscheiden.
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