Welches Bike liegt im Gewichts-Ranking ganz vorne, welches bei den Testnoten? Jetzt mit neuen 2012er-Modellen. mehr ...
Sechs Versender-Hardtails im Test
Ausgepackt
Beim Versender gibt‘s besonders viel Bike fürs Geld? MB hat sechs 1000-Euro-Hardtails bestellt und eingehend getestet. Zu den getesteten Produkten
Forums-Diskussion: Lohnt der Bike-Kauf beim Versender?
Wiegen ein besserer Preis bzw. eine hochwertigere Ausstattung die Nachteile beim Versender-Kauf (wie z.B. fehlende Probefahrt und der Verzicht auf den Service beim Händler um die Ecke) auf? Schreiben Sie uns Ihre Meinung hier ins MB-Forum!
„Hardtails für maximal 1000 Euro“, lautete die klare Vorgabe von MB beim Bestellen der Testräder. Eine Preisklasse, die für viele Hardtail-Käufer als besonders attraktiv gilt – nicht erst, seit die in Schieflage geratene Weltwirtschaft jeden Tag neue, unerfreuliche Schlagzeilen gebiert.
Für eine manierliche Summe kann der Käufer in der 1000-Euro-Klasse ein Bike erwarten, das auch sportlichen Ansprüchen genügt und selbst Kilometerfressern problemlos über Jahre treue Dienste leistet.
Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
Traditionell punkten Versender mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Bike mit kompletter XT-Ausstattung, Top-Gabel und soliden Laufrädern für 1000 Euro? Im Direktvertrieb ist das noch möglich, im klassischen Handel allenfalls als Auslaufmodell zu finden.
Doch die Qualität eines Bikes bemisst sich nicht nur an den verbauten Komponenten: Der Rahmen ist und bleibt das Herzstück – und muss passen! Immer mehr Versender setzen deshalb auf intensive Beratung via Telefon und Internet, betreiben aber auch gehörigen Aufwand bei der Entwicklung. Allen voran Firmen wie Canyon und Rose, die den großen Innovatoren in der Bike-Branche inzwischen auf Augenhöhe begegnen.
Auch andere Versender entwickeln ihre Rahmen verstärkt selbst: Radon-Vertreiber H & S sorgte jüngst mit der Verpflichtung von Fahrwerksspezialist Bodo Probst für Aufsehen. Relativ neu im Versender-Business, wollen sich Trenga und Votec mit schlanker Vertriebsstruktur im harten Wettbewerb behaupten.
FAT schließlich sorgte mit erstklassig ausgestatteten Bikes ebenso für Furore wie nach dem letztjährigen MB-Versendertest für volle Briefkästen in der Redaktion: Zahlreiche Leser monierten mangelnde Termintreue bei der Auslieferung oder fehlerhaft montierte Bikes.
Vorwürfe, auf die der Anbieter mit einer Umstrukturierung reagierte – und für die Saison 2009 Besserung gelobte. MB bleibt dran und wird die Servicequalität der wichtigen Versender in den nächsten Monaten erneut unter die Lupe nehmen.
Erfreulich hohes Niveau im Test
Die Qualität der Bikes lag im aktuellen Test jedenfalls auf hohem Niveau: Lob gab‘s von den Testern für fast alle Probanden, wenn auch in unterschiedlichen Disziplinen: FAT punktete mit einem Ausstattungspaket, das auch für ein Versenderbike in dieser Preisklasse außergewöhnlich hochwertig ausfällt.
Radon stellt mit dem ZR Team einen ausgewogenen Allrounder mit ebenfalls sehr guter Ausstattung auf die Räder. Das Votec gefällt mit eigenständiger Rahmenoptik und quirligem Charakter. Red Bull und Canyon glänzen mit aufwendigen Rahmendetails, die auch deutlich teureren Bikes gut zu Gesicht stünden.
Das Trenga bleibt insgesamt vergleichsweise unauffällig, leistet sich aber ebenfalls keine echten Schwächen. Worin sich die Bikes sonst noch unterscheiden, welche Fahrer-Charaktere sie jeweils ansprechen? Lesen Sie in den Einzelbeschreibungen auf den folgenden Seiten.
Fazit:
Wer auf eine Probefahrt verzichten kann und weiß, was er will, muss bei diesen Angeboten nicht lange zögern. Besonders Canyon überzeugt mit einem durchdachten Gesamtkonzept und fein gemachtem Rahmen. Doch auch die Mitbewerber bieten viel Bike-Spaß für kleines Geld.
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