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Das neue Specialized Stumpjumper FSR S-Works Carbon 29 im Einzeltest
Fahrbericht: Specialized Stumpjumper FSR 29
"Big-Wheels", Carbon-Chassis, 130-Millimeter-Fahrwerk - das Specialized Stumpjumper zelebriert den 30. Geburtstag als 29"-All-Mountain-MTB. MountainBIKE hat das neue 2012er Bike bereits getestet.
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30 Jahre. So lange fräsen die Reifen des Specialized Stumpjumper nun schon durchs Gelände. Während dieser langen Laufbahn schrieb das "Stumpi" wesentliche Kapitel der Mountainbike-Historie mit.
1981 war das Stumpjumper mit Stahlrahmen das erste Serienbike überhaupt. Anfang der 90er folgte ein leichtes Alu-Chassis, 1993 mit dem Stumpjumper FSR eines der ersten Fullys überhaupt.
Stumpjumper 29: 130 mm Federweg und 11,5 Kilo
2012 soll die Bike-Legende vor allem als 29-Zöller an die Erfolge seiner Vorgänger anknüpfen: das Stumpjumper FSR S-Works Carbon 29 setzt mit komfortablem 130-Millimeter-Fahrwerk, austrainiertem Carbon-Chassis und nur 11,5 Kilo Gesamtgewicht zum Großangriff im beliebten All-Mountain-Segment an.
Basis dafür bildet ein mit 2.300 Gramm (Größe M) recht leichter Carbon-Rahmen, der dennoch den All-Mountain-typischen Herausforderungen trotzen soll.
Hierzu konstruierte das Entwicklungsteam um Jan Talavasek einen hochstabilen Hauptrahmen – zusammengefügt aus zwei Monocoque-Modulen, die jeweils mittels fortlaufenden Carbon-Fasern zwischen den Rohrsegmenten hohe Stabilität garantieren sollen.
An den Hauptrahmen heftet sich der Carbon-Hinterbau an, das Future-Shock-Federbein (beim S-Works-Modell mit Kashima-Coating) konstruierte Fox speziell für die Kalifornier.
Die exklusive Ergänzung am Vorderrad bildet die 32-Float-Gabel mit 130 Millimeter Federweg. Der Hinterbau bietet mit dem bekannten Brain-Dämpferplattform-System am Federbein und "intelligentem" Massenträgheitsventil Hightech pur, soll das 29er-Bike zur effektiven Trailwaffe formen.
Einstellung des Negativfederwegs per "Auto-Sag"
Ein besonders pfiffiges, neues Feature an allen Stumpjumpern stellt die "Auto-Sag"-Konstruktion am Federbein dar – sie vereinfacht die Einstellung des Negativfederwegs.
Dazu befüllt der Fahrer das Federbein zunächst mit dem Dreifachen seines Körpergewichts – in PSI "um"gerechnet, setzt sich dann aufs Rad. Drückt er nun auf ein Zusatzventil, strömt durch einen Luftport überflüssige Luft ab.
Das justiert den Luftdruck in Positiv- und Negativ-Luftkammer exakt nach dem Fahrergewicht. Auch sonst bewiesen die Entwickler des Stumpjumper FSR – das es 2012 auch in der bekannten 26“-Version gibt – ihre 29er-Kompetenz.
Für optimale Wendigkeit und ein lebendiges Handling verfügt das Rad über relativ kurze Kettenstreben (450 Millimeter) und einen für All-Mountain-Verhältnisse steilen 69°-Lenkwinkel.
Bereitwillig klettern soll es via 74,5° steilem Sitzrohr und tiefer Front; nur 100 Millimeter misst das Steuerrohr. Die 11,5 Kilo erreicht das Stumpi FSR 29 dank gewichtsoptimierter Ausstattung, etwa mit nur 1.530 Gramm leichten Control-Trail-SL-Laufrädern der Eigenmarke Roval sowie der noblen S-Works-Carbon-Kurbel.
Fahreindruck: Leichtfüßig und flott
Bei ersten Testfahrten in Monterey (Kalifornien) gefiel der starke Vortrieb des "Big Stumpi" und die überaus angenehme Sitzposition, die den Fahrer im Bike zentriert. Für ein 29er-All-Mountain leichtfüßig und flott agierte das US-Bike mit antriebsneutralem Heck und viel Druck auf der Front im Uphill.
Eine absenkbare Gabel, wie sie die 26“-Version besitzt, vermisste MountainBIKE-Tester Florian Storch nur in Steilstücken. In seiner Agilität dem 26-Zöller ähnlich, lag das 29er bergab und im Groben deutlich ruhiger, verblüffte dennoch mit spielerischem Handling. Prima: Neben der noblen S-Works-29-Version wird es ein günstigeres Carbon- sowie ein Alu-Modell geben.
Fazit: Mit traktionsstarkem Heck, agilem Charakter und unglaublichen Reserven zeigt das Stumpi FSR, dass auch ein All-Mountain-29er Sinn macht.



