Innovative 2014er Mountainbikes im Test: Ghost AMR Lector 2990 E:i, Haibike Xduro Nduro Pro 26, Idworx Rockn Rohler Rough, Quantor Kraftwerk 7.0, Vivax Alpha 2.0 26''

Fünf Innovations-MTBs im Test


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2014er Innovations-Mountainbikes im Test
Foto: Björn Hänssler

 

Ghost AMR Lector 2990 E:i im MountainBIKE-Test
Foto: Björn Hänssler

 

Ghost AMR Lector 2990 E:i im MountainBIKE-Test
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Ghost AMR Lector 2990 E:i im MountainBIKE-Test
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Ghost AMR Lector 2990 E:i im MountainBIKE-Test
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Kaum eine Branche ist mutiger und innovativer als die der Mountainbiker. Aber sind alle Neuheiten auch wirklich sinnvoll? MountainBIKE hat fünf richtungsweisende MTBs getestet.
Zu den getesteten Produkten

Ob Gary Fisher, Joe Breeze und Tom Ritchey das damals geahnt haben? Dass Mountainbikes heute mit Hilfsmotor angetrieben oder mit Getriebe- statt Kettenschaltung funktionieren? Erinnern wir uns: Als die Mountainbike-Pioniere Ende der 1970er Jahre in den Bergen nahe San Francisco das "Offroad-Biken" mehr oder weniger bewusst erfanden, waren ihre Vehikel von überschaubarer technischer Finesse. Besser gesagt: Es waren rollende, nach dem Trial-and-Error-Prinzip aufgepimpte Schrotthaufen.

Auch das "Ur-Stumpjumper" von Specialized, 1981 das erste Serien-MTB der Welt, besaß streng genommen nur zwei grob bereifte Räder, eine Kettenschaltung, Felgenbremse und eine wenig geglückte Beach-Cruiser-Geometrie. Alles war aus Stahl, das Wort Leichtbau im Radsport noch unbekannt, Carbon klang nach NASA-Technik.

Es waren viele Innovationen, Revolutionen und Evolutionen nötig, damit das Mountainbike zu dem wurde, was es heute ist. Und es waren mutige Querdenker gefragt, wie der Schweizer Bob Sticha oder der US-Amerikaner Paul Turner, die der MTB-Welt Scheibenbremse und Federgabel schenkten. Eines hatten alle technischen Meilensteine der Mountainbike-Historie dabei gemeinsam: Sie wurden am Anfang zwar bestaunt, zumeist aber belächelt und als grober Unfug abgetan.

Getreu dem schnell heraus posaunten Motto, dass dies doch wahrlich kein Mensch bräuchte. Die erste Scheibenbremse? "So was gehört nur an ein Motorrad!" Federgabel? "Kommt mir nicht ans Rad, macht das direkte Fahrgefühl kaputt". Ein Fully? "Potthässlich und nur für Weicheier, außerdem wippt das doch." Diese Liste ließe sich nahezu endlos weiterführen.

Wobei nicht verschwiegen werden darf, dass die MTB-Industrie auch unzählige Rohrkrepierer auf den Markt brachte, wie etwa Shimanos legendä­res Dual-Control-Schaltungsdesaster. Aber auch das beweist: Es gibt kaum eine Industrie, die so innovativ, mitunter auch getrieben ist wie die "unsere".

Grund genug für MountainBIKE, fünf MTBs über den Test-Trail zu prügeln, die wieder frischen Wind in die Szene bringen, die spannende Konzepte besitzen, die für bestimmte Zielgruppen mehr als nur "brauchbar" sind, oder die zeigen, wie die Zukunft aussehen kann.

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Die Mountainbikes im Test

02.10.2014
Autor: André Schmidt
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 09/2014