Fahrbericht: 2013er Giant Trance X 29 im Test

MountainBIKE-Fahrbericht: Giant Trance X 29

MB 1012 Fahrbericht Giant Trance X
Foto: Sterling Lorence
Giant erweitert 2013 die erfolgreiche Trance-X-Palette um drei 29er-Modelle und will so eine noch größere Fan-Gemeinde an Tourenbikern und Trailjunkies beglücken. MountainBIKE hat das Giant Trance X mit 29"-Laufrädern getestet.

Um hohe Steifigkeitswerte zu erreichen, setzen die Taiwanesen wie bei den kleinen 26-Zoll-Brüdern auch beim Giant Trance X 29 auf einen Aluminium-Rahmen mit großvolumigem „Megadrive“-Unterrohr.

Auch das „Overdrive-2“-Steuerrohr, das Gabeln mit 1,5 Zoll auf 1 1/4 Zoll konifiziertem Schaft aufnimmt, soll für geringe Verwindung sorgen.

Der bewährte „Maestro“-Hinterbau wurde von der 26"-Version übernommen und geht (wie die Gabel) mit 120 mm Federweg auf Tour. Oberstes Entwicklungsziel war es, ein möglichst agiles 29er-Bike zu gestalten.

Dazu versetzte Giant den Verbindungssteg zwischen Kettenstrebe und Sitzstrebe seitlich und winkelte das Sitzrohr stark ab. Durch das gewonnenen Plus an Reifenfreiheit konnte die Kettenstrebenlänge auf 452 mm reduziert werden – für ein 29er-Fully mit 120 mm Hub jedoch eine eher durchschnittliche Länge.

Fotostrecke: Giant Trance X 29 - neues All-Mountain-Bike für 2013

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Giant Trance X 29 Foto: Giant
Giant Trance X 29 Foto: Giant/Sterling Lorence
Giant Trance X 29 Foto: Giant/Sterling Lorence

 

MB 1012 Fahrbericht Giant Trance X
Foto: Sterling Lorence An allen drei Modellen des ­Trance X 29 setzt Giant auf innen verlegte Schaltzüge und Bremsleitungen. Das Topmodell soll 3600 Euro kosten und kommt mit Giant-Carbon-Laufrädern sowie Giant-Vario-Stütze (100 mm Hub). Auch das Trance X 29er 1 kommt mit Vario-Stütze und soll bei 2300 Euro liegen. Das Einstiegsmodell 2 kostet 1700 Euro.

Doch die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Trail: Im Singletrail-Paradies South Chilcotin, Kanada, hatte MounatinBIKE als einziges deutsches Magazin die Chance, das neue Trance X 29er zu testen. Direkt beim ersten Aufsitzen gefiel die zentrale Sitzposition, mittig bettete das Giant den Fahrer zwischen die 29er-Wheels.

Bergauf kletterte das Trance X leichtfüßig, der Hinterbau agierte antriebsneutral, saugte dennoch selbst kleinere Unebenheiten auf. Auch bescherte das VPP-Heck mit gewohnt satten Reserven großes Abfahrtsvergnügen.

Auf ebenen, „flowigen“ Trails zog das Giant trotz des eher flachen 69°-Lenkwinkels gierig ums Eck, forderte den Fahrer zu verspielten Fahrmanövern auf – ein wahrer Launemacher unter den 29er-Fullys! Aber auch in schnellen Downhill-Passagen blieb es dank großer Laufräder laufruhig und sicher – ohne seinen agilen Charakter zu verlieren.

Fazit: Leichtfüßig und antriebsneutral zieht das neue Trance X 29er bergauf, gefällt bergab mit viel Spielfreude und bewährtem Hinterbau. Ob große Tour oder wildes All-Mountain-Terrain: Das Giant fühlt sich überall zu Hause!

21.11.2012
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 10/2012