Test: 17 All-Mountain-MTBs von 2.700 bis 3.000 Euro

Diese Parts an den Testbikes machen Sinn

Steht das Grundgerüst aus Fahrwerk und Geome­trie, fehlt nur noch die richtige "Dekoration". Die Anbauteile entscheiden mit, ob die All-Mountains ihr Allround-Potenzial voll ausspielen.
Zu den getesteten Produkten

Viele der Testbikes rollen auf Nobby-Nic-Reifen von Schwalbe mit etwa 2,4 Zoll Breite – ein guter Kompromiss aus Grip und Rollwiderstand. Als Mindestbreite empfiehlt MB 2,25 Zoll. Bei den Bremsen sollte der minimale Scheibendurchmesser 180 mm betragen, schwere Biker fahren sicherer mit 200-mm-Disc an der Front.

Gabeln mit Absenk-Funktion erleichtern das Klettern in steilem Gelände – ein sinnvolles Feature und auch auf den meisten Bikes vorhanden. Eine weitere MountainBIKE-Empfehlung: Vario-Stützen. Der Schnellzugriff auf die Sattelhöhe während der Fahrt erhöht deutlich den Fahrspaß und bringt zudem Sicherheit. Wichtig ist eine Bedienung vom Lenker aus.

Zweifach- oder Dreifach-Kurbel? Das ist reine Geschmacksache. Dennoch gilt eine Einschränkung: Für Einsätze in alpinem Gelände sollte das kleine Kettenblatt 24 Zähne oder weniger besitzen, das große Ritzel hinten möglichst 36. Dass der Antrieb bei den Testbikes zwischen edler Shimano XTR und günstiger Sram X5 schwankt, liegt unter anderem daran, dass die Versender den Preisjoker ziehen. Kalkulieren Sie bei der Kaufentscheidung aber mit ein, ob Sie ohne die Hilfe des Händlers von nebenan auskommen.

Die Unterschiede zwischen den Bikes liegen aber nicht nur in der Vertriebsart, auch bei den bevorzugten Eigenschaften bilden sich Lager. All-Mountain mit eher sportlichem Fahrwerk und schmaler Bereifung, so wie etwa das Stevens, legen einen sehr tourigen, vortriebsorientierten Charakter an den Tag. Bei flacher Geometrie, schwerer Bereifung und Kettenführung, Beispiel Specialized, liegen die Stärken klar in der Abfahrt.



Die Mountainbikes im Test:

09.05.2012
Autor: Rainer Sebal
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 04/2012