14 Langarm-Wintertrikots für Mountainbiker im Test (2015)

Test: 14 Langarmtrikots für den Winter


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MTB-Wintertrikots
Foto: Benjamin Hahn

 

MountainBIKE Wintertrikots
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MountainBIKE Wintertrikots
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MountainBIKE Wintertrikots
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MountainBIKE Wintertrikots
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Langarm-Wintershirts sollen warm halten, schwitzfrei zu tragen sein und sich flexibel mit Jacke und Unterhemd kombinieren lassen. MountainBIKE hat 14 Trikots in zwei Preisklassen getestet.
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Die Bekleidungswahl für Schönwetter-Touren ist schnell erledigt. Beim sommerlichen Kurz-Kurz-Dress stellt sich meist nur die Frage: sportlich-eng oder lässig-weit? Im Winter sieht sich der Biker hingegen meist gleich mit mehreren Fragen konfrontiert. Bleibt es sonnig-kühl oder wird es nasskalt? Soll ich Regenkleidung mitnehmen oder reicht ein Kälte- und Windschutz?

Egal, welche Kombination Sie auf die winterlichen Trails entführen, ein warmes Langarmtrikot perfektioniert Ihre Ausrüstung, kann als Oberteil „drüber“ oder körpernah „drunter“ getragen werden.

Langarmshirts für den Winter bestehen zu etwa 80 bis 90 Prozent aus Polyester und/oder Polyamid sowie einer Beimischung von Elasthan. Das flexible Material bewirkt, dass sich das Kleidungsstück auch bei dichter Webart angenehm an den Körper schmiegt.

Die oft als Futter bezeichnete, kuschelige Innenseite von Wintertrikots entsteht meist durch mechanisches Aufrauen des Stoffes. Der Sinn: Die flauschige Stoffschicht bildet ein Luftpolster, das die Körperwärme speichert. Darüber hinaus verteilt ein so behandelter Stoff den Schweiß besser im Material, was für ein trockenes Tragegefühl sorgt.

Die Ausstattung der meist eng anliegenden Wintertrikots ist schnell erläutert: Neben einem durchgehenden Front-Reißverschluss bieten die meisten Modelle drei Einschubtaschen am Rücken, manche Testkandidaten eine kleine, zusätzliche Reißverschlusstasche für Wertgegenstände sowie in der Dunkelheit reflektierende Elemente.

Wintertrikots lassen sich perfekt kombinieren

Das Beste an den langärmeligen Wärmern ist jedoch ihre Kombinierbarkeit. Anders als ein Winterunterhemd, das nur als erste Schicht („Baselayer“) dient, lässt sich ein Wintertrikot aufgrund der dickeren Stoffqualität und des Designs auch als Außenlage tragen. Etwa in der Übergangszeit zu Herbst und Frühling.

Hier kann ein Wintertrikot plus ein dünnes Unterhemd ausreichend sein. Wird es unterwegs doch einmal kühl, etwa durch Fahrtwind, reicht eine Windweste zum Schutz der Rumpfpartie.

Sollte das Wetter noch kälter werden, kombinieren Sie das Trikot mit einem Winterunterhemd. An richtig kalten Tagen mit Temperaturen um null Grad fügen Sie einen vollständigen Windschutz, etwa durch eine Wind- oder Regenjacke hinzu. Der eng anliegende Schnitt der Wintertrikots eignet sich bestens, um eine weitere Bekleidungsschicht darüber zu tragen. So mutiert das Trikot zum Drunterhemd.

Dieses Zwiebelprinzip trägt in Summe zwar etwas dicker auf als die Kombi aus Softshelljacke plus Unterhemd, das Übereinanderlegen von mehreren Bekleidungslagen wird von vielen Bikern jedoch bevorzugt, da die Kleidung unterwegs flexibler an die Wetterlage anpassbar ist.

Auch der Test zeigt, dass ein gutes Wintertrikot kein Vermögen kosten muss. Bereits das mit 65 Euro günstigste Trikot im Test, Vaude Matera, punktet mit starkem Kälteschutz, weitgehend schwitzfreiem Tragegefühl und ist zudem hervorragend verarbeitet. Nur die Ausstattung ohne Reißverschluss-Tasche und Reflektoren fällt etwas mager aus.

Zwar erringt das teure, perfekt sitzende Assos für knapp 170 Euro den Testsieg der Preisklasse ab 100 Euro, es ist jedoch nicht das wärmste Modell im Test. Den stärksten Kälteschutz erhalten Biker mit den Modellen von Pearl Izumi, Endura und Mavic, die allesamt zwischen 90 und 100 Euro kosten.

So testet MountainBIKE die Wintertrikots

Bei winterlichen Temperaturen um nasskalte vier bis zehn Grad prüften die Tester sämtliche Trikots mit und ohne Rucksack auf einer festgelegten Testrunde.

Auf eine schnelle Flachpassage mit kaltem Fahrtwind zum Test des Kälteschutzes folgte ein längeres Kletterstück, um das Klima-Management zu prüfen. Zu schwitzige Shirts fielen im zweiten, schnellen Flachstück sowie der anschließenden Abfahrt schnell durch ein klammes Tragegefühl und unangenehmes Auskühlen des Materials auf.

Zudem nahm die Redaktion nach mehreren Waschgängen sämtliche Nähte und Materialabschlüsse der Winter-Shirts in Augenschein, prüfte die Leichtgängigkeit der Reißverschlüsse und bewertete die Passform mittels mehrerer Testpersonen.

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24.11.2015
Autor: Christian Zimek
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 12/2015