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TransZypern: Per MTB über die Insel
MountainBIKE-Mitarbeiter Christoph Malin war bei der Premiere der TransZypern im November 2009 dabei. Nach der einwöchigen Insel-Durchquerung mit dem Mountainbike kommt er aus dem Schwärmen fast gar nicht mehr heraus:
Ich stehe am Pier des malerischen Fischerhafens Agios Georgios am Kap Drepano und kann es kaum glauben, wenn ich auf mein staubiges Bike und durch die Kamera schaue – knapp 360 Kilometer und 6.400 Höhenmeter, sieben Tage im Sattel, die erste Zypern Ost-West-Durchquerung mit dem Bike ist geschafft.
Mit mir freut sich die bunt gemischte Gruppe an Teilnehmern, zwölf an der Zahl. Vom Marathon-Spezialisten über Rennrad Kilometer-Fresser, Tourenfahrer, Hobby-Freerider, Landschaftsgenießer bis zum Singletrail-Fan sind bei dieser ersten TransZypern fast alle Radlertypen vertreten. Auch altersmäßig ist von 30 bis 60 alles dabei, und alle hatten einen Riesenspaß!
Die Freude ist auch bei Alfred Baum und seinem ZypernBike-Team spürbar. Keine Verletzungen, keine größeren Pannen. Im Gegenteil: Die aufwändige Vorbereitung die reibungslose Organisation vor Ort hat sich absolut ausgezahlt. Zufriedene und begeisterte Gesichter, wohin man schaut.
Hinter uns liegt eine echte Mittelmeer-Traumroute, die Bike-Enthusiasten begeistern wird. Wenn auch die Länge und Höhenmeter auf den ersten Blick gegenüber bekannten Transalprouten eher bescheiden erscheinen mögen, so täuscht das gewaltig über die Anforderungen, die eine TransZypern von den Fahrern abverlangt.
Wir haben uns sechs bis sieben Stunden täglich mit stetigen Höhenwechseln vom karg-felsigen Cap Greco an der Ostküste über scharfe Küstentrails gearbeitet. Sind dann - langsam ansteigend - auf abenteuerlichen Strecken immer mehr in das wildromantische, fast 2.000 Meter hohe Troodos-Gebirge im Herzen der Insel vorgestoßen, das trotz der beträchtlichen Höhe mit seinen sanft abgerundeten, bewaldeten Kuppen eher an ein europäisches Mittelgebirge erinnert, uns aber mit ordentlich dosierten Höhenmetern und vielen Gegenanstiegen seine Zähne gezeigt hat.
Anspruchsvolle Singletrails, wunderbare Waldwege in kühlen Auen oder an trockenen Bergflanken führten uns durch würzig duftende Zedernwälder, stille Täler und zu einsam gelegenen byzantinischen Klöstern und Bergdörfern. Hier scheint die Zeit stillzustehen, und die Freude der liebenswerten Einheimischen über die seltsam gekleideten Radfahrer ist spürbar groß.
Grüne Kiefernwälder in uralter Vulkan-Basaltlandschaft wechselten sich ab mit saftigen Viehweiden und verwunschenen Flusstälern. Mittags bunkerten wir in urigen Dorftavernen Kraftnachschub für den Nachmittag, und abends gleich wieder. Denn 1.700 Höhenmeter auf Zypern sind wahrlich von ganz anderem Kaliber als in den Alpen.
Ein paar Tage später und viele landschaftliche sowie kulturelle Eindrücke reicher, rollten wir im Sinkflug zur Akamas-Halbinsel. Dort erlebten wir an der Westküste nach Agios Georgios fast schon afrikanisches Steppenflair mit rütteligen Sandpisten, eingerahmt vom azurblauen Mittelmeer.
Liebes Zypern: Wir sind alle deinem mediterranen Zauber, deiner unglaublich vielfältigen Landschaft, den schönen, einsamen Routen und der Herzlichkeit deiner freundlichen Bewohner erlegen – und werden wieder kommen, wenn es heißt: TransZypern 2010!
TransZypern 2009 - die Fakten:
6 Etappen – ca. 359 km / 6.330 hm:
Ost-West-Durchquerung der Insel im griechischen Süden.
Landschaft und Trails:
Als eines der beliebtesten Wanderziele im östlichen Mittelmeer bietet Zypern nicht nur ein berühmtes kulturelles Erbe und eine Jahrtausend alte Geschichte zum Anfassen, sondern auch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft uralten vulkanischen Ursprungs.
Das Inselinnere wird vom fast 2.000 Meter hohen Troodosgebirge dominiert - mit seinen sanft gerundeten, bewaldeten Kuppen eher an ein europäisches Mittelgebirge erinnernd, aber durch die vielen Gegenanstiege und Bergflanken auf Tour sehr fordernd.
Küstenwege entlang bizarrer Klippen und abenteuerliche Abfahrten auf uralten Karrenwegen oder dem Europäischen Fernwanderweg E4 sorgen für Abwechslung. Weitläufige Forstwege führen die Teilnehmer durch würzig duftende Zedernwälder, stille Täler und zu einsam gelegenen byzantinischen Kirchen und Klöstern. Auf der Halbinsel Akamas entfalten im Frühjahr bunte Blumenteppiche ihren typischen mediterranen Zauber.
Die Zugabe: An den Stränden liegen die Wassertemperaturen auf der sonnenverwöhnten Götterinsel selbst im November noch bei über 20 Grad. Wer Zeit hat, der verlängert und erholt sich nach der TransZypern noch im Club Aldiana.
Land & Leute, Essen:
Im Winter erholt sich Zypern von den Touristenmassen, und die Menschen in den Dörfern oder Städten sind entspannt. Egal ob Alt oder Jung, man ist sofort im Gespräch, fast alle Zyprioten sprechen gut Englisch.
In den Tavernen der Bergdörfer, aber auch in den vielen kleineren Dorfrestaurants, deren Besitzer TransZypern-Veranstalter Alfred Baum persönlich seit vielen Jahren kennt, isst man durchwegs hervorragend traditionell. Auch der zypriotische Wein ist vom feinsten. Abends sorgen nostalgische Hotels mit britischem Flair, feiner Küche und viel Komfort für Entspannung nach den harten Tagesetappen.
Die Etappen im Einzelnen:
1. Tag: Anreise
2. Tag: (Transfer Cap Greco) - Cap Greco – Larnaca – 60 km / 500 hm
Charakter: Flache und hügelige Strecke zum Einrollen und Kennenlernen.
3. Tag: Larnaca – Stavrovouni Klosterberg – Lythrodontas – (Larnaca) 65 km / 1.500 hm
Charakter: Deutliche Steigerung gegenüber dem Vortag mit längerem Aufstieg zum Kloster. Geeignet als Test für die folgenden Bergetappen.
4. Tag: (Larnaca) – Lythrodontas - Fikardou – Stavros tou Agiasmati – (Agros) – 56 km / 1.600 hm
Charakter: Ein stetiges Auf und Ab mit steilen Aufstiegen. Belohnung: Single-Trails in einsamer Berglandschaft mit traumhaften Ausblicken.
5. Tag: (Agros) – Stavros tou Agiasmati – Troodos Square – Pano Lefkara – 40 km / 1.780 hm
Charakter: Diese Etappe fordert von den Teilnehmern alles: höchste Konzentration, beste Kondition und sichere Bike-Beherrschung. Die technisch anspruchvollste Etappe der TransZypern.
6. Tag: Pano Platres – Kyykos Monastery – Polis – 90 km / 1.000 hm
Charakter: Die Schwierigkeit dieses Abschnitts liegt im Aufstieg am späten Vormittag sowie in der Länge insgesamt. Die Belohnung sind sensationelle Panoramen und die Gewissheit, die TransZypern fast bewältigt zu haben.
7. Tag: Polis – Akamas Halbinsel – St. Georges – (Transfer Larnaca) – 48 km / 450 hm
Charakter: Am Vormittag Umrundung der landschaftlich besonders reizvollen Halbinsel Akamas. Fahrt zum „Bad der Aphrodite“. Ein heftiger, aber kurzer Anstieg auf einer Sandpiste, danach geht es entspannt auf einer Piste durch das Naturschutzgebiet. Ein paar kleinere Rampen nach Felsbuchten sind die letzte Anstrengung, vorbei an der Lara-Bucht (Schildkrötenstrand) zum malerischen Fischerhafen Agios Georgios, dem Endpunkt der TransZypern. Anschließend Rückfahrt nach Larnaca mit dem Minibus zum Hotel Lordos Beach. Abschlussbesprechung und gemeinsamen Abendessen im Hotel.
8. Tag: Abreise. Option auf Verlängerung im Club Aldiana.
Weitere Infos beim Veranstalter:
Lifestyle Travel Team GmbH & Co KG
Zur Lauterhecke 6
D-63877 Sailauf
Tel.: 0049-6093-9737-0
Fax: 0049-6093-9737-16
E-Mail: info@zypernbike.de
Internet: www.zypernbike.de
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20.12.2009
© MountainBIKE
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