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Deutschlands Netz markierter Trails
Deutschlands Mittelgebirge machen mobil und überziehen ihre Berge extra für Mountainbiker mit einem Netz markierter Trails. Hier die zehn schönsten zum Vormerken für die kommende Bike-Saison.
Mountain BIKE-Tourenautor Gerhard Eisenschink hatte bisher immer eine Landkarte dabei – als Lebensversicherung bei der Routenrecherche in den dunklen deutschen Mittelgebirgen. Bis er in den Harz kam. Hier führen nämlich Markierungen an Kreuzungen und Abzweigen die Mountainbiker auf den rechten Weg. Die bunten Täfelchen ermöglichen eine einfache Orientierung, ohne andauernd absteigen, winzige Tourenkärtchen oder die Karte entschlüsseln zu müssen. Sie zeigen zudem – ähnlich den farbigen Markierungen auf Skipisten – auch die Schwierigkeit der Route an. Wie im Harz schaffen immer mehr Bike-Regionen in den deutschen Mittelgebirgen ihre eigenen Wegenetze und beschildern sie einheitlich und durchgehend. Regionen wie der Schwarzwald oder das Sauerland setzen dabei auf schiere Größe, andere Gebiete wie der Frankenwald, der Pfälzerwald oder das Erzgebirge dagegen sind klein, aber fein – und bieten ein Wegenetz mit besonders hohem Singletrailanteil. Die Markierungen erschweren ein Verfahren also gewaltig. Wer aber zur falschen Zeit in die falsche Richtung schaut, kann natürlich trotzdem irgendwann im Wald stehen. Kein Problem, einfach umdrehen, zurückfahren, bis man das rettende Schildchen wieder sieht, und weiter geht’s! Für vorsichtige Naturen gibt’s den Wegverlauf auch immer noch in gedruckter Form. Mountain BIKE-Autor Eisenschink musste im Harz übrigens kein einziges Mal die Landkarte zücken. Dabei hatte er sie aber trotzdem. Denn vor einem neidischen Schildersammler ist auch ein Wald nie sicher.
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