Waldschäden durch Forstarbeiten - diese Bilder haben die MountainBIKE-User auf ihren Touren geschossen

Von wegen böse Mountainbiker: tonnenschwere Forstmaschinen schaden dem Waldboden - und zwar nachhaltig. Diese Beweisbilder haben die MountainBIKE-User von ihren MTB-Touren mitgebracht. Weiter unten auf der Seite haben Sie die Möglichkeit, ebenfalls ein Bild von Waldschäden hochzuladen, die durch schwere Forstmaschinen verursacht worden sind.

"Da wächst kein Gras mehr!" Häufig entdecken unsere MountainBIKE-User Spuren der Zerstörung im Wald, verursacht durch Forstmaschinen. Und der Schaden ist nicht nur vorübergehend. Einmal zerstört, regeneriert sich der Boden erst nach vielen Jahren – wenn überhaupt.

Das Problem: Die Maschinen zur Ernte und zum Abtransport der Bäume werden immer schwerer. Bis zu 35 Tonnen wiegt etwa ein moderner "Harvester". Durch das hohe Gewicht verdichtet sich der Waldboden, Wasser kann nicht mehr abfließen, Sauerstoff nicht aufgenommen werden. Auch der Einsatz von breiteren Reifen löst das Problem nicht, sondern verdrängt es nur – und zwar in die Tiefe. Zudem schädigen die schweren Maschinen oft die Wurzeln.

Abhilfe sollen eine bessere Ausbildung der Forstarbeiter und angepasste Ausrüstung schaffen, etwa Raupenfahrwerke statt einzelner Reifen. Nur: Das geht ins Geld. Die sinnvolle Alternative: kleinere, leichtere Maschinen – und eine rücksichtsvollere, auf die Bedürfnisse der Natur abgestimmte Baumernte.

Doch solche Maßnahmen würden die Rentabilität des Wirtschaftsbetriebs Wald verringern. Kleinere Maschinen gleich weniger Profit. Und worum geht es letztlich im Wald? Um ein intaktes Ökosystem für Tiere? Um ein erholsames Naturerlebnis für Wanderer oder Biker? Nicht ganz: Es geht ums Geld. Nur ums Geld!

(Kommentar in MountainBIKE 02/14 zum Thema Waldschäden durch Forstarbeiten)




20.01.2014
© MOUNTAINBIKE
Ausgabe 02/2014