Schnüre, Drähte, Nagelbretter: Das ist bei Biker-Fallen zu tun - plus: Upload für Ihre Fallen-Bilder

Stacheldraht auf dem MTB-Trail
Foto: Daniel Geiger
Immer wieder stoßen Biker im Wald auf gefährliche Fallen wie Nagelbretter, gespannte Schnüre oder sogar Stacheldraht. MountainBIKE erklärt, was dann zu tun ist. Haben Sie auch schon eine MTB-Falle im Wald gesehen und fotografiert? Dann laden Sie weiter unten auf dieser Seite ein Bild der Falle hoch.

Immer wieder gibt es Berichte über Fallen gegen Mountainbiker. Jüngstes Beispiel: Heidelberg. Dort entdeckten Radfahrer im Januar 2014 gleich zwei Fallen: eine gespannte Schnur in Kopfhöhe und 10 km entfernt einen gespannten Draht. Verletzt wurde niemand, aber das Gefährdungspotenzial ist hoch. Wer von einem Draht gestoppt wird, dürfte schwere Verletzungen davontragen – mindestens.

Was sollten Mountainbiker tun?

Wer eine Falle entdeckt, sollte Forstamt oder Polizei informieren und vor Ort warten, bis die Streife eintrifft. Ansonsten gilt: kontrolliert fahren. „Bei hohem Tempo wird es schwer, rechtzeitig zu reagieren“, erklärt Norbert Schätzle, Pressesprecher der Polizei Mannheim. Und Christoph Reich vom Forstrevier Ebersbach erinnert daran, dass auch Fußgänger und Tiere gefährdet werden.

Was sollten Mountainbiker unterlassen?

„Nichts anfassen“, sagt Schätzle. Sprich: Die Falle nicht in Eigenregie entfernen. „Ein schlechter Ratgeber ist auch die Selbstjustiz“, mahnt der Polizeisprecher. Zumal die Wahrscheinlichkeit, den Täter durch Auflauern im Wald zu finden, verschwindend gering sein dürfte.

Was macht die Polizei?

„Wir fahren schon auch mal die Waldwege ab“, so Schätzle. Allerdings seien im Wald so viele Menschen unterwegs, da könne man kaum erkennen, wer etwas Böses im Schilde führe. Dennoch will die Polizei in Heidelberg nun verstärkt Präsenz zeigen. Und es gibt ja noch die Forstämter. Trotzdem betont Schätzle: „Wir sind auf Zeugenhinweise angewiesen.“

Was passiert mit den Tätern?

Wer im Wald Fallen stellt, macht sich des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr strafbar. „Darauf steht eine Geldstrafe, mitunter sogar bis 5 Jahre Gefängnis“, so Schätzle. Wird die Absicht eines Unfalls nachgewiesen, geht es auf jeden Fall ins Kittchen.




29.01.2014
© MOUNTAINBIKE