Projekt Cape Epic: Niemand hat Form


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Cadel Evans (rechts) war mal Tour-de-France-Sieger. Und gewann den Mountainbike-Weltcup. Sagt aber, er wäre unfit.
Foto: Mark Sampson

 

Cape Epic 2017
Foto: Nick Muniz/Cape Epic/SPORTZPICS

 

Cape Epic 2017
Foto: Dominic Barnardt/Cape Epic/SPORTZPICS

 

Cape Epic 2017
Foto: Dominik Bernardt/Cape Epic/SPORTZPICS

 

Cape Epic 2017
Foto: Sam Clark/Cape Epic/SPORTZPICS
Die Nervosität vor dem Cape-Epic-Etappenrennen in Südafrika ist groß. Das Gejammer war's auf der Pressekonferenz auch. Niemand hat angeblich Form. Unser Chefredakteur Jens Vögele, der mit Mike Kluge an den Start geht, macht den Formcheck.

Cadel Evans sitzt bei der Pressekonferenz vor dem Cape-Epic-Etappenrennen in Kapstadt. Drahtig sieht er aus, der frühere Tour-de-France-Sieger. Und austrainiert. Er wird mit George Hincapie fahren, der im Gegensatz zu Evans quasi keine Mountainbike-Erfahrung hat. Entsprechend unfit seien sie, sagt Evans.

 

Cape Epic 2017 mit Jens Vögele und Mike Kluge
Foto: Chris Blecher MOUNTAINBIKE-Chefredakteur Jens Vögele und der dreifache Querfeldein-Weltmeister Mike Kluge werden als Team beim Cape-Epic-Etappenrennen in Südafrika an den Start gehen.

Und irgendwie ist es ja immer das gleiche vor solchen Rennen: Niemand ist fit. Alle wollen Erfahrungen sammeln, auch Olympiasiegerin Jenny Rissveds, die mit Bike-Legende Thomas Frischknecht ein Mixed-Team bildet.

Mein Partner Mike Kluge ist übrigens auch unfit - hat sogar die Tage mal gesagt: "Du fährst mir sowas von davon." Jan Ullrich meinte zu sowas mal lapidar: "Wer jammert, hat Form." Und genau deshalb hab ich noch nie gejammert.

Trotzdem gibt's ein paar, die ohne zu Jammern ins Rennen gehen. "Zehn Teams haben berechtigte Aussichten auf den Gesamtsieg", stellt Titelverteidiger Karl Platt vom Team Bulls bei der Pressekonferenz fest. Platt gewann das Epic bereits fünf Mal und will mit seinem bewährten Partner, Urs Huber aus der Schweiz, seinen Titel verteidigen. Sie alle werden längst geduscht und massiert sein, wenn ich ins Ziel komme. Außer Mike. Der muss bei mir bleiben. Maximal 2 Minuten Zeitunterschied erlaubt das Reglement ...




17.03.2017
Autor: Jens Vögele
© MOUNTAINBIKE