MTB-Bundesliga 2012: Moritz Milatz und Gunn-Rita Dahle-Flesjaa gewinnen in Heubach

Moritz Milatz und Gunn-Rita Dahle-Flesjaa haben in Heubach des zweite Rennen der Mountainbike-Bundesliga 2012 gewonnen. Sabine Spitz schaffte Platz 2. Hier gibt's Bilder und Rennbericht.

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Mountainbike Bundesliga Heubach 29. April 2012 Race Rennen Foto: Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion
Mountainbike Bundesliga Heubach 29. April 2012 Race Rennen Foto: Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion
Mountainbike Bundesliga Heubach 29. April 2012 Race Rennen Foto: Armin M. Küstenbrück/EGO-Promotion

Der Deutsche Meister Moritz Milatz hat in Heubach das zweite MTB-Bundesliga-Rennen der Saison 2012 gewonnen. Der Freiburger konnte den Schweizer Fabian Giger und Ex-Weltmeister José Hermida aus Spanien auf die Plätze zwei und drei verweisen. Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Nor) hat nach dem Bundesliga-Auftakt in Münsingen auch das BiketheRock in Heubach gewonnen. Sabine Spitz holte sich Rang zwei vor der Schweizerin Katrin Leumann.

Moritz Milatz lieferte der großen Zuschauerkulisse in Heubach eine tolle Dramaturgie. Der Schweizer Kletterkünstler Fabian Giger hatte in der ersten von sieben Runden (30,1 Kilometer) die Führung übernommen und nach drei Runden auf 30 Sekunden ausgebaut.
Milatz konnte sich in der dritten Runde von seinen Begleitern in der Verfolgergruppe absetzen. „Ich hatte schon sehr früh im Rennen das Gefühl, dass ich heute gewinnen kann. Als ich gemerkt habe, dass der Rückstand zu Fabian nicht größer wird, da wusste ich, heute kann es klappen“, sagte ein strahlender Moritz Milatz, nach seinem ersten hder vor einer Woche in Lugano (Schweiz) auch schon ein Rennen gewonnen hatte.

Milatz nahm die Verfolgung auf und schloss binnen der folgenden beiden Runden die Lücke zu Giger. So ging das Duo gemeinsam auf die letzten 4,3 Kilometer und da hatte Milatz dann die größeren Reserven. Im Ziel lagen nach 1:31:42 Stunden 17,5 Sekunden zwischen dem Südbadener und dem Eidgenossen.

José Hermida hatte keinen optimalen Start und arbeitete sich von Rang acht auf drei nach vorne. Obwohl er zwischenzeitlich starke Rundenzeiten produzierte, war es ihm nicht mehr möglich an Giger und Milatz heran zu kommen. Mit genau einer Minute Rückstand besetzte er den dritten Podestplatz.

Hinter ihm überraschte der Führende im MTB-U23-Weltcup Alexander Gehbauer (Österreich) als Vierter (+2:06) vor dem Australier Daniel McConnell (+2:12). Jochen Käß (Bietenhausen) wurde als zweitbester Deutscher Sechster (+2:47).
Weltmeister Jaroslav Kulhavy (Tschechien) gab das Rennen nach vier Runden auf, zu einem Zeitpunkt als er auf Platz sieben fuhr.

Sabine Spitz freut sich über Rang 2 nach Gunn-Rita Dahle-Flesjaa

Gunn-Rita Dahle-Flesjaa zog in Heubach schon ab der ersten Runde einsam ihre Kreise. Die MTB-Olympiasiegerin von 2004 vergrößerte ihren Vorsprung auf die Olympiasiegerin von 2008, Sabine Spitz (Murg-Niederhof) Runde um Runde und hatte nach 25,8 Kilometern 1:47 Minuten Vorsprung heraus gefahren.

„Ich mag es Rennen so zu gewinnen. Es ist super, weil ich diese Woche sehr viel trainiert habe“, sagte die Norwegerin zu ihrem Sieg in 1:34:32 Minuten.

Sabine Spitz, der das steile Profil mit dem fast 2,5 Kilometer langen Anstieg in Heubach nicht entgegen kommt, war mit ihrem zweiten Rang sehr zufrieden. „Das zeigt, dass man auch auf einem Profil, das dem eigenen Körperbau nicht so entgegen kommt, gute Rennen fahren kann. Wenn die Form stimmt und der Kopf, dann geht das“, sagte Spitz. Sie verwies auch auf einige Verpflichtungen, die sie in dieser Woche in der Vorbereitung gehemmt haben. „Deshalb freut es mich doppelt“, meinte sie noch.

Die Österreicherin Lisi Osl war ihre schärfste Verfolgerin, bis sie per Defekt zurück fiel. Auch Ex-Weltmeisterin Irina Kalentieva aus Russland hatte, an vierter Stelle liegend, Defekt. Dritte wurde Katrin Leumann (Schweiz, +2:52), die zwei starke Schlussrunden hinlegte.

Das eröffnete Silke Schmidt (München) die Chance als Vierte für eine Überraschung zu sorgen. „Den Start habe ich verhauen, aber dann lief es gut. Ich hatte das Gefühl, dass ich nur noch überholt habe“, sagte Schmidt, die mit 3:48 Minuten Rückstand ins Ziel kam.

Fabian Strecker Vierter im U23-Rennen

Im U23-Rennen der Herren hatten die deutschen Biker das Nachsehen. Zumindest was die Podestplätze anging. Fabian Strecker konnte am längsten mit Michiel van der Heijden (Niederlande), Matthias Stirnemann (Schweiz) und Olof Jonsson (Schweden) mithalten. Doch in der dritten von fünf Runden verlor er den Kontakt zu dem Trio, das in der letzten Runde die endgültigen Positionen verteilte.
Van der Heijden, der in der zweiten Runde Defekt erlitt und sein Vorderrad tauschen musste, setzte sich auf der zweiten Hälfte des langen Anstiegs von seinen Konkurrenten ab und brachte 16 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Stirnemann schlug Jonsson im Sprint um Rang zwei.

„Solche langen Anstiege liegen mir eigentlich nicht so, aber wenn man gute Form hat, dann geht alles. Der Downhill ist der beste, den ich jemals in einem Rennen gefahren bin“, kommentierte der Sieger, der 2010 Junioren-Weltmeister war.

Fabian Strecker aus Kirchzarten, der in Heubach 2010 das U23-Rennen gewinnen konnte, freute sich über sein bestes Saisonresultat. „Es tut gut mal wieder vorne mitfahren zu können“, sagte Strecker, der als Vierter 1:09 Minuten Rückstand hatte.
Auf Rang fünf landete Christian Pfäffle (Neuffen), der einmal mehr positiv überraschte und 2:31 Minuten Rückstand hatte. Münsingen-Sieger Simon Stiebjahn (Titisee-Neustadt) wurde Siebter und verteidigte seine Gesamtführung.

Egger gewinnt Junioren-Rennen durch Downhillkünste
Im Junioren-Rennen konnte sich am Sonntagvormittag der Mindelheimer Georg Egger durchsetzen. Der Bayer siegte 16 Sekunden vor dem Pforzheimer Daniel Voitl, der wie Egger dem jüngeren Jahrgang angehört. Martin Frey aus Bad Urach bezwang im Sprint den Schweden Emil Linde und wurde mit 21 Sekunden Rückstand Dritter.

„Daniel war im Anstieg vielleicht stärker, aber ich habe mich heute gut gefühlt und im Downhill bin ich super klar gekommen“, erklärte Egger, der in der dritten von vier Runden aus der Verfolgergruppe heraus in einem etwas flacheren Stück angriff, zu Voitl aufschloss und ihn in der Abfahrt distanzierte.

Deutsche Juniorinnen auf Platz zwei und drei
Sofia Wiedenroth und Lena Putz mussten sich in Heubach der Schwedin Jenny Rissveds geschlagen geben. Junioren-Vizeweltmeisterin Lena Putz (Röhrnbach) stürzte in der ersten Runde und musste Wiedenroth und Rissveds ziehen lassen. Die Schwedin erwies sich im Anstieg als die Stärkere und ließ sich auch durch einen Sturz nicht aus dem Konzept bringen.

„Jenny war am Berg einfach zu stark, aber sonst lief es für mich sehr gut. Der Downhill hat Spaß gemacht“, sagte Sofia Wiedenroth.

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02.05.2012
Autor: Erhard Goller
© MOUNTAINBIKE