Franzose Julien Absalon ist Cross-Country-Weltmeister 2014 - Moritz Milatz knapp an Bronze vorbei, Sabine Spitz auf Rang 8

Im XC-Rennen der Herren besiegte Julien Absalon einen starken Nino Schurter. Bei den Damen gewinnt Catharine Pendrel. Die Deutschen fuhren mit Moritz Milatz auf Rang 4, gefolgt von Manuel Fumic. Sabine Spitz kam nicht über Platz 8 hinaus.

 

Mountainbike-Weltmeisterschaft 2014 Julien Absalon
Foto: redbull.tv Der Franzose Julien Absalon holt sich den Titel bei der XC-Weltmeisterschaft in Norwegen.

Manuel Fumic legte auf dem Cross-Country-Kurs im norwegischen Hafjell einen guten Start hin. Der Deutsche konnte sich zu Beginn des Final-Rennens an zweiter Stelle, hinter Nino Schurter, platzieren. Den zweiten Platz musste Fumic jedoch bereits in der nächsten Runde an Julien Absalon abgeben, der sich im Alleingang an die Verfolgung des führenden Schurters machte.

Kurz darauf hatte Fumic mit dem Italiener Marco Fontana zu kämpfen. Fontana überholte Fumic in Runde drei, woraufhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den dritten Platz folgte. Auch diesen Platz konnte Manuel Fumic nicht halten und fiel auf Rang vier zurück, gefolgt von Moritz Milatz.

Nachdem Fumic ungewöhnliche Geräusche von seinem Hinterrad vernahm, drosselte dieser sein Tempo. In Runde sechs musste Manuel Fumic Rang vier an seinen Landsmann Moritz Milatz weitergeben, der nur um wenige Sekunden die Bronze-Medaille verpasste. Ärgerlich, denn wie sich im Ziel herausstellte, war Fumics Mountainbike technisch in Ordnung.

Julien Absalon bändigt Nino Schurter

Absalon arbeitete sich Runde für Runde an Nino Schurter heran, bis letzterer in der fünften Runde die Führung an den französischen Meister abgeben musste. Insbesondere bergauf wirkte Julien Absalon deutlich frischer, während Nino Schurter immer schwerer in die Pedale treten musste.

Auf der letzten Abfahrt traf es Nino Schurter bitter: durch einen Sturz verlor der Schweizer weitere Sekunden auf Julien Absalon, so dass Schurter im Ziel mit 1:51 Minute Rückstand vom Rad humpelte.

Bester Deutscher wurde bei dieser Weltmeisterschaft Moritz Milatz, der im Ziel resümierte: „Vierter Platz bei einer WM ist kein schlechtes Ergebnis und für mich ist es sogar das beste meiner Karriere. Für Manuel tut es mir leid, er hätte eine Medaille verdient gehabt."

Cahtarine Pendrel gewinnt Damen-Rennen, Spitz auf Rang 8

Bei den Damen gab die Kanadierin Catharine Pendrel von Start weg das Tempo an. Sabine Spitz kam zu Beginn gut weg, lag am Ende der ersten Runde allerdings auf Rang 9, mit 38 Sekunden Rückstand auf Pendrel.

In der folgenden Runde konnte sich Sabine Spitz kurzzeitig auf den sechsten Platz vorarbeiten, musste diesen aber bereits in Runde drei an die Lokalmatadorin, Gunn-Rita Dahle Flesja, abgeben. Am Ende reichte es für Spitz zu einem achten Platz mit 3:05 Minuten Rückstand auf Weltmeisterin Catharine Pendrel. Nach dem Rennen zog Sabine Spitz ihr persönliches Fazit: „Klar habe ich mir mehr erhofft, aber letztendlich ist es so: wenn man nicht vorne dabei ist, hatte man auch nicht genug Power an diesem Tag“.

Krankheitsbedingt musste Haibike-Teamkollegin Adelheit Morath bereits am Freitag abreisen. Somit musste die deutsche Meisterin ihre Hoffnungen auf einen möglichen WM-Titel schon im Vorfeld aufgeben.

Pech für Wloszczowska und überraschend starke Amerikanerin Lea Davison

Die Polin Maja Wloszczowska, Irina Kalentieva (Russland) und die Slowenin Blaza Klemencic bildeten früh eine Verfolgergruppe hinter der starken Kanadierin Pendrel. Bereits am Ende der dritten Runde lag Wloszczowska 34 Sekunden hinter Catharine Pendrel und die Polin schwächelte sichtbar. Während Pendrel die Steigungen leichtfüßig nach oben kurbelte, hatte Maja Wloszczowska bergauf zu kämpfen. In Runde vier wurde sie durch einen defekten Reifen zusätzlich ausgebremst - am Ende blieb nur Rang sieben für die polnische Meisterin von 2007.

Spannend wurde es in der letzten Runde, als die führende Catharine Pendrel wegen eines platten Reifens in die Techzone musste. 20 Sekunden verlor Pendrel durch den Defekt, bevor sie mit einem neuen Vorderrad wieder auf Titelkurs gehen konnte.

Die 31-Jährige US-Amerikanerin Lea Davison überraschte mit einer starken Leistung. Umso mehr Runden auf dem Cross-Country-Kurs absolviert wurden, umso mehr Platzierungen macht Davison gut. Am Schluss erreichte Lea Davison Platz 3 und somit die Bronzemedaille für die USA.

06.09.2014
Autor: Benjamin Linsner
© MOUNTAINBIKE