Cross-Country-EM 2014: Titel für Julien Absalon und Tanja Zekelj - Sabine Spitz auf Platz vier

Bei der Cross-Country-EM im saarländischen St. Wendel sicherten sich der Fanzose Julien Absalon und die Slowenin Tanja Zekelj die Titel. Sabine Spitz verpasste als Vierte nur knapp eine Medaille.

 

Sabine Spitz MTB-EM 2014
Foto: EGO-Promotion/Küstenbrück Sabine Spitz hatte die Medaillenränge bei der EM stets im Blick - am Ende wurde es allerdings Rang vier.

Sabine Spitz, in St. Wendel bereits 2008 Europameisterin, zeigte sich im Ziel enttäuscht: "Das war schade. Ich lag in der zweiten Runde zu weit hinten. Als die Sloweninnen attackiert haben, ist ein Loch entstanden, das ich hätte schließen müssen. Aber ich habe darauf spekuliert, dass sie sich noch auseinander fahren, was leider nicht passierte."

Spitz war besonders angetan vom Publikum im St. Wendel: "Die Begeisterung war großartig und hat mir viel Motivation gegeben." Die Medaillen im Rennen der Frauen gingen an die Sloweninnen Tanja Zekelj (Gold) und Blaza Klemencic (Silber), sowie die Polin Maja Wloszczowska.

Gute Platzierungen gab es auch für die übrigen deutschen Starterinnen: Adelheid Morath wurde Elfte, Nina Wrobel 17. und Hanna Klein belegte Rang 19.

Männer: Absalon nicht zu schlagen - Fumic Achter

Im Rennen der Männer setzte sich am Nachmittag der französische Ausnahme-Mountainbiker Julien Absalon durch und holte seinen dritten EM-Titel. Der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger setzte sich schon früh an die Spitze des Rennens und siegte vor dem Schweizer Fabian Giger und dem Tschechen Jan Skarnitzl.

Manuel Fumic belegte als bester Deutscher Rang acht. "Ich hatte heute keine besonders guten Beine", sagte der Kirchheimer im Ziel. "Ich hatte das Pech, dass ich die entscheidende Gruppe verpasst habe und immer allein gefahren bin. Platz acht war heute das Maximum."

Wolfram Kurschat wurde 34., Markus Schulte-Lünzum 37. und Martin Gluth 41. Simon Stiebjahn hatte zwei Runden Rückstand, während Moritz Milatz bereits in der ersten Runde aufgeben musste. Der Europameister von 2012 litt unter einer Allergie, wurde von heftigen Kopfschmerzen und Schwindel geplagt, was eine Weiterfahrt unmöglich machte. "Ich habe mich schon heute Morgen schlecht gefühlt, hatte Kopfschmerzen, die Nase war zu. Es ging einfach überhaupt nichts", meinte Milatz enttäuscht.

Insgesamt fällt die Bilanz des Bundes Deutscher Radfahrer e.V. (BDR) aber positiv aus. "Wir haben in allen Rennen um die Medaillen gekämpft und können auf eine erfolgreiche Europameisterschaft blicken", sagte BDR-Sportdirektor Patrick Moster in St. Wendel. Im Team Relay gewann der BDR die erste Silbermedaille bei dieser Europameisterschaft, es folgten Silber für Luca Schwarzbauer (Junioren) und Bronze für Helen Grobert (Frauen U23).

10.06.2014
Autor: PM Bund Deutscher Radfahrer
© MOUNTAINBIKE