Crocodile Trophy 2015: Schweizer Urs Huber gewinnt in Down Under


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Crocodile Trophy 2015
Foto: Regina Stanger/Crocodile Trophy

 

Crocodile Trophy 2015
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Crocodile Trophy 2015
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Mit einem Etappensieg am letzten Tag holte sich der Schweizer Urs Huber seinen dritten Gesamtsieg bei der Crocodile Trophy nach 2009 und 2010. Sören Nissen aus Dänemark wird Zweiter vor Brendan Johnston aus Australien. Sarah White aus Cairns (AUS) ist die Gesmtsiegerin bei den Damen nach mehr als 700 km und 17.000 Höhenmetern seit dem Start in Cairns vor neun Tagen.

Beim Zeitfahren auf der letzten Crocodile-Trophy-Etappe startete das Teilnehmerfeld in umgekehrter Reihenfolge der Gesamtklassifikation auf die kuppierten, historiscen Goldrauschstraßen und dann über den bekannten "Bump Track" nach Port Douglas, einer steilen Abfahrt durch den dichten Regenwald um das beliebte Urlaubsziel im tropischen Norden von Queensland.

Der Führende Urs Huber wurde als letzter gestartet und sagte er habe gewusst, dass er einen guten Vorsprung hatte und wollte so nichts auf der schweren Abfahrt riskieren.

Wieder einmal bewies Huber, dass er ein würdiger Gewinner der 2015er Crococodile Trophy ist, gewann er doch in 54:24,0 die letzte Etappe und brach zusätzlich den im letzten Jahr aufgestellten Streckenrekord um fast vier Minuten.

"Ich freue mich wirklich über diesen dritten Sieg bei der Crocodile Trophy. Diese Veranstaltung hat sich so verändert seit 2009 und 2010", sagte Huber über das Rennen, das seit 1994 in Australien stattfindet.

"Heutzutage musst du wirklich ein Alleskönner auf dem Mountainbike sein, um dieses Rennen zu gewinnen. Du musst das technische Können haben und auch die Ausdauer um auf der Vielfalt an Gelände gut abzuschneiden", fügte er hinzu und erklärte, dass man auch Renntaktik anwenden können müsse, vor allem auf den längeren Marathonostrecken später im Rennen.

"Natürlich sind die Bedingungen in Australien auch immer eine Herausforderung, aber gerade das macht diese Veranstaltung so einzigartig", kam Huber zum Schluss.

Zweiter auf der Schlussetappe wurde der Italiener Nicholas Pettina (+1:28,1 min), der im Gesamtklassement auf Rang vier landete. "Ich hatte Pech und habe viel Zeit verloren vor ein paar Tagen, aber ich komme sicher wieder. Jetzt weiß ich, was mich erwartet und kann mich noch besser vorbereiten", so Pettina.

Den zweiten Platz im Gesamtklassement holte sich der Däne Sören Nissen, der sagte, dass das Rennen ihm körperlich schon zugesetzt habe. Seit Januar sei er einen Marathon und Etappenrennen nach dem anderen gefahren und zum Schluss hin bei der Crocodile Trophy habe es deshalb nicht für mehr gereicht.

Die drittschnellste Zeit auf der letzten Etappe wurde vom Besten Australier im Rennen, Brendan Johnston aus Canberra eingefahren - mit einem Rückstand von + 2:01,0 min.

Dass er so Gesamt-Dritter im stärksten Elitefeld in der Geschichte dieses kultigen Rennens wurde, mache ihn stolz, sagte Johnston: "Das war das härteste Rennen, das ich jemals gefahren bin, auch mein erstes langes Etappenrennen. Ich bin noch ziemlich jung und es war eine fantastische Erfahrung mich mit so vielen starken Fahrern aus aller Welt zu messen. Ein Stockerlplatz, den nehme ich gerne."

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Crocodile Trophy 2015 Foto: Regina Stanger/Crocodile Trophy
Crocodile Trophy 2015 Foto: Regina Stanger/Crocodile Trophy
Crocodile Trophy 2015 Foto: Regina Stanger/Crocodile Trophy

Johnston stimmte mit Huber überein, dass es nur einem Allrounder gelingen würde dieses Rennen zu gewinnen. "Die Crocodile Trophy hat wirklich alles, was man sich von Mountainbiken vorstellen kann: steile Abfahrten, lange Anstiege. Technisch schwierige Singletrails, breite unbefestigte Straßen. Steinige und sandige Passagen. Outback und Strand. Regen, Schlamm und Hitze. Es gibt wirklich nichts im Mountainbike, was die Crocodile Trophy nicht auf dem Programm hat", so Johnston.

Mit Sarah White kommt die Gewinnerin bei den Elite-Damen aus Cairns, nur eine Autostunde südlich von Port Douglas. Sie beendet ihr Rennen nach neun Tagen in 36:56:30 Stunden. "Ich habe dieses Rennen wirklich genossen, es war mein erstes Etappenrennen. Ich würde sehr gern wieder antreten und hoffe, dass dann mehr Frauen am Start sein werden. Es ist ein hartes Rennen, natürlich, aber absolut machbar - in meiner Heimatregion zu gewinnen macht mich ungemein stolz", sagte die Ex-Ultramarathonläuferin.

Vom Regenwald in den Busch, ins Outback und zum Strand

Die letzen Kilometer wurden auf der Schlussetappe auf dem Sandstrand, gleich am Wasser gefahren und für viele Fahrer schien der Start im Jungle von Cairns Ewigkeiten her zu sein. Seit letzten Samstag fuhren die Teilnehmer auf der Atherton Hochebene und im Mountainbike Park.

Dann in´s Outback und in der Irvinebank Region, um dann bei der tropischen Skybury Kaffeeplantage anzukommen. Vor der Schlussetappe wurden die Zelte bei der Wetherby Rinderstation aufgeschlagen und zum zweiten Mal in der Geschichte der Veranstaltung, fand der Zieleinlauf am Abschlusstag in Port Douglas statt.

Die Fahrer wurden in Port Douglas von mehr als 500 Zuschauern herzlichst empfangen, die sie an der Ziellinie anfeuerten. Viele wurden wieder mit nachgereisten Familien und Freunden vereint und die Fahrer aus Übersee werden noch einige Zeit in Queensland verbringen, manche bis zu drei Wochen, um sich von den Strapazen der Crocodile Trophy zu erholen.

26.10.2015
Autor: PM Crocodile Trophy
© MOUNTAINBIKE