Cape Epic: Sieg für italienisches Duo - Aus für Lakata/Hynek

Cape Epic 2016 4. Etappe
Foto: Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS
Die beiden Italiener Samuele Porro und Damania Ferraro haben die 4. Etappe beim Cape Epic gewonnen. Dagegen ist das Duo Alban Lakata/Kristian Hynek, eines der Top-Teams beim Cape Epic 2016, nach dem schweren Sturz von Hynek am Vortag nicht mehr in der Wertung.

Der amtierende Deutsche XC-Meister Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing) brachte es auf den Punkt: “Das sollte eine Cross-Country-Etappe sein, wegen der kurzen 73 Kilometer, aber das war es definitiv nicht.”

Einig waren sich alle Profis - von Grand Master Udo Bölts (Robert Daniel) bis Youngster Simon Stiebjahn (Bulls 2) - dass die Trails am Welvanpass und rund um das Bike-Paradies Wellington erste Sahne sind.

Die Gesamtführenden Bulls-Fahrer Karl Platt und Urs Huber kamen sicher auf einem 4. Platz ins Ziel, der Gesamtvorsprung auf die zweiten beträgt 9:44 Minuten. Ihre direkten Verfolger, Matthias Pfrommer und der Schweizer Nicola Rohrbach (Centurion Vaude by Meerendal 2) wurden von zwei Stürzen des Deutschen gebremst und lagen bei der Tageswertung auf Rang 5.

Eine relativ große Gruppe mit den Niederländern Rudi van Houts und Hans Becking (CST Superior), beiden Bulls-Teams, Trek-Selle San Marco und Centurion Vaude by Meerendal 2 hatte sich bei moderateren Temperaturen als in den letzten Tagen gemeinsam gejagt, immer wieder versuchten einige, in den Trails etwas herauszuholen.

In der Hitze des Gefechts gab es ein paar Stürze, auch Tim Böhme blieb an der gleichen Stelle wie Pfrommer mit dem Lenker hängen, doch alles ging glimpflich ab.

Am Ende der Etappe siegten die beiden Italiener Samuele Porro und Damania Ferraro vom Team Trek Selle San Marco mit einer guten Minute Vorsprung auf das Team Bulls 2 mit Böhme/Stiebjahn und das niederländische Duo van Houts/Becking vom Team CST Superior.

Nur Marathon-Weltmeister Alban Lakata wird diesen Tag als Enttäuschung im Kalender markieren müssen. Sein achter Versuch, endlich das Absa Cape Epic in sein Erfolgsbuch zu schreiben, scheiterte erneut am Pech.

Lakatas Teampartner Kristian Hynek war am Vortag so schwer gestürzt, dass er nur pro forma ins Rennen ging. So kann der Österreicher Lakata als “Outcast” relativ weit vorne mitfahren, jedoch ohne Aussicht auf eine Wertung.

Langvad/Kleinhans gewinnen Etappe - Spitz/Belomoina auf Platz 2

Annika Langvad und Ariane Kleinhans (Spur Specialized) konnten aufgrund ihrer Taktik, der größeren Erfahrung und der besseren Teamarbeit, wie die Marathon-Weltmeisterin Langvad nach der Siegerehrung meinte, die Etappe knapp für sich entscheiden.

Sabine Spitz und Yana Belomoina (Sport for Good) peilten zwar einen Etappensieg an, kamen aber wenige Meter hinter den Abo-Siegerinnen über die Ziellinie. Die Mountainbike-Olympasiegerin von 2012 genießt das Epic mehr als gedacht. “Super Trails hier, es macht auf jeden Fall Spaß”, so die Deutsche.

Adelheid Morath, mit der Britin “Iron Sally” Bigham (Topeak Ergon) in einem Team, leidet weiter an Sturzfolgen, beißt sich aber durch. Mit dem dritten Rang liegen sie auf Rang 2 der Gesamtwertung, 12:49 Minuten hinter der Schweiz-Dänemark-Paarung Kleinhans/Langvad, die einen dritten Gesamtsieg des Epic anstrebt.

“Es war ein absolut faires Rennen heute, die Konkurrenz wird härter, aber wir haben alle gefightet ohne uns in Gefahr zu bringen”, freute sich eine gute gelaunte Annika Langvad.

Ex-Straßenprofi Udo Bölts freute sich ebenfalls: Über den Tagessieg, die Führung in der Gesamtwertung und über die sagenhaften Trails. “Ich kann nur jedem Mountainbiker empfehlen hier her zukommen”, sagte der Deutsche. “Es muss ja nicht das Epic sein mit Startnummer und Druck, aber solche Trails zu genießen gehört mit zum Besten, was man im Biken erleben kann,” so der ehemalige Tour-de-France-Fahrer.

17.03.2016
Autor: PM Cape Epic
© MountainBIKE