Cape Epic: 3. Etappe - Tagessieg für Sabine Spitz

Foto: Greg Beadle/Cape Epic/SPORTZPICS Cape Epic 2017 3. Etappe Sabine Spitz

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Sabine Spitz hat sich zusammen mit ihrer südafrikanischen Teamkollegin Robyn de Groot auf der 3. Etappe beim Cape Epic 2017 den Tagessieg geholt. Im Gesamtklassement bleiben Spitz/de Groot auf Rang zwei. Bei den Männern wiederholten Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy ihren Tagessieg vom Vortag. Im Leader-Jersey fahren weiter Manuel Fumic und Henrique Avancini.

Nach vier heißen und harten Renntagen liegen doch einige Minuten zwischen den führenden Teams in der Hansgrohe Frauenwertung beim Absa Cape Epic. Den Zielsprint nach 78 Kilometern und 1650 Höhenmetern konnten zwar Sabine Spitz mit ihrer südafrikanischen Partnerin Robyn de Groot (Ascendis Health) gewinnen. Die Gesamtführung bleibt bei den Meerendal CBC Frauen Esther Suess(SUI) und Jennie Stenerhag (SWE), die heute offiziell nur zwei Hundertsel hinter den Etappensiegerinnen lagen.

Die beiden gleichwertigen Frauenteams blieben den ganzen Tag zusammen, keine konnte auf den harten Trails rund um Greyton einen Vorteil herausfahren. Mariske Strauss (RSA) und Annie Last (GBR) Hansgrohe Cadence OMX Pro, kamen heute auf Platz 3 und damit auf Rang 3 der Gesamtwertung, haben aber insgesamt einen Abstand von 24:22 Minuten auf die führenden Frauenteams.

Auf den kommenden langen Distanzen des Absa Cape Epic kann einiges passieren, die fast 9 Minuten Rückstand von Spitz/de Groot sind aber erheblich, und normalerweise nur aufzuholen, wenn das Materialpech zuschlägt.Die Abonnementssiegerin der letzten drei Jahre, Ariane Lüthi mit ihrer deutschen Partnerin Adelheid Morath kam auf Rang 8 ins Ziel nach Elandskloof. Das Team Spur kann in die Entscheidung ums Podium nicht mehr wirklich eingreifen: Platz 4 der Gesamtwertung, aber mit nun 43:11 Minuten Rückstand.

"Heute lief es super", sagte eine entspannte und glückliche Sabine Spitz im Ziel, "unsere Zeit im Sattel war um einiges kürzer, als ich erwartet hatte. Das kommt uns zwar nicht zugute, aber für alle anderen Teilnehmern am Epic war das sicher auch ein guter Tag. Wir versuchten zwar, Zeit gut zu machen, aber ich denke, dass wir mit Esther und Jennie auf gleichem Niveau fahren. Wir werden jeden Tag neu sehen müssen, wie es läuft."

"Wir ruhen uns nicht auf unseren 9 Minuten Vorsprung aus", sagte eine entschlossen Esther Suess. "Wir geben Gas und fahren auch vorne mit Power. Als es Jennie gut ging, hat sie Pace gemacht und als ich gute Beine hatte, bin ich an die Spitze gegangen. Im Sprint verloren – aber keine Zeit verloren", so die Schweizerin.

Die Österreicherin Carmen Buchacher liegt nach einem 5. Etappenplatz mit ihrer namibischen Partnerin Michelle Vorster (Hollard-Velocity SportLab) auf Rang 6 der Gesamtwertung.

Männer: Weiterer Tagessieg für Sauser/Kulhavy

Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy (Investec-Songo-Specialized) holten sich erneut den Etappensieg beim Absa Cape Epic, Nummer 38 für den Schweizer fünffachen Gewinner des Epic. Dazu machten sie auch noch ein wenig Zeit gut auf die Gesamtführenden im Zebratrikot, Manuel Fumic und Henrique Avancini (Cannondale Factory Racing XC). Knapp geschlagen im Sprintfinish dieser 3. Etappe des berüchtigten Mountainbike-Etappenrennens wurden Nino Schurter und Matthias Stirnemann (SCOTT-SRAM MTB Racing) vor Nicola Rohrbach und Daniel Geismayr (Centurion Vaude 2).

Foto: Shaun Roy/Cape Epic/SPORTZPICS Cape Epic 2017 3. Etappe Manuel Fumic

Bleiben weiter im gelben Leader-Jersey: Manuel Fumic (li.) und Henrique Avancini

Verhältnismäßig kurz fiel Etappe 3 mit 78 km aus, die Strecke führte das Fahrerfeld aus dem Elandskloof Race Village in die kleine Siedlung Genadendal und durch das Trail-Streckennetz von Greyton. Davon sollten die Cross-Country-Spezialisten profitieren, vor allem Weltmeister und Olympiasieger Nino Schurter mit seinem Partner Matthias Stirneman.

Eigentlich wollten die beiden Schweizer sich einen Etappensieg holen und gingen entsprechend aggressiv in die knackigen Anstiege und die Abfahrten in den angelegete, aber rauen Singletracks. Dadurch legten sie immer Abstand zu den Gesamtführenden Cannondale Factory Racing XC ein. Doch Schurter und Stirnemann konnten die starken Favoriten Christoph Sauser (SUI) und Jaroslav Kulhavy (CZE) nicht abschütteln heute.

Das Investec-Songo-Specialized-Team blieb den Schweizern am Hinterreifen und attackierte auf dem letzten großen Anstieg, dem UFO-Climb. So genannt, weil auf der Spitze des Bergrückens ein futuristisches Gebäude steht. Bei dieser Attacke fielen die Gesamtführenden Fumic/Avancini wieder zurück und fuhren die Abfahrt mit vollem Risiko, um wieder Zeit gut zu machen.

Sauser und Kulhavy machten weiter Druck und stellten dadurch sicher, dass nur zwei Teams vorne um den Etappensieg sprinten konnten. Kulhavy führte, Nino Schurter klemmte direkt hinter dem starken Tschechen und so kam es, dass Stirnemann die Distanz zur Ziellinie nicht richtig einschätzte, so dass Sauser noch an ihm vorbeiziehen konnte.

"Ein super Tag für uns" zog der fünffache Epic-Gewinner Sauser Bilanz im Ziel, "wir haben die Etappe gewonnen und noch Zeit gut gemacht. Auf dieser relativ kurzen Distanz hatten wir nicht erwartet, etwas rauszuholen auf Cannondale. Das war der Bonus zum Etappensieg." Kulhavy sah kaum erschöpft aus im Ziel. "Heute liefs viel besser als gestern", meinte der ehemalige Olympiasieger und Weltmeister. Unser Plan, auf den Anstiegen und in den Flachpassagen anzugreifen ist gut aufgegangen."

Zwar ging das Vorhaben von SCOTT-SRAM MTB Racing nicht in Erfüllung, wenn auch nur um Bruchteile von Sekunden, Nino Schurter war aber ganz Sportsmann und umarmte seinen Landsmann Sauser herzlich mit einem breiten Grinsen in der Winners Lounge. "Eigentlich dachten wir, das ist genau unsere Etappe", meinte der 26-jährige Stirnemann, der erstmals am Epic teilnimmt. "Aber ich habe meinen Zielsprint zu früh gestartet, so dass Susi noch an mir vorbeiziehen konnte. Trotzdem ein super Tag, ich habe die Trails hier wirklich genossen."

Morgen steht eine lange Transferetappe von Elandskloof ins Oak Valley über 112 Kilometer und 2150 Höhenmeter an. Das gibt jede Menge Arbeit für die Top Teams wenn die Reihenfolge nicht durcheinander gewürfelt werden soll. Vor allem für Fumic/Avancini, die komplett ohne Backup-Team auf sich allein gestellt sind.

"Es war hart, aber wir haben uns gut geschlagen", sagte der brasilianische Meister Henrique Avancini im Ziel. Ausgerechnet ein Motorrad, die beim Absa Cape Epic Fotografen und Kameramänner fahren, hatte Fumic geschnitten und den Deutschen Spitzenfahrer für die letzten Kilometer aus dem Rhythmus gebracht. "Wir werden auf jeden Fall noch weiter fighten die letzten vier Tage", so Avancini. Die Zebratrikot-Leader liegen nun noch 1:20 Minuten vor den Verfolgern, Schurter/Stirner haben einen Abstand von 4:03 Minuten.

Der fünffache Epic-Gewinner Karl Platt, der bisher seiner Form hinterherfuhr, kam in Elandskloof besser in Tritt: 6. Platz für Team Bulls mit dem Schweizer Urs Huber. Damit auch 6. Gesamtrang mit 15:56 Minuten Rückstand. Stark fuhren Centurion Vaude 2 mit Nicola Rohrbach (SUI) und dem Österreicher Daniel Gaismayr, die sich den 3. Etappenplatz holten vor Fumic/Avancini. Der Sohn von Bike-Legende Thomas Frischknecht (führend in der Mixed-Kategorie mit Olympiasiegerin Jenny Rissveds) holte sich mit dem Niederländer van der Heijden einen guten 9. Platz.

MOUNTAINBIKE-Chefredakteur Jens Vögele bloggt vom Cape Epic: So lief bei ihm die 3. Etappe

Video: Cape Epic 2017 - 3. Etappe




22.03.2017
Autor: PM Cape Epic
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