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24h von Duisburg: MountainBIKE schickte drei Leser ins Rennen
Der Gewinner der MountainBIKE-Leseraktion, Andreas Fedderwitz, fuhr mit Mike Kluge und seinen Freunden im Achter-Team bei den 24 Stunden von Duisburg um die Wurst. Außerdem schickte MountainBIKE zwei 24-Stunden-Novizen im Zweier-Team ins Rennen.
Feiern nach der 24-Stunden-Fahrt: MountainBIKE-Leser Andreas Fedderwitz (2.v.r.) mit seinen Kollegen aus dem Team „Mike Kluge and Friends“.
Foto: Dennis Stratmann
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„Jetzt werde ich allmählich doch aufgeregt“, schreibt Andreas Fedderwitz, Gewinner der Leseraktion „24-Stunden-Rennen mit Mike Kluge gewinnen“, einige Tage vor dem Rennen per Mail. Dabei kann er auf einen großen Erfahrungsschatz zurückblicken.
Schon zwei Mal ging er in Duisburg an den Start, jedoch nie in einem Team mit echten Voll-Profis. „Mike Kluge and Friends“ nennt sich die Truppe, die der ehemalige Weltmeister im Cyclecross um sich geschart hat.
Neben Jens Reuker, dem deutschen Meister im Cyclecross von 2003, besteht das Team aus einer bunten Mischung erfahrener Biker. Da darf man nervös werden.
Am Morgen vor dem Start sitzt die Truppe jedoch entspannt vor Kluges Camper. Mike hat heute keine Siegesabsichten, die Jahre sind vorbei, ihm ist ein gutes Wochenende mit seinen Freunden wichtiger. Und eines liegt ihm dabei besonders am Herzen: Die Sicherheit und eine gesunde Portion Spaß.
Andreas atmet auf, er fühlt sich gut aufgehoben und ist dankbar, dass der sportliche Ehrgeiz nicht im Mittelpunkt steht. Auf der Einführungsrunde gibt Mike noch wichtige Tipps für die kniffligen Passagen und zeigt seinem Team die schnellen Linien.
„Als ich mich beworben habe, hätte ich nie geglaubt, dass ich gewinnen werde“, erzählt Andreas mit einem breiten Grinsen. Doch trotz aller Harmonie wird dieser Tag ein langer.
Währenddessen machen sich die beiden Gewinner der Startplätze für das Zweier-Team fertig. Markus und Manfred vom Sportverein Mergelstetten sind zum ersten Mal am Start eines 24-Stunden-Rennens. Samt Betreuer sind die beiden angereist - das gibt Rückhalt, vor allem auf der langen Autofahrt zurück ins Schwabenland am nächsten Tag.
Um 13 Uhr knallt die Pistole. Die Horde bunter Biker prescht los. Unter ihnen auch Mike Kluge. Die verkürzte Einführungsrunde ist schnell vorbei, Andreas ist an der Reihe. Als erfahrener 24-Stunden-Racer weiß er, was in der Wechselzone zu tun ist. Souverän übernimmt er die Staffel vom ehemaligen Weltmeister.
Von dort an folgt ein ständiger Schlagabtausch, Jörg, Jens, Thomas, Norbert, Tord und Holger – das Team harmoniert nicht nur unter dem Vorzelt, auch auf der Rennstrecke und in der Wechselzone läuft alles geschmeidig – das ist in einem solch großen Team nicht selbstverständlich. Da haben es Markus und Manfred schon leichter, zumindest was die Kommunikation angeht.
Dafür ist die sportliche Leistung in einem Zweier-Team um einiges höher. „Ich hab es mir nicht so knackig vorgestellt“, berichtet Markus leicht unterzuckert und steckt sich schnell einen Muffin in den Mund.
Dann das: Regen. Duisburg ohne Regen ist unvorstellbar. Die Strecke wird nass, verschlammte Bikes säumen das Festivalgelände. Überall tropft es von den Zelten, aus denen betroffene Gesichter hervor lugen. Alle bibbern, dass wenigstens die Nacht trocken bleibt.
Die Dämmerung bricht ein, die Lampenpflicht ruft! Ein Meer von Lichtern legt sich über die Strecke, dazu der beleuchtete Hochofen im Landschaftspark Duisburg, durch den die einzigartige Strecke führt.
Ein Lichtspektakel, das begeistert. Im Team Kluge geht die Müdigkeit um. Auf Klappliegen legen sich die erschöpften Biker für ein kurzes Schläfchen nieder und lösen, dank penibler Zeitdokumentation, stets rechtzeitig die Team-Kollegen ab.
Die Nacht ist vorbei, nur leichter Nieselregen sorgte für nasse Hintern und beschlagene Brillen. Das schlimmste ist überstanden. Die letzten Stunden vergehen wie im Flug. Mike motiviert seine Jungs zum letzten Mal und stellt schon mal den Champagner kalt. Zweier-Team-Kandidat Markus ist überglücklich, nassgeschwitzt schiebt er sein Rad aus der Wechselzone.
„Jetzt fährt Manni den Rest und dann ist es geschafft“, keucht er noch angestrengt vom Rennen. Auch Andreas ist überglücklich: „Ein tolle Erfahrung, ich bin von Mike und seinen Freunden begeistert, hier haben sich die richtigen gefunden“.
Eine ausführliche Reportage zu den MountainBIKE 24 Stunden von Duisburg 2011 gibt es in einem der nächsten MountainBIKE-Hefte.



